May B. Aweley - Puppenbraut

  • Kurzmeinung

    ginnykatze
    „In ihrem Kopf schwirrten Gedanken wie kleine, lästige Insekten..“

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  • „In ihrem Kopf schwirrten Gedanken wie kleine, lästige Insekten..“


    Die elfjährige Zoey Andrews, die mit ihrer Freundin im nahegelegenen Boerum Park unterwegs ist, ahnt nicht, wer sich im Gebüsch versteckt hat. Nichts deutet darauf hin, dass hier etwas Furchtbares passieren soll. Aber am Nachmittag dann ist Zoey verschwunden. Sie wurde entführt. Alle Spuren deuten darauf hin, dass dieser Entführungsfall mit zwei anderen zusammenhängt. Auch hier wurden junge Mädchen entführt und später dann tot aufgefunden.


    Der Entführer hat einen perfiden Plan. Er weiß genau, wie er die jungen Mädels überrumpeln kann. Er versucht ihnen zu vermitteln, dass er die Eltern wieder zusammenbringen wird; denn alle Mädels haben eins gemeinsam: Ihre Eltern wollen sich trennen oder sind schon getrennt.


    Nun ist Gefahr in Verzug, will man doch nicht noch ein totes Mädel im Park finden. Mit der Betreuung der hilflosen Eltern wird die Psychologin Raffaella Bertani beauftragt, die mit dem New York City Department eng zusammenarbeitet. Die Eltern sind völlig fertig und wollen sofort an die Presse gehen, um den Kidnapper zu kontaktieren. Hier kann nur eine helfen, nämlich die Ehefrau von Raffaella Doreen. Sie ist sehr feinfühlig und sicher in der Lage, mit den am Boden zerstörten Eltern zu sprechen und dann einen Artikel über die Entführung zu veröffentlichen.


    Im Park aber gibt es keine Zeugen und die Polizei tappt weiterhin völlig im Dunkeln. Auch die Bemühungen von Raffaella und Doreen führen nicht zum gewünschten Ergebnis.

    Als Doreen dann Flugblätter verteilt, ahnt sie nicht, in welche Gefahr sie sich dabei begibt.


    Fazit:


    Der Autorin May B. Aweley gelingt es von Anfang an, mich mit in die Düsternis und das Gefängnis der kleinen Zoey zu nehmen. Sicher ist mancher Satz etwas holprig verfasst, was aber das Gesamtbild jetzt nicht in die Tiefe zieht.


    Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und auch der Spannungsbogen, der von Anfang an spürbar ist, hält das ganze Buch über.


    Die Charaktere werden sehr gut beschrieben. Mir gefiel das Ehepaar Bertani gut, wie sie mit ihrer Tochter umgehen und auch miteinander. Toll fand ich auch Ivy, die jederzeit verfügbar war, egal ob sie gerade mit ihren Freunden unterwegs war. Sie kam sofort und passte auf Cassy auf, eine Jugendliche, die nicht nur an sich denkt, sondern auch Verantwortung übernimmt.


    Vor Spannung knistert dieser Thriller nicht, mir hat er aber ausnahmslos gut gefallen, so dass ich hier gerne eine Leseempfehlung vergebe. 4 Sterne für eine interessante Geschichte, die man sicher noch etwas ausführlicher an der einen oder anderen Stelle hätte schreiben können. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

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