U-Boot-Krieg von Lothar Günther Buchheim

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  • Dieser Bildband ist wohl mehr für Jannmaat, obwohl ich ihn wirklich allen empfehlen kann. Buchheim veröffentlich hier einen Teil seiner Fotos, die er auf U-96 als Kriegsberichterstatter gemacht hat. Es sind sehr eindrucksvolle s/w Bilder, die teilweise unter die Haut gehen und die Sinnlosigkeit von Kriegen darstellen. Einmalige Fotos, die so noch nie zu sehen waren und wohl immer eine Rarität darstellen werden.

  • Ich habe gestern >U-Boot-Krieg< und >U-Boot-Fahrer< über booklooker bekommen. Mein erster Eindruck ist: starke Bilder, aber irgendwie habe ich wohl Blut geleckt, denn ich mag auch die Schreibweise Buchheims. Es kann ihm wohl niemand nachsagen, dass er gefällig schreibt, aber gerade seine ehrliche und manchmal auch sehr schroffe Art zu schreiben gefällt mir. Wenn ich auch nicht immer seiner Meinung bin, so wirken seine Kommentare immer authentisch und nicht nach >Wendehals<. Ich werde noch einmal etwas schreiben, wenn ich es ausgelesen habe. :thumright:

  • Ich bin jetzt fertig mit dem Buch und bin begeistert, wenngleich dies auch nicht der richtige Ausdruck ist. Erst einmal muss ich anerkennen, dass Buchheim viel weiter geht als ich für möglich gehalten hätte. Ich stehe jetzt noch ein wenig unter dem Eindruck der letzten Zeilen dieses Buches und hätte nicht für möglich gehalten, dass jemand mit seiner Geschichte sich so klar über die Sinnlosigkeit des Krieges, aber vor allem über den Lug und Trug und die Verherrlichung der Kriegervereine usw. äußert. Ich weiß zu wenig über ihn, könnte mir aber vorstellen, dass er nicht nur mit seiner Heimatstadt im Dauerclinch liegt. Darüber hatte ich einmal etwas im Fernsehen gesehen, dabei ging es wohl um ein Museum. Er beschreibt den Bordalltag auf dem Boot unheimlich lebensnah, dazu die Fotos - unglaublich. Ich will auch nicht verschweigen, dass ich unwillkürlich , wenn Personen genau benannt wurden, diese mit den Filmschauspielern verglichen habe. Oder auch versucht habe mir diese Leute in den Rollen vorzustellen. Alles in allem, ich bin dankbar für diesen Tip, und kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für die Geschichte des II. Weltkrieges interessiert.

  • Vor allem das Bildmaterial hat mich begeistert. Wenn du dir mal die Aufnahmen während des Wabo-Beschusses anschaust, kannst du dir vorstellen, welche Nervenanspannung auf den Männern im Boot lastete. Unmenschlicher kann ein Krieg nicht mehr sein. Die Ausdruckstärke der Bilder vermittelt erst den ganzen Wahnsinn.

  • Hallo @Demosthenes und Jannmaat,
    mit diesem Thread habt ihr mich ja außerordentlich neugierig gemacht. Von U-Booten habe ich ja keine Ahnung, fand es aber z.B. in Laboe und im Technikmuseum Speyer ungeheuer eindrucksvoll und beklemmend, einmal ein U-Boot von innen zu begehen. Ich konnte mir ausmalen, was da für eine Enge herrschte und da auch noch für einen längeren Zeitraum unter höchster Nervenanspannung und Lebensgefahr zu leben - das ist für mich denn doch unvorstellbar. Ich würde schon nach ein paar Stunden Platzangst und einen Nervenzusammenbruch bekommen.
    Nach dem Buch werde ich auf jeden Fall mal Ausschau halten, vielleicht habe ich ja Glück und entdecke es auch in der Bücherei.


    grüße von missmarple

  • Eigentlich hat Buchheim ja drei Fotobände rausgebracht. Ich kann alle drei nur empfehlen. Seine Aufnahmen sind zum Teil wirklich einmalig, da es auch schaffte, während eines Wasserbombenangriffs noch zu knipsen. Alle drei Bänden zeigen die Sinnlosigkeit eines solchen Krieges. Viel Vergnügen beim Lesen.

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