Jimmy Liao – Die Sternennacht / 星空 / The Starry Starry Night

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  • Klappentext (hinteres Cover)

    Damals lag die Zukunft noch in vager Ferne,

    und für meine Träume wusste ich noch keinen Namen.

    Oft ging ich weite Wege allein, und wenn ein Wind aufkam, fühlte ich mich wie ein abgefallenes Blatt.

    Beim Blick zum Sternenhimmel fragte ich mich: Ist von irgendwoher auf der Welt gerade jemand unterwegs zu mir?

    So wie das Licht eines Sterns zu einem anderen Stern.

    Dann bist du gekommen. Und wieder gegangen.

    In Erwartung der Jugend haben wir uns verpasst.

    Ein Blick zum Sternenhimmel, und die Welt wird ungeheuer groß …

    Wo es Schatten gibt, da gibt es Licht.


    Die Sternennacht ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Ein einsames junges Mädchen trifft auf einen schweigsamen Jungen. Beide sind keine glücklichen Kinder, in ihren Elternhäusern mangelt es an Wärme und Zuwendung, in der Schule sind beide Aussenseiter.Eines Tages beschließen die beiden, gemeinsam die Stadt zu verlassen und damit dem schulischen Druck und der Enge des Elternhauses für eine Weile zu entfliehen und in die Berge zu fahren, wo das Mädchen bei ihren verstorbenen Großeltern die ersten Lebensjahre verbracht hatte. In einer Nacht in den Bergen sehen die beiden den allerschönsten, strahlenden Sternenhimmel. Wieder zurück in der Stadt wird das Mädchen krank, und der Junge zieht mit seiner Familie aus der Stadt weg. Das Mädchen wird den Jungen nie wieder sehen, aber ihre Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit bleiben - den strahlenden Sternenhimmel, den sie in jener Nacht erlebten, wird sie nie vergessen.


    Dieses Buch ist allen Kindern gewidmet, die der Welt fremd gegenüber stehen.



    Der Autor

    Jimmy Liao (chinesisch 廖福彬/Liào Fúbīn, geboren am 15. 11.1958 in Yilan/Taiwan) ist ein taiwanischer Illustrator und Bilderbuchautor. Jimmy entspricht phonetisch seinem chinesischen Künstlernamen 幾米 (Jǐmǐ). Jimmy Liao veröffentlichte 1998 im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Auslöser für sein kreatives Schaffen war ein Kampf gegen Leukämie, den er nur knapp überlebte. Sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich bloß ein Abschiedsgeschenk an seine Familie sein, bildete aber den Start für eine fulminante Karriere. Häufige Themen in seinen Büchern sind Einsamkeit, Isolation, Abschiednehmen, ungestillte Sehnsucht nach Glück und die Flüchtigkeit jeden menschlichen Glücks. Die Figuren sind oft Kinder, die entfremdet sind von ihrer Umgebung. Seine Bilderbücher für Erwachsene sind in viele Sprachen übersetzt worden. Viele seiner Werke sind zu Musicals, Fernsehspielen oder Filmen umgeschrieben worden. Der Zeichentrickfilm Der lächelnde Fisch auf der Grundlage seines gleichnamigen Bilderbuchs gewann auf der Berlinale 2006 den Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerks. 2003 wurde er von der Zeitschrift Studio Voice zu einem der „55 kreativsten Köpfe Asiens“ gewählt. 2007 widmete ihm der Discovery Channel als einer von sechs herausragenden Persönlichkeiten Taiwans ein Porträt.


    Inhalt

    Die kleine Icherzählerin mit dem gerade geschnittenen Pony lebte als kleines Kind bei ihren Großeltern in den Bergen und vermisste ihre Eltern, die in der Stadt arbeiteten. Sie hat eine blühende Fantasie, die offenbar von den Großeltern gefördert wird. Das Betrachten des Bilderbuchs wird so zu einer Reise durch eine fantastische Welt, in der sich ein Elefant hinter einem Vorhang versteckt, farbenfrohe Reptilien herum klettern und ein Orca durch eine Schüssel pflügt, während Opa und Enkelin ungerührt in Zeitung und Comic blättern. Auf den zweiten Blick entdeckt man auf jeder Seite weitere farbenfrohe Details, bis der Blick auf die Gemälde an den Wänden fällt … oder auf die Fußböden … Eine wichtige Rolle spielen wildwuchernde Pflanzen, Blicke aus dem Fenster und eine fantastische Tierwelt, in die sich die Kleine wegzaubert. Die Konzentration auf das Mädchen vermittelt eine Atmosphäre der Einsamkeit und der Distanz zur beschäftigten Mutter.


    Ein neuer Junge scheint ebenfalls ein Einzelgänger und so einsam zu sein wie sie. Beide Kinder würden gern vor dem Druck der Schule und dem Spott anderer Kinder flüchten und durchqueren mit dem Rucksack auf dem Rücken eine märchenhafte Welt. Gemeinsam erleben sie einen fantastischen Sternenhimmel vor atemberaubendem Blau. In dieser Szene könnte man die Kinder für die letzten Menschen dieser Welt halten. Als der Junge längst weggezogen ist, enthüllt sein Zimmer im Haus der Großmutter eine riesige handfeste Überraschung: Er war die ganze Zeit ein Zauberer.


    Fazit

    Jimmy Liaos Bilderbücher sind von gewaltiger Farbkraft, „Die Sternennacht“ beeindruckt damit, dass sich beim wiederholten Betrachten stets Neues entdecken lässt.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    1. Die Sternennacht

      (Ø)

      Verlag: Chinabooks E. Wolf


    :study:-- Hertmans - Der Aufgang

    :musik: -- Corzilius - Diebe der Nacht

    "The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card.!" E. L. Doctorow

  • Buchdoktor

    Hat den Titel des Themas von „Jimmy Liao – Die Sternennacht / 星空 德文版 / The Starry Starry Night“ zu „Jimmy Liao – Die Sternennacht / 星空 / The Starry Starry Night“ geändert.

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