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Anna Simons - Seelentot

Seelentot

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 2 der

Verlag: Penguin Verlag,,

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783328104698

Termin: Neuerscheinung Oktober 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr neuer Fall: Eine Mauer aus Schweigen. In der JVA München-Wiesheim wird ein Inhaftierter erhängt aufgefunden. Alles deutet auf Selbstmord hin. Allein Gefängnisärztin Eva, die den Totenschein ausstellen soll, hat Zweifel: Der Mann stand kurz vor der Entlassung, warum sollte er sich gerade jetzt das Leben nehmen? Gemeinsam mit Hauptkommissar Lars Brüggemann beginnt sie zu ermitteln, doch bei den Angestellten der Haftanstalt stößt sie auf Schweigen. Als Eva einen Briefumschlag mit einem Trauerflor in ihrer Post vorfindet und nachts heimlich Dateien von ihrem Computer gelöscht werden, ist klar: Jemand versucht mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Und plötzlich kann Eva sogar Lars nicht mehr trauen ...
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  • Eva arbeitet erst seit Kurzem als Gefängnisärztin in der JVA München. Als dort ein Inhaftierter tot aufgefunden wird, erwarten alle von ihr, dass sie sofort den Totenschein ausstellt und den Tod als Suizid klassifiziert. Doch Eva hat Zweifel daran und holt mit Hauptkommissar Brüggemann die Kripo in Haus, wodurch sie sich weder bei der Gefängnisleitung noch bei den Wärtern beliebt macht. Das bekommt sie schnell zu spüren, als sie einen Trauerflor in ihrer Post findet und Dateien mit ihren Nachforschungen von ihrem Computer gelöscht werden. Auch Brüggemann ist der Meinung, dass Eva in unmittelbarer Gefahr schweben könne, aber noch gibt es keine Anhaltspunkte auf den Täter. Eins ist jedoch klar, Eva wird an dem Fall dranbleiben.


    Nach „Verborgen“ ist Seelentot der zweite Roman um die Gefängnisärztin Eva. Ich finde immer noch, dass es eine spannende Wahl für eine Protagonistin ist, da man selbst normalerweise keine Eindrücke von so einem Beruf erhält und man als Hauptfigur eine Person präsentiert bekommt, deren Berufsstand noch nicht als literarische Figur ausgelutscht ist.


    Anna Simons, alias Anna Schneider, ist es meiner Meinung nach gelungen, noch eine Schippe draufzulegen. Ich fand das Buch spannender als seinen Vorgänger und hatte lange Zeit keine Ahnung bezüglich tatsächlichen Tathergangs, evtl. Täter und Motiv. Obwohl vieles so lange im Unklarem blieb, ist die Aufklärung schlüssig und stimmig.


    Der Schreibstil ist angenehm und der Roman lasst sich gut lesen. Teilweise fand ich ihn noch etwas langatmig und manchmal nervte auch Evas Naivität á la „Ich sollte lieber den Kommissar anrufen … aber mache es aus diesen und jenen Gründen doch nicht“ etwas. Das musste natürlich so sein, um die Geschichte entsprechend entwickeln zu können, aber entspricht halt sehr diesen Szenen in Horrorfilmen, wo man den Figuren zurufen möchte „geh nicht alleine in den dunklen Wald“ oder „euch zu trennen ist keine gute Idee, lasst das lieber“.


    Fazit: Aufgrund des spannenden Falls und dass es der Autorin gelungen ist, mich lange im Dunkeln zu lassen, gebe ich trotz kleiner Kritikpunkte 4,5 Sterne. Da ich dem letzten Roman bereits 4 Sterne gegeben habe und mich die Fortsetzung definitiv mehr begeistern konnte, runde ich auf knappe 5 Sterne auf.


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