Anja Jonuleit - Die fremde Tochter

Die fremde Tochter

3.9 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

Verlag: dtv

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783423217682

Termin: Neuerscheinung Mai 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: »Man hatte sie in Watte gepackt. Doch das war nun vorüber.« Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das geordnete Leben von Lin Berwanger, Erbin einer mächtigen Pariser Tee-Dynastie: Im Krankenbett lüftet ihre Mutter Émilie das Geheimnis um Lins Vater, Monsieur Cho – in ganz Paris bekannt als »die feinste Nase für Tee«. Jahrelang wohnte er nur wenige Meter von seiner Tochter entfernt, ohne es zu ahnen. Nun erfährt auch er die Wahrheit. Als Lin und Émilie spurlos verschwinden, stellt er tief getroffen Nachforschungen an. Und gerät – ebenso wie die beiden Frauen – in einen zerstörerischen Strudel aus Schuld, Hass und Rache.
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  • Inhaltsangabe:


    Paris 2014: Monsieur Cho lebt ein ruhiges und beschauliches Leben in der Stadt der Liebe, nachdem er jahrelang vergeblich versucht hat, seine Herzensdame, Emilie Berwanger, dort wieder zu finden. Monsieur Cho ist ein Meister des Tees und er konkurriert mit der Tee-Dynastie der Berwangers.


    Sein Leben gerät aus den Fugen, als eines Morgens eine junge Frau in sein Kontor tritt und zu ihm sagt, er sei ihr Vater. Lin Berwanger, Erbin der Dynastie, verschwindet dann von einem Moment auf den anderen. Die Mutter, Emilie, war bis vor kurzem noch schwer krank, doch auch diese ist plötzlich unauffindbar.


    Monsieur Cho macht sich auf die Suche nach seiner Familie und entdeckt dabei ein grausiges Familiengeheimnis.


    Mein Fazit:


    Anja Jonuleit schreibt wirklich sehr interessante Romane. Schon „Rabenfrauen“ hat mich sehr für sich eingenommen.


    Allerdings war der Anfang nicht ganz einfach. Die Zeiten wechselten sehr häufig, es waren nur kurze Abschnitte, wo man die jeweilige Hauptfigur ein wenig kennen lernen konnte. Bei Monsieur Cho blieb es bis zum Ende so, dass man ihn auch nach den vielen Zeilen nicht richtig einordnen konnte. Er war für mich emotional nicht richtig greifbar!


    Allerdings werden die Persönlichkeiten der Familie Berwanger schon gut beschrieben, gerade mit Emilie litt ich sehr, denn sie fühlte sich von ihrer Mutter bevormundet. Sie sollte in den Familienbetrieb mit einsteigen, allerdings schlug ihr Herz für die Kunst. Mit diesem Konflikt kam sie nur schwer zurecht und sie flüchtete sich in Drogen. Emilie wurde schließlich nach China abgeschoben, wo sie unter einfachen Verhältnissen wieder zu sich finden sollte. Und dort lernte sie Monsieur Cho kennen und lieben. Diese Verbindung, so weit weg von Heimat, hatte jedoch tragische Folgen bis in die Gegenwart.


    Wie schon erwähnt, war der Anfang nicht ganz einfach. Aber als ich mich dann damit arrangierte und reingefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte wissen, was passiert war, das Emilie und Lin fast zerstört hatte. Irgendwann hatte man eine Ahnung, aber die Gewissheit war eigentlich noch viel entsetzlicher. Die Erzählart mit den wechselnden Zeiten trieb sogar die Spannung voran, das muss man so sagen. Letztendlich bleiben auch am Ende keine Fragen offen.


    Für mich ganz klar ein fünf Sterne Buch mit einer deutlichen Empfehlung.

    LG, Elke :wink:

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