A.G. Riddle - Pandemie / Pandemic

Pandemie

3 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Heyne

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 800

ISBN: 9783453439405

Termin: Neuerscheinung Februar 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Mandera, im Nordosten Kenias: Die X1-Mandera-Pandemie breitet sich wie ein Flächenbrand aus – und ist kein biologisch-evolutionärer Zufall. Berlin: Ein Mann erwacht in seinem Zimmer im Concord Hotel und hat das Gedächtnis verloren. Mit ihm im Raum befinden sich die Leiche eines ihm unbekannten Mannes sowie ein Zettel mit einem seltsamen Code darauf. Atlanta: Peyton Shaw wird von den kenianischen Behörden kontaktiert, um sich der mysteriösen Seuche anzunehmen. Vor Ort findet sie heraus, dass ein ganzes Kartell geheimnisvoller Firmen, Institutionen und Organisationen die Pandemie mit einer finsteren Absicht steuert: Die Menschheit scheint vor dem Aus zu stehen.
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  • Inhalt:


    "Mandera, im Nordosten Kenias: Die X1-Mandera-Pandemie breitet sich wie ein Flächenbrand aus – und ist kein biologisch-evolutionärer Zufall.

    Berlin: Ein Mann erwacht in seinem Zimmer im Concord Hotel und hat das Gedächtnis verloren. Mit ihm im Raum befinden sich die Leiche eines ihm unbekannten Mannes sowie ein Zettel mit einem seltsamen Code darauf.

    Atlanta: Peyton Shaw wird von den kenianischen Behörden kontaktiert, um sich der mysteriösen Seuche anzunehmen. Vor Ort findet sie heraus, dass ein ganzes Kartell geheimnisvoller Firmen, Institutionen und Organisationen die Pandemie mit einer finsteren Absicht steuert: Die Menschheit scheint vor dem Aus zu stehen."


    Quelle: Amazon


    Meine Meinung:


    Ein Roman über eine Seuche und den Weltuntergang lässt bereits wenig Kreatives vermuten.

    Gefühlt hunderte von Büchern, Filmen und Serien haben diese Thematik bereits aufgegriffen, weshalb es unheimlich schwer ist, dem noch etwas Neues abzugewinnen.

    Das war mir von Anfang an bewusst, sodass ich von vornherein gnädig gestimmt war und ohne große Erwartungen an das Buch heranging.

    Trotzdem war ich zunächst positiv überrascht, denn "Pandemie" ist gut recherchiert, wie ich beim Nachschlagen der Daten immer wieder festgestellt habe.

    Außerdem liest sich das Buch wirklich flüssig und die Figuren handeln der beschriebenen Situation angemessen. So weit so erwartbar.

    Der Autor baut neben der vordergründigen Seuche eine Meta Story auf, die geheimnisvoll genug ist, um Spannung zu erzeugen. Auch die Figuren werden nicht vernachlässigt und in handwerklich soliden Rückblicken, die vor allem auch nicht langweilen, erfahren wir mehr über ihren Hintergrund und ihre Motivationen.

    Als Leserin habe ich so Einblicke in die Arbeit von Epidemiologie erhalten, aber auch in den Alltag von Hilfsorganisationen und die Situation der Bevölkerung in den afrikanischen Ländern.

    Besonders hat mir auch der Blick auf Afrika gefallen, des dortigen Gesundheitswesens und der Ärzte. Hier werden Menschen gezeigt und keine per se hilflosen und hilfsbedürftigen Drittweltler, die nur auf die Errettung durch den weißen Mann warten. Und das ohne die Probleme Afrikas zu verschweigen oder zu beschönigen. Dafür ein großes Lob!

    Bis hierhin fand ich den Roman gut, wenn auch nicht außergewöhnlich.


    Leider driftet der Plot nach und nach zunehmend in eine globale Verschwörungs Story ab, wie wir sie schon eine Million mal gelesen haben.

    Das was mich interessiert und auch zu persönlichen Recherchen motiviert hat, gerät immer mehr in den Hintergrund und darunter leidet auch die Story.

    Denn im weiteren Verlauf - besonders aber auf den letzten hundert Seiten - driftet der Autor immer mehr ins Unglaubwürdige ab. Hier zerstört er sich, meiner Ansicht nach, auch die Ausarbeitung seiner Figuren und bedient sich billiger Tricks.

    Es tauchen immer mehr Personen aus der Vergangenheit auf und zwar nur deswegen, weil der Autor sie für seinen Plot braucht.

    Gegen Ende habe ich ihm den ganzen Roman nicht mehr abgekauft und musste mich wirklich dazu zwingen, nicht noch kurz vor dem Ende abzubrechen.


    Fazit:


    Ich bin bereits mit geringen Erwartungen herangegangen und wollte eigentlich nur meine Theorie bestätigen, dass diverse Autoren ganz gut beschrieben haben, was wir in der Corona Krise derzeit live erleben.

    Anfangs war ich dann sogar positiv überrascht und habe durch das Buch und eigene Recherche viel Wissenswertes erfahren. Deswegen hat es mich später wahrscheinlich umso mehr enttäuscht, meine Befürchtungen bestätigt zu sehen. Hier wurde leider viel vorhandenes Potential verschenkt, selbst für diese Art Literatur.

    Für Fans von Sprache wird hier auch wenig bis gar nicht geboten, was ich immer daran merke, ob und wie viele Stellen ich mir im Reader markiere. Solche einfachen Formulierungen müssen nichts schlechtes sein, manchmal möchte man sich ja auch einfach berieseln lassen. Leider kam das in Pandemie nur auf die anderen Schwächen obendrauf.

    Einen Band Zwei wird es für mich leider nicht geben. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „A.G. Riddle Pandemie - Extinction Serie Band 1“ zu „A.G. Riddle - Pandemie / Pandemic“ geändert.
  • Danke für deine Einschätzung und die Rezension, Sushan. :winken:Ich habe mir das Buch schon bei der Onleihe vorgemerkt. Ich werde es wahrscheinlich anlesen, aber deine Rezension und Bewertung haben mir schon mal einen Dämpfer verpasst. :wink: Bin dennoch gespannt, wie es bei mir ankommt. Die Thematik ist für mich ansprechend.

    2020: Bücher: 56/Seiten: 25 252
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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