Pavel Vilikovský – Un cheval dans l’escalier/Kôň na poschodí, slepec vo Vrábľoch

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  • Pavel Vilikovský – Un cheval dans l’escalier/Kôň na poschodí, slepec vo Vrábľoch


    Original : Slowakisch, 1989


    INHALT :

    Eine Abfahrt des Ich-Erzählers in einem Bus, und all das, was ihm so auf der Reise durch den Kopf geht an Assoziationen, Gedanken, Erinnerungen. Er schaut und betrachtet, begegnet Leuten, läßt die Landschaft an sich vorbeiziehen. Ein ständiger Monolog...


    BEMERKUNGEN :

    Der slowakische Autor gilt als einer der größten seines Landes und schrieb hier einige Monate vor den Änderungen im Schaltjahr 1989. Es fiel mir schwer, mich einzulesen, zu verstehen, wo der Autor hinwollte, wenn denn überhaupt. Nur langsam entwickeln sich in den teils etwas verwirrenden, sprunghaft erscheinenden, kurzen 25 Kapiteln vor unserem Auge einige Erzählstränge, bzw Assoziationsfäden, die eventuell wohinweisen. Immer wieder Gedanken zum Wechselspiel zwischen Phantasie und Wirklichkeit, der Unzulänglichkeit von Sprache : der Erzähler schildert und stellt es dann doch wieder hinterher in Frage ! Er hinterfragt, will dieses und jenes genauer einkreisen, beschreiben. Was ist real ? Worauf sich stützen ?


    Dann vage Erinnerungen an eine seltsame Szene, in der ein Soldat sein Pferd eine Treppe hochzwingt (daher der slowakische und französische Titel).


    Und labil, oder zerbrechlich, auch letztlich das Leben selber, das der Mutter : der Tod in seiner Infragestellung. Und wir steuern auf ihn zu, und das Buch endet auch mit einem… Vielleicht das Grundthema des Buches ? Den Kapiteln vorangestellt Auszühe aus ein und demselben Buch eines Bruno Jakesch über den « Reiter und sein Pferd », wohl Beispiel für das Verhältnis zwischen Kontrolle und Wirkung ?


    Die Sprache ist irgendwie originell und besonders, oft ironisch, wenn nicht gar sarkastisch. Vieles daran gefiel mir sehr, selbst wenn insbesondere am Anfang für mich etwas Verwirrnis herrschte.


    « Mein Mutterland erscheint mir im Traum, und wenn ich erwache wird mir klar, dass es in dieser Welt kein Mutterland gibt. So wird der Tod einem nahe und versöhnt mich mit dem Gedanken, dass ich hier quasi nur auf einem Ausflug bin und ich am Ende heimkehren werde. Man ist überall gut drauf, doch am besten noch bei sich. »


    AUTOR :

    Pavel Vilikovský ist ein tschechoslowakischer, dann slowakischer Autor, der am 27 Juni 1941 in Palúdzka/Liptovský Mikuláš (Slowakei) geboren und am am10 Februar 2020 gestorben ist. Er war zunächst an der Kinofachschule in Prag, dann an der Comenius-Universität in Bratislawa, wo er Sprachen studierte. Er fing zwar schon in den 60iger Jahren an zu schreiben, doch dies wurde erst nach der Revolution von 1989 veröffentlicht. Er betätigte sich ebenfalls als Übersetzer der Werke von zB William Faulkner, Virginia Woolf, Kurt Vonnegut, Conrad, Malcolm Lowry als auch vor Kurzem noch Julian Barnes.


    Broché : 131 pages

    Editeur : Maurice Nadeau; Édition : 1 (19 mai 1998)

    Collection : Nadeau Maurice

    Langue : Français

    ISBN-10 : 2862311383

    ISBN-13 : 978-2862311388

  • Einigen könnte die italienische Ausgabe eher liegen:


    Il cavallo per le scale - Pavel Vilikovsky

    Il cavallo per le scale trascinato da un soldato ubriaco è un'immagine che s'imprime nella memoria di un bambino per riemergere dai ricordi nei momenti più inattesi. Il tema conduttore del libro è il difficile rapporto di un figlio con la madre malata e vicina alla fine. La domanda iniziale rivolta al protagonista (Tu ami tua madre?) apre una densa e acuta riflessione sulla morte che coinvolge il lettore con i meccanismi di una trama avvincente, attraverso ricordi, storie solo accennate, digressioni, momenti di graffiante ironia alternati a un alto lirismo, per poi chiudersi in modo inaspettato. La prosa di uno dei più incisivi scrittori contemporanei si pone come un dialogo profondo con il lettore, incalzandolo con interrogativi e dubbi, fino a quello più scomodo e provocatorio: se una madre perde la memoria, la propria coscienza e la propria identità, possiamo concepire la morte come un dono offerto a chi ci ha dato la vita?



    Curatore: A. Mura

    Editore: Forum Edizioni

    Collana: Oltre

    Anno edizione: 2010

    In commercio dal: 1 novembre 2010

    Pagine: 80 p., Brossura

    EAN: 9788884206152

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