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Anna Benning - Der Tag, an dem die Welt zerriss

Vortex: Der Tag, an dem die Welt zerriss...

5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: FISCHER KJB

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 496

ISBN: 9783737341868

Termin: Neuerscheinung März 2020

  • Vortex (Der Tag, an dem die Welt zerriss) - Anna Benning


    Fischer Verlag

    496 Seiten

    Dystopie

    Band 1

    04. März 2020


    Inhalt:


    „Die Vortexe zerstörten unsere Welt. Wir lernten in ihnen zu laufen.
    Doch niemand ahnte, was sie in uns entfachen würden …“


    Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß.

    Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen.

    Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen.
    Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte.

    Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …


    Meinung:


    Das Erste, was mir zu Vortex einfällt?

    Cool. Es ist ein verdammt cooles Buch.

    Im Sinne von: Wie genial abgefahren ist bitte dieses Worldbuilding?

    In der Zukunft. In der Vergangenheit. Mit riesigen Wurmlöchern, mit denen man von Ort zu Ort reisen kann.

    I mean, hallooooo?

    Ich fühlte mich wie in einem abgespaceten Scififilm.

    Nur, dass es sich nicht wie Scifi angefühlt hat, sondern eben wie die coole, die lesbare Variante davon.
    Ohne viel unverständlichen Technik-Weltraum-Schnickschnack. Kaum zu glauben, dass das ein Debüt ist.


    Was für ein unglaublicher Schreibstil.

    Diese Geschichte übt einen absoluten Sog auf den Leser aus.

    Was möglicherweise an den Vortexen selbst liegen könnte oder eben daran, dass die Autorin die Welt drumherum so real, so authentisch, emotional und greifbar gestaltet hat. Die Protagonisten sind sensationell gezeichnet.

    Mit Ecken und Kanten. Mit Höhen und Tiefen. Und erst diese Idee.

    Wer das Computerspiel „Portal“ kennt, der wird Vortex auf jeden Fall lieben.


    Wir schreiben das Jahr 2099, in dem Kuratorien die Städte beherrschen und die Läufer ständig im Einsatz sind, um die Menschheit vor den Splits zu schützen. Elaine steht vor der letzen großen Prüfung, dem Vortexrennen, das sie zu einer Läuferin machen wird, sollte sie es mindestens auf Platz 10 ins Ziel schaffen.

    Das ist, worauf sie ihr Leben lang gewartet hat, denn eine Stellung als Läuferin verschafft ihr nicht nur Ansehen und Ehre, sondern auch die Möglichkeit zur Rache an denen, die ihr das Wichtigste auf der Welt nahmen.


    Und mehr kann ich eigentlich auch gar nicht zum Inhalt sagen.

    Die Welt von Vortex gleicht der unseren. Bis auf die Tatsache, dass die Menschheit sich aufgespalten hat.
    In „Normale“ und „Splits“.

    Nimmt man das zusammen, kann das eine explosive Mischung sein, denn irgendjemand muss ja die Vorherrschaft haben.

    Und solange das nicht geklärt ist, kann es keinen Frieden geben.

    Elaine hat anfangs nur ein Ziel. Bis sich herausstellt, dass ihr Ziel nur eine gut getarnte Lüge ist.

    Wie in jedem guten Buch gibt es auch bei Vortex eine Macht, die es zu zerstören gilt. Nur ist es unklar, welche das ist.

    Und das macht das Ganze so spannend.


    Elaines Weg durch die Vortexe ist rasant.
    Sie ist wie ein Wirbelwind, gefühlt unaufhaltsam, genau wie Bale, der zweite Spieler auf dem Feld.

    Es ist ein Abenteuer, ein actionreiches, aufregendes Abenteuer, bei dem wir die Protagonisten begleiten dürfen und durch die Ich Perspektive aus Elaines Sicht, wirkt alles unheimlich einnehmend.

    Das Vortexspringen, die Energiewirbel, die Pläne der Gegner, die Wunder der Welt.

    Alles ist bunt und vielschichtig und man kann sich gar nicht daran satt sehen.

    Immer wenn ich dachte, ich hätte schon alles gesehen, kommt die Autorin mit etwas Neuem um die Ecke und überrascht mit teilweise hoffnungsvollen, aber auch brutalen Wendungen. Was Spannung angeht, ist dieses Buch unberechenbar.
    Die Luft flirrt und sirrt beim Lesen wie ein sich gerade öffnender Vortex. Und das ist beeindruckend.


    Fazit:


    Vortex zu lesen, ist wie mit dem Strom zu schwimmen.

    Es geht leicht von der Hand, weil man immer irgendwas hat, was einem den Rücken stärkt und einen vorantreibt.
    Diese Geschichte ist wie ein großer Abenteuerspielplatz - überraschend, fesselnd, teilweise gefährlich.

    Mit einem bombastischen Setting, raffinierten Charakteren und unerwarteten Wendungen überzeugt Vortex in jeder Hinsicht. Ob Grunder, Zünder oder Rifts, ob eine Stadt in den Bäumen, wunderschöne Landschaften oder die harte Realität - Vortex saugt dich ein und spuckt dich an den spektakulärsten Orten wieder aus. Großartig!


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

  • Futuristisches Abenteuer der Extraklasse! Ich bin total geflasht!


    Klappentext

    „Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …“


    Gestaltung

    Ziemlich cool finde ich den lilafarbenen Buchschnitt, da dieser in krassem Kontrast zu dem hauptsächlich weißen Hintergrund des Covers steht. Das Covermotiv besteht aus einem Kreis, in welchem ein gezeichnetes Mädchengesicht zu sehen ist. Ich persönlich mag es nicht so gerne, dass es wieder ein Mädchengesicht ist, finde es aber gut, dass es gezeichnet ist. Am unteren Rand des farbigen Kreises sieht man die Umrisse einer Stadt. Diese gefällt mir am besten.



    Meine Meinung

    An „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ faszinierten mich direkt der Klappentext und die Idee des Buches. Es geht um Elaine, die in einer Welt lebt, in der ein Vortex die Welt verändert hat. Seitdem gibt es Menschen mit besonderen Fähigkeiten und das sogenannte Vortexrennen. An diesem nimmt auch Elaine teil. Doch im Vortex wird eine Kraft in ihr geweckt. Eine Kraft, die alles verändern könnte.


    Die Idee von Energiewirbeln, die über die Erde zogen und diese sowie die Menschen verändert haben, fand ich richtig genial, weil es in meinen Augen eine total frische, unverbrauchte und neuartige Idee ist. Auch mochte ich all die Konsequenzen, die sich aus dem Vortex ergeben haben. Beispielsweise für den Weltentwurf und die Charaktere. So ist das Setting in „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ leicht dystopisch und auf jeden Fall futuristisch, was ich total gerne mochte. Es war einfach super spannend!


    Auch die Handlung schließt sich perfekt an diese Grundidee an, denn auch hier erwartet den Leser einiges an neuen, kreativen Einfällen, die beim Lesen einfach Spaß machen. Die Geschichte ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite, was unter anderem an verschiedenen Geheimnissen liegt, die es zu entdecken gilt. Auch gibt es eine Art böse Macht, die unterschwellig agiert und die es zu besiegen gilt. Kurzum: die Handlung ist ein reines Abenteuer, das unberechenbar ist, da ich als Leser nie wusste, was als nächstes auf mich zukommen würde.


    Die Machtverhältnisse und der Aufbau der Welt waren auch richtig toll erklärt und beschrieben. Nicht zu einfach und auch nicht zu komplex. Vielmehr mit genau dem richtigen Maß an Erklärungen und Beschreibungen. So konnte ich mir alles richtig gut vorstellen und gleichzeitig in die Welt eintauchen. Ich fühlte mich beim Lesen teilweise so, als würde ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ablaufen, was meiner Meinung nach für den genialen Schreibstil der Autorin Anna Benning spricht. Einnehmend und mit knisternder, atmosphärischer Spannung beschreibt sie ein Zukunftsszenario, das beim Lesen eine riesige Anziehung ausübt.


    Fazit

    „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ ist ein bombastischer Trilogieauftakt, welcher für enormen Lesespaß sorgt. Die Einfälle und Ideen dieser Geschichte sind frisch und unverbraucht und so macht es Spaß, alles zu entdecken. Der Schreibstil der Autorin malt dabei Bilder wie auf einer Leinwand in den Kopf hinein. Die Handlung ist dabei ein atemberaubendes Abenteuer bis zum Schluss. Ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr abwarten, bis diese Reihe endlich weiter geht!

    5 von 5 Sternen!