Pageturner! Der euch allerdings nicht gepackt hat?

  • :huhu:


    Ich lese das zur Zeit immer öfter und mir selbst ist es letztens auch mit untenstehendem Buch passiert. Man bezeichnet ein Buch als Pageturner, weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht. Kennt ihr das? Bei welchen Büchern erlebt ihr das? Ich selber verbinde mit dem Wort Pageturner ja auch ein gewisses Maß an Spannung. Wie geht es euch damit?



    Bei mir war es vor allem dieses Buch, bei dem mir das sehr aufgefallen ist. Ich habe weitergelesen, weitergesuchtet nach Seiten, es las sich flüssig. Aber am Ende fand ich das Buch gar nicht so toll. Die Geschichte zu hanebüchen und übertrieben.


    Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.

    Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...

    :study: Der Thron der Finsternis (Dämonenzyklus 4) - Peter V. Brett

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  • Aber am Ende fand ich das Buch gar nicht so toll. Die Geschichte zu hanebüchen und übertrieben.

    Typisch Arno Strobel fällt mir dazu spontan ein :wink:


    Hm, ich habe da jetzt gar nicht so recht ein Beispiel zu Deiner Frage :-k

    Obwohl doch. Dieses Buch las sich auch unglaublich gut und flott aber am Ende der Geschichte dachte ich, hm, ok. War nicht schlecht aber irgendwie fehlte so der letzte Kick. Irgendwie liess mich das Buch so unbefriedigt zurück. Es war gut, ich habe es auch mit 4 Sternen bewertet aber trotz Pageturner hat es mich jetzt nicht umgehauen.

    „Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

    (George Orwell in "Farm der Tiere")



  • Man bezeichnet ein Buch als Pageturner, weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht.

    Also das wäre für mich kein Pageturner - ich verbinde mit dem Begriff das Dahinfliegen einer Geschichte bei gleichzeitiger hoher Spannung und dem Abtauchen in die Geschichte. Ich muss mich vergessen in der Geschichte und das Buch verschlingen, erst dann ist es für mich ein Pageturner. :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Man bezeichnet ein Buch als Pageturner, weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht.

    Also das wäre für mich kein Pageturner - ich verbinde mit dem Begriff das Dahinfliegen einer Geschichte bei gleichzeitiger hoher Spannung und dem Abtauchen in die Geschichte. Ich muss mich vergessen in der Geschichte und das Buch verschlingen, erst dann ist es für mich ein Pageturner. :wink:

    Ja das ist ja eigentlich auch das, was ich unter dem Begriff verstehen würde, aber gerade bei dem Buch sind mir die Rezensionen auch aufgefallen, viele bezeichnen das Buch als solchen, trotz keiner grandiosen Bewertung. Deswegen dachte ich, ich greife das einfach mal auf, und schaue wie da die Meinungen / Erfahrungen sind :)

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  • pralaya Mit Pageturner verbinde ich eine Geschichte, in der ich versinke und nicht so schnell wieder auftauchen möchte. Ich bin von ihr gefesselt und da muß sie nicht mal im strengen Wortsinn spannend (Krimi, Thriller, Abenteuer usw.) sein. Auch eine Familiengeschichte kann packend erzählt werden.

    :study: David Morrell: Der Opiummörder

    :study: Leonhard Horowski: Das Europa der Könige



    Man sollte Gott nicht nach dieser Welt beurteilen, das war nur ein Versuch, der nicht gelungen ist, aber es muß ein Meister sein, der solche Schnitzer macht (Van Gogh, zitiert von Harald Lesch)

    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut! (Karl Valentin)

  • Dass und ob ein Buch ein Pageturner ist, entscheide ich inzwischen immer nur für mich selbst, und es ist ja immer subjektiv.

    Ich lasse mich nicht (mehr) von begeisterten Rezensionen beeinflussen und schon gar nicht von irgendwelchen Bestseller-Listen. Wie der Name sagt, sind das wohl Bücher, die sich gut verkaufen lassen, was noch lange kein Qualitätsmerkmal ist. Wenn ein Buch, das für mich ein Pageturner ist, mit dabei ist - schön.

    Zum Beispiel waren die Quendel-Bücher für mich absolute Pageturner, während Jessy1963 den 1. Band abgebrochen hat.

    Irrlicht und Hexe (7. Hexenregel: Unterschätze nie die Kraft des Wortes - es hat eine besondere Kraft, es kann befreien, anstoßen und verändern, aber auch verletzen und zerstören)

  • . Man bezeichnet ein Buch als Pageturner, weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht. Kennt ihr das?

    ich sehe das wie Squirrel und noch einige andere hier. Ein Pageturner ist ein Buch, dass mich komplett fesselt, bei dem mir egal ist, wieviel Zeit beim Lesen vergeht und wann der Wecker morgens klingelt, in das ich einfach nur versinken kann. Das, was du da beschreibst ist eher ein Abbruch-Kandidat oder ein Buch, das bei mir durchfällt. Ich lese nur noch quer, weil die Handlung mich nicht fesselt, ich aber trotzdem noch wissen will, wie es ausgeht.

    Gelesen in 2020: 2 - Gehört in 2020: 2 - SUB: 422


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Man bezeichnet ein Buch als Pageturner, weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht.

    Apropos, so ein Buch würde ich als Zeitvertreib bezeichnen. Es langweilt mich nicht, liest sich flott weg und ich kann es problemlos unterbrechen. Wie bei Zuckerwatte im Vergleich zur Prinzregententorte ist der Genuß ziemlich flüchtig. :wink:

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  • Ein Pageturner kann mich nicht enttäuschen, denn er ist ja ein Pageturner.

    Für mich.

    Und so nenne ich nur ein Buch, welches mich hat die Seiten "fressen" lassen voller Spannung und Interesse.

    Wenn er für andere ein Pageturner ist, heißt das aber nicht, dass er es auch für mich ist, oder eben umgekehrt.

    Von daher verlasse ich mich nicht auf sog. Pageturner und lese selbst und sehe dann, ob es auch für mich ein Pageturner ist.

    Von daher keine Enttäuschung, weil keine Erwartung.

    Liebe Grüße von Tanni


    :montag: Ich lese gerade:



    2020 gelesen: 10

    Januar = 07 | Februar = 03

    2019 gelesen: 50

  • Hmmm, ich hoffe mal, ich kann Dir folgen. Also, Bücher, die eigentlich spannend geschrieben sind, vielleicht sogar eine gute Geschichte erzählen, die man flüssig lesen kann, aber einen letztendlich einfach nicht packen und keinen wirklichen Eindruck hinterlassen? Ja, Arno Strobel würde durchaus in diese Kategorie passen. Obwohl ich von ihm mit "Der Trakt" auch schon ein sehr gutes Buch gelesen habe.


    "AchtNacht" von Sebastian Fitzek könnte auch passen. "Das Geschenk" ist nun das erste Buch von ihm, das ich nicht vorhabe, mir zu holen weil ich einfach denke, was Fitzek zu sagen hatte, ist bereits gesagt. Zunächst hat ein paar wirklich tolle Bücher veröffentlicht, aber mittlerweile hat sich ein Sättigungseffekt bei ihm eingestellt und ich denk mir: Nochmals 10 ähnlich verschwurbelte Psychothriller mit immer unmöglicheren und abstruseren Wendungen? Nö, muss nicht sein.


    Im Horrorbereich würde mir Richard Laymon einfallen. Den finde ich sehr überbewertet und da gibt's massenhaft talentiertere Schriftsteller, die Bücher veröffentlichen, die in eine ähnliche Kerbe schlagen. Die Geschichten an sich sind meistens schon spannend geschrieben, es passiert auch andauernd etwas und es ist viel Bewegung drin, aber ich hab sie auch schnell wieder vergessen.

    :study: Neil Gaiman - Sandman 6: Fabeln & Reflexionen

    :study: 2020 gelesen: 12 :study: SUB: 316

  • Pageturner sind für mich Bücher, bei denen ich die Welt um mich herum vergesse, mich festlese und am Ende des Tages wundere, wo denn dieser geblieben ist. Bücher, die mich in ihre Welt eintauchen lassen und bei denen schnell aus einer halben Stunde ein halber Lesetag wird. Spannend, faszinierend, bewegend, muss solch ein Buch für mich sein. Was du beschreibst, sind Bücher mit Sogwirkung, ja, aber der letzte Pfiff, den ich dann als Pageturner bezeichnen würde, fehlt mir da.

    Ein echter Pageturner ist und bleibt für mich Harry Potter. Ich weiß nicht mehr, welcher Teil genau, aber ich habe die Bücher immer zum Geburtstag bekommen. Einen Monat vorher kamen die meist heraus und so musste ich mich immer gedulden, mich bloß nicht spoilern lassen und das erste Geschenk, was ich dann auspackte, war der neue Band. Die anderen Geschenke waren da sofort uninteressant. Buch geschnappt, es war ein Wochenende, Freitagabend. Meine Eltern haben mich bis Sonntagmittag nicht mehr gesehen. Ich war im Kinderzimmer und habe gelesen. Habe mich festgelesen. Dann hatte ich das Buch beendet und konnte mich in Ruhe meinen anderen Geschenken widmen.


    Andere Situation, "Adressat unbekannt", von C. Kressmann-Taylor. Ein anderes Beispiel, was ich immer wieder gerne aufführe. Diese kleine Novelle hat nicht einmal siebzig Seiten, man liest sich jedoch so fest, dass man die Welt um sich herum vergisst und schon ist die Geschichte zu Ende. Merkmal ist für mich auch, dass man nach dem Lesen noch eine Weile mit den Gedanken bei der Geschichte ist, noch nicht loslassen kann. Dann sind es für mich Pageturner.

  • pralaya , meinst Du eine Lesesituation, wie ich sie hier beschrieben habe? Die Reihe fiel mir als erstes ein, als ich die Fredüberschrift las. :)

    Ganz genau das meine ich :thumleft:

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  • Adressat unbekannt

    Harry Potter

    Das sind Beispiele für Pageturner, die packen, die gut geschrieben sind und von denen man nach dem Lesen noch zehrt und die im Gedächtnis bleiben.

    Hier sind, denke ich, die anderen gemeint, die Bücher, die man fieberhaft liest, die aber ohne Nachwirkungen bleiben, eine Art Ex-und-Hopp-Lektüre. :-s

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Hmmm, ich hoffe mal, ich kann Dir folgen. Also, Bücher, die eigentlich spannend geschrieben sind, vielleicht sogar eine gute Geschichte erzählen, die man flüssig lesen kann, aber einen letztendlich einfach nicht packen und keinen wirklichen Eindruck hinterlassen? Ja, Arno Strobel würde durchaus in diese Kategorie passen.

    So gehen die Geschmäcker auseinander.

    Die Bücher, die ich bisher von Arno Strobel gelesen habe, fand ich allesamt recht schnarchig. Weder spannend, noch mit einer guten Geschichte. :uups::sleep:



    Pageturner sind für mich Bücher, bei denen ich die Welt um mich herum vergesse, mich festlese und am Ende des Tages wundere, wo denn dieser geblieben ist.

    Ganz genau das ist auch für mich die Definition eines Pageturners - und anders, als Bücherjägerin schrieb, sind das für mich eben auch genau die Bücher, die hinterher noch lange im Gedächtnis bleiben.


    Um es mal anders auszudrücken:

    Einen, für mich, perfekten Pageturner erkennt man an meiner Bewertung. Das sind nämlich die wenigen fünf-Sterne-Bücher in meinem Regal. :wink:

    Ich :study: gerade: Cotton Malone 01 ~ Alpha et Omega von Steve Berry

  • Hiyanha Ja, ich kann auch nicht verstehen, wie man Bücher, die sich so ( "....weil die Seiten nur so dahinfliegen.... aber richtig fesseln kann die Geschichte nicht.") lesen als Pageturner bezeichnen kann. Wie schon erwähnt, das ist netter Zeitvertreib, aber Lektüre, die einen die Welt vergessen läßt, sieht anders aus. Wobei mir einige Bücher lange Gedächtnis geblieben sind, ohne daß sie mich verschluckt und später wieder ausgespuckt haben. Zugegebenermaßen waren das aber eher Sachbücher. :wink:

    :study: David Morrell: Der Opiummörder

    :study: Leonhard Horowski: Das Europa der Könige



    Man sollte Gott nicht nach dieser Welt beurteilen, das war nur ein Versuch, der nicht gelungen ist, aber es muß ein Meister sein, der solche Schnitzer macht (Van Gogh, zitiert von Harald Lesch)

    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut! (Karl Valentin)

  • Jessy1963 Du hast ein gutes Beispiel für ein derartiges Buch geliefert. Wir anderen haben uns erst mal an der Bezeichnung "Pageturner" gerieben, obwohl wir alle solche gut zu lesenden und schnell vergessenen Bücher kennen.

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    Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich nicht getraut! (Karl Valentin)

  • Ich hatte wohl die Fragestellung irgendwie falsch verstanden. :pale:

    Denk ich nicht, du hast doch pralayas Gedanken mit deinem Beispiel genau bestätigt, genau wie Marie. :wink: Für mich bleibt nur die Überlegung, ob es für Dich ein Pageturner bleibt, auch wenn Du unbefriedigt zurückbleibst nach dem Lesen, oder ob du nachträglich sagen würdest „nein, zum Pageturner fehlt dieser tiefe Eindruck, der noch lange nachhallt“?

    viele Grüße vom Squirrel

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  • Mir ging es garde so mit Say You're Sorry (Sacramento Series, The, Band 1) von Karen Rose, dem ersten Teil einer neuen Serie. Ich hatte mich so gefreut, bei der bekannten Autorin neu einsteigen zu können und das Buch kam mit Empfehlungen und guten Rezensionen in meinen SUB. Aber es hat mich gar nicht fesseln können! Die Autorin ist mir zu langatmig und das ganze zu langweilig. Immer wieder wird alles von vorne erzählt und durchgekaut und immer nur ein winziges Stück neue Info zugefügt und dann wird der jeweilige schreckliche Hintergurnd/das Ereignis noch mal erzählt und wieder nur eine winziges Stück neue Info zugefügt usw. Und man wird so absichtlich auf ewig von der klaren Dartsellung der Hintergründe weggehalten. Dann habe ich angefangen querzulesen und habe dann bei ca. 150 Seiten endgültig abgebrochen. Sehr schade!