Lena Wolf - Ein Sommer auf Sylt

  • Kurzmeinung

    hennie
    Leichte Unterhaltung mit dem typischen Inselfeeling
  • Darum geht’s:

    Julia ist jung, lebt mit ihrem Freund in einem schönen Loft in Hamburg und liebt ihre Arbeit als Architektin. Dann stirbt ihr Vater und hinterlässt ihr ein Haus auf Sylt. Doch was soll sie mit einem Haus auf Sylt? So macht sie sich auf den Weg auf die Insel um das Haus zu verkaufen. Im Schlepptau hat sie dabei ihre Mutter und ihre beiden Tanten. Die Drei sind jedoch wie Katz und Maus und bringen Julia ganz schön zur Verzweiflung. Doch es erwarten sie noch mehr Probleme und die Vier sind gezwungen sich eine Bleibe auf Sylt zu suche, bis der Verkauf abgewickelt ist. In der nächsten Zeit hat Julia ganz viel Zeit um Nachzudenken, erfährt einiges über ihren verstorbenen Vater und auch über ihre Mutter und ihre Tanten. Dann tritt auch ein ein gutaussehender Sylter in ihr Leben und wirbelt ihre Gedanken und auch ihr Herz ganz schön durcheinander.



    Meine Meinung:

    Schon die Leseprobe fand ich überaus amüsant. Die Ankeifereien zwischen den Schwestern und die arme Julia, die da mittendrin steckt sind einfach wirklich zum „Schreien“. Der Schreibstil ist sehr humorvoll, leicht und locker. Besonders gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Insel. Ich habe dadurch richtig Lust bekommen selbst einmal Urlaub auf Sylt machen.


    Die Handlung an sich ist jetzt nichts außergewöhnliches und man kann Einiges schon ziemlich schnell vorhersehen. Das hat mich jedoch gar nicht gestört, da man sich einfach in diese Geschichte fallen lassen kann. Ich habe mich einfach sehr gut unterhalten gefühlt.


    Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich. Besonders Julia's Tanten und ihre Mutter. Da gibt es zum Einen die Elegante und Kluge, dann die etwas Ausgeflippte und die Bodenständige. Julia selbst ist eine sehr ehrgeizige Person, die aber abgesehen von ihrer Arbeit ziemlich wenig in ihrem Leben wirklich zu genießen scheint. Im Laufe der Geschichte stellt sie ihr Leben in Hamburg immer mehr in Frage und versucht herauszufinden, was sie wirklich möchte.


    Die Liebesgeschichte in diesem Buch ist zwar da, aber ich finde sie steht nicht im Mittelpunkt. Es geht eher um Selbstfindung, Geheimnisse und Familienbande. Man erfährt einiges aus der Vergangenheit, v. a. von Julias Mutter und deren Tanten.


    Was mich etwas gestört hat an dieser Geschichte war, dass Julia ihrem Freund Jo für mich persönlich ziemlich hörig erschien. Bei jedem Telefonat ließ sie sich von ihm irgendwie ziemlich unterbuttern. Ich selbst hätte diesem Egoist schon längst die Meinung gesagt. Sie hat das einfach meiner Meinung nach viel zu Lange mit sich machen lassen und ich musste jedes Mal wieder mit den Augen rollen.


    Trotzdem hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist locker und leicht und es gibt einige witzige Geschehnisse. Genau der richtige Roman für einen lauen Sommertag um sich zu entspannen und sich einfach mal wegzuträumen. Ich geben dem Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:, da es mir wirklich gut gefallen hat.

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • Ich weiß jetzt gar nicht, wie beschreiben soll, wie mir „Ein Sommer auf Sylt“ gefallen hat. Es war nicht schlecht, aber ich bin auch froh, dass ich es nun beenden konnte. Insbesondere der Anfang konnte mich nicht ganz so packen, wie ich erhofft hatte.


    In „Ein Sommer auf Sylt“ geht es um Julia, die von ihrem Vater ein Haus auf Sylt geerbt hat. Das Thema Verkauf zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Ich konnte Julias innere Zerrissenheit spüren. Die Hinweise ihres Freundes Jo, was man mit dem Geld alles machen könne, waren hier nicht hilfreich. Ich konnte über Jo nur den Kopf schütteln. Mich persönlich hat er mit seinen Dollarzeichen in den Augen genervt. Mats war mir hier viel sympathischer, auch wenn der erste Eindruck von ihm nicht der Beste war.

    Was mich etwas gestört hat an dieser Geschichte war, dass Julia ihrem Freund Jo für mich persönlich ziemlich hörig erschien. Bei jedem Telefonat ließ sie sich von ihm irgendwie ziemlich unterbuttern. Ich selbst hätte diesem Egoist schon längst die Meinung gesagt. Sie hat das einfach meiner Meinung nach viel zu Lange mit sich machen lassen und ich musste jedes Mal wieder mit den Augen rollen.

    Ich bin ganz bei dir :friends:. Ich hatte bei jedem Telefonat die Hoffnung, dass sie ihm Kontra gibt. Aber nein, das Geld wird mit einer Selbstverständnis munter weiter "ausgegeben" :roll:.


    Mats hat sein Herz am rechten Fleck. Er kämpft um das, was ihm wichtig ist, akzeptiert aber Grenzen. Er schwärmt für die Insel und bei seiner Führung bekam ich gleich Sehnsucht. Sehnsucht nach einem Strandspaziergang, dem Meer, dem Inselfeeling. Dabei bin ich gar kein Nordsee-Fan, sondern bevorzuge die Ostsee. Aber das tut hier nichts zur Sache. Mats hat jedenfalls die Insel von seiner schönsten Seite gezeigt.


    Julias Familie – ihr Tanten und ihre Mutter – hält sie auf Trab. Die Schwestern haben seit Ewigkeiten nicht mehr miteinander gesprochen. Man kann im Verlauf der Geschichte gut beobachten, wie sie sich langsam wieder annähern. Über die Entwicklung bin ich sehr froh, da mir die drei am Anfang etwas zu anstrengend waren.


    Je mehr sich die Geschichte entwickelt, desto lieber las ich sie. Julia muss Entscheidungen treffen, die sie sich nicht leicht macht. Mit der Entscheidung am Ende habe ich zwar gerechnet. Ich hätte aber gerne noch mehr erfahren. Vielleicht hätte ein weiteres Kapitel nicht geschadet.


    „Ein Sommer auf Sylt hat 31 Kapitel, die jeweils eine Überschrift haben. Die meisten davon haben mir eingeleuchtet.


    Von mir gibt es hier :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:.

    :study: Spiel mit dem Mörder von Nora Roberts

    :musik: Lilac und Tarver von Amie Kaufman und Meagan Spooner

  • GUTE ENTSCHEIDUNGEN


    „Ein Sommer auf Sylt" war für mich eine gefällige, angenehme Geschichte nach der vielen Lektüre von Thrillern und Krimis. Ganz schnell wurde ich warm mit der Hauptperson Julia, die in Hamburg lebt mit ihrem Freund Jo. Gemeinsam betreiben sie ein Architekturbüro, welches das Leben der Beiden voll in Beschlag nimmt.


    Julias Vater verstarb plötzlich und hinterläßt ihr überraschend ein Haus auf Sylt. Mit ihrer Mutter und deren zwei Schwestern fährt sie auf die Insel, um die Erbschaftsangelegenheit umgehend zu klären. Doch schnell ist überhaupt nichts zu regeln. Ziemlich vorhersehbar entwickelt sich das Geschehen in Richtung Liebesgeschichte/Romanze mit einigen Verwicklungen, die erst zum Ende hin aufgelöst werden.

    Julia möchte es gern allen recht machen, was natürlich mit Komplikationen verbunden ist. Dadurch kommt es zu einigen Längen beim Fortgang der Handlung. Die junge Frau ist unentschlossen, sehr leicht lenkbar und sehr harmoniebedürftig, mag keinen Streit. Einige „Probleme" hätten schon im Vorfeld ausgeräumt werden können, wenn mehr miteinander geredetet, diskutiert, gestritten worden wäre. Das trifft sowohl auf das Miteinander der drei Schwestern als auch auf Julia und das Verhältnis zu ihren Eltern zu.

    Auf Sylt müssen sich alle mit ihren Lebensläufen auseinandersetzen. Besonders Julia bekommt von Mats Christensen, dem jungen Besitzer des Hotels, ihre Lektion. Er zeigt ihr „sein“ Sylt.


    "Sylt ist ein Lebensgefühl", so lautet eine der 31 passenden Kapitelüberschriften.

    Julia und damit der Leser lernt die vielfältige Natur der schönen Insel, die nicht nur aus Sand und Dünen besteht, kennen. Mats auf S. 125:


    „Mach dich darauf gefasst, dich zu verlieben."


    Das tut Julia dann auch.


    Fazit:

    Eine leichte, vergnügliche Lektüre mit dem typischen Inselfeeling.

    Ernste Themen u.a., die Immobiliensituation auf Sylt betreffend, werden ebenfalls erwähnt.

    Das Buch thematisiert eine Familien- und Liebesgeschichte.


    Ich empfehle es als typischen Frauenroman und bewerte mit vier von fünf Sternen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Leichte, launige Lektüre für Zwischendurch


    Es war kein ganzer Sommer auf Sylt, der das Leben der Protagonistin gehörig durcheinander gewirbelt hat, sondern nur ein paar Tage: Die junge Architektin Julia Hirschfeldt hat von ihrem Vater ein Haus auf der Insel geerbt. Gemeinsam mit ihrer Mutter und deren zwei Schwestern macht sie sich auf den Weg, mit dem Vorsatz, das Haus zu verkaufen. Natürlich kommt alles ganz anders und der Leser weiß sofort, dass der gut aussehende Typ von Seite 12 noch öfter den Weg von Julia auf Sylt kreuzen wird. Dazu kommen die jahrelang verdrängten Gefühle und Streitigkeiten unter den Schwestern und noch einige andere komplizierte Konstellationen.
    Das Buch quillt über vor Klischees, vom unsympathischen Armani-Makler bis zur blonden Sekretärin Maja, die mehr Deko als Hilfe ist.
    Aber ganz ehrlich, wer zu einem Buch dieses Genres greift erwartet nichts anderes bzw. darf nichts anderes erwarten.
    Lena Wolf unterhält den Leser kurzweilig und amüsant. Man ist sofort in der Geschichte drin (und weiß auch wie sie enden wird) und es gibt nur wenige etwas langatmigere Stellen. Es ist natürlich schön, auch etwas über die Insel zu erfahren, dies kam aber teilweise wie ein Werbeprospekt rüber. Aktuell wird die Autorin, wenn sie den Ausverkauf der Insel thematisiert, der immer weiter voranschreitet.
    Die wichtigen Charaktere sind gut getroffen, jedoch auch Stereotype. Die schlanke, modische Tante aus Amerika (hier wäre es auch ohne Anglizismen gegangen) und die übergewichtige, trinkende Tante aus Kärnten.
    Die Kapitel sind übersichtlich lang und die Kapitelüberschriften in einer schönen Type gedruckt, dazu jeweils als Vignette der Leuchtturm vom Cover, welches sich wohltuend von den hauptsächlich kreischend bunten Covern dieses Genres abhebt.

    Alles in allem eine unterhaltsame, kurzweilige Lektüre für Zwischendurch, die sich flott lesen lässt und Lust auf Strandurlaub macht.
    Wer anspruchsvolle Literatur will, sollte ein Regal weiter gehen.

  • Eins vorne weg. Ich bin absoluter Sylt-Fan. Ich liebe die Insel.Für mich als Syltfan ein echt unterhaltsames und teilweise auch lustiges Buch von Lena Wolf. Das Cover mit den Welles sieht schön aus und fühlt sich toll an.

    Julia erbt von ihrem Vater ein Haus auf Sylt. Sie möchte es verkaufen und das viele Geld in die Firma ihres Freundes investieren. Deshalb reist sie mit ihrer Mutter (frische Witwe) und deren 3 Schwestern nach Sylt. Die Mutter und die Schwester haben seit vielen Jahren ein zerrüttetes Verhältnis, was auf der Reise etwas zu Komplikationen führt. Und dann gibt es noch ein Geheimnis des Vaters, das alles nicht so einfach wie geplant macht. Und nicht zu vergessen, des gutaussehenden Hotelbesitzer der zufällig auch noch Single ist....fast wie im Märchen….

    Einige Orte und Restaurants kennt man als erfahrener Sylt-Urlauber. Manche Locations sind frei erfunden, zumindest kenne ich sie nicht und google auch nicht. Was mich etwas stört ist, dass zum Haus nie ein Preis genannt wird. So Aussagen wie "er nannte den Betrag" kommen irgendwie komisch rüber....Der Anfang liest sich sehr gut und flott...in der Mitte zieht es sich dann ein bißchen und die Geschichte kommt nicht so richtig vorwärts.

    Alles in allem ein sehr unterhaltsames Buch, das sicher auch Nicht-Sylt-Urlaubern ganz gut gefällt. Es ist eher leichte Kost und recht gut und einfach zu verstehen. Optimale Urlaubslektüre.

  • Völlig überraschend kommt für Julia Hirschfeldt der Tod ihres Vaters Ralf. Von ihm erbt die 35-jährige Architektin ein Haus auf Sylt. Mit ihren Tanten Christiane und Annegret sowie Mutter Beate macht sie sich auf den Weg auf die Insel. Eigentlich bräuchte Julia dringend eine Auszeit. Aber die Reise entpuppt sich als wenig erholsam. Denn die Frauen liegen im Dauerclinch. Und dann ist da noch der Besitzer der Pension, in der die Damen unterkommen. Er ist ganz schön nervig und läuft ihr ständig über den Weg...


    „Ein Sommer auf Sylt“ ist ein Roman von Lena Wolf.


    Meine Meinung:

    Der Roman besteht aus 31 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Erzählt wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Julia. Der Aufbau ist einfach, aber funktioniert gut.


    Der Schreibstil ist schnörkellos und unspektakulär, allerdings auch anschaulich und - dank viel wörtlicher Rede - lebhaft. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht.


    Im Fokus steht Protagonistin Julia, mit der ich meine Probleme hatte. Sie ist zwar sympathisch, kommt aber immer wieder unreif und naiv rüber. Die Nebenfiguren sind teils interessant gezeichnet, teils recht klischeehaft.


    Positiv aufgefallen ist mir, dass die Liebe zwar viel Raum in der Geschichte einnimmt, aber auch andere Themen auftauchen. Zudem kommt auch der Humor nicht zu kurz. Jedoch konnte mich die Geschichte emotional weniger berühren als gehofft.


    Darüber hinaus ist die Handlung nicht durchweg fesselnd, da die Geschichte im Großen und Ganzen unterhaltsam, aber eben auch ziemlich vorhersehbar ist.


    Ich habe die Geschichte mit einem ungekürzten Hörbuch verfolgt. Sprecherin Sandra Voss macht dabei einen guten Job.


    Das Cover gefällt mir. Auch der Titel ist passend gewählt.


    Mein Fazit:

    „Ein Sommer auf Sylt“ von Lena Wolf ist ein heiterer Roman, der mich nicht in Gänze überzeugt hat, aber durchaus unterhalten kann.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: