Elizabeth Norton – The Lives of Tudor Women

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  • Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)
    The turbulent Tudor age never fails to capture the imagination. But what was it actually like to be a woman during this period? This was a time when death in infancy or during childbirth was rife; when marriage was usually a legal contract, not a matter for love, and the education of women was minimal at best. Yet the Tudor century was also dominated by powerful and characterful women in a way that no era had been before.
    Elizabeth Norton explores the seven ages of the Tudor woman, from childhood to old age, through the diverging examples of women such as Elizabeth Tudor, Henry VIII's sister who died in infancy; Cecily Burbage, Elizabeth's wet nurse; Mary Howard, widowed but influential at court; Elizabeth Boleyn, mother of a controversial queen; and Elizabeth Barton, a peasant girl who would be lauded as a prophetess. Their stories are interwoven with studies of topics ranging from Tudor toys to contraception to witchcraft, painting a portrait of the lives of queens and serving maids, nuns and harlots, widows and chaperones.


    Autorin (Quelle: Amazon)
    Elizabeth Norton is a historian of the queens of England and the Tudor period. She is the author of biographies of Anne Boleyn, Jane Seymour, Anne of Cleves and Catherine Parr, and of England's Queens: The Biography.


    Allgemeines
    Erschienen am 4. Mai 2017 bei Head of Zeus als TB mit 416 Seiten
    Gliederung: Vorwort – Sieben Teile mit nummerierten Kapiteln – Epilog – Fußnoten – Bibliographie - Danksagungen – Quellenverzeichnis für die farbigen Illustrationen im Buch – Index


    Beurteilung
    Das Sachbuch – die Autorin bezeichnet es als „biography“, in diesem Fall eher eine „Sammelbiographie“ - beschäftigt sich mit dem Leben der Frauen zur Tudor–Zeit, d.h. im Zeitraum von 1485 bis 1603.
    Dabei geht es einerseits um adelige Frauen, bzw. Angehörige der königlichen Familie, über deren Leben es reichhaltige Quellen gibt, aber auch um „einfache“ Frauen, auf die die Autorin in diversen Quellen gestoßen ist, weil sie auf irgendeine Weise „aktenkundig“ wurden, sei es als Geschäftsführerin im Betrieb ihrer Männer, als Angeklagte in religiösen oder Hexenprozessen oder als Almosenempfängerinnen in Unterkünften für bedürftige Witwen.


    Die Lebensspanne der Frauen wird als sieben Phasen umfassend interpretiert, vom Babyalter bis zum Tod. Der Leser erfährt zu jedem dieser Abschnitte anhand konkreter Beispiele Allgemeines (Sitten, gesellschaftliche Verhältnisse) zum historischen Kontext der Zeit, beginnend mit der Babypflege und frühen Erziehung kleiner Mädchen in verschiedenen Gesellschaftsschichten über die (in höheren Schichten übliche) Bildung junger Mädchen, die Verheiratung, Ehe und Mutterschaft bis zu Witwenschaft und Alter. Dabei werden auch Frauen vorgestellt, die einen eher untypischen Lebensweg gingen und in einer Zeit, in der die Staatsreligion mit dem jeweiligen Herrscher wechselte, aufgrund ihrer Unangepasstheit vor das Kirchengericht/ auf den Scheiterhaufen kamen.
    Die Schilderung einzelner Schicksale vermittelt hier ein eindrückliches Gesamtbild des Lebens in England im 16. Jahrhundert.
    Einige Seiten farbiger Illustrationen im Buch sorgen für mehr Anschaulichkeit, doch auch der Schreibstil der Autorin ist bewegt und anschaulich. Sehr beeindruckend ist die äußerst umfangreiche Bibliographie im Anhang, die interessierten Lesern reichhaltige Lektüretipps gibt. Ein Familienstammbaum der Tudors wäre sinnvoll gewesen, ist aber leider nicht enthalten.


    Fazit
    Ein flüssig geschriebenes, sehr lesenswertes Buch über das Leben der Frauen zur Zeit der Tudors, für dessen Lektüre man aufgrund der Informationsfülle etwas mehr Zeit einplanen sollte!

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    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
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    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

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