Gerd Schilddorfer - Falsch

  • Buchdetails

    Titel: Falsch


    Band 1 der

    Verlag: Bastei-Lübbe

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 720

    ISBN: 9783404177318

    Termin: September 2018

  • Bewertung

    4.8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Falsch"

    Ein blutiger Überfall im kolumbianischen Dschungel. Drei codierte Botschaften, von Brieftauben in die Welt getragen. Ein Vermögen für die Entschlüsselung der Nachrichten ... Der Abenteurer und Pilot John Finch macht sich in Begleitung der attraktiven Fiona Klausner und einer durch das Schicksal zusammengeschweißten Truppe auf die Jagd nach den Botschaften und auf den Weg nach Europa, um ein spektakuläres Geheimnis aus der Nazizeit zu ergründen. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen übermächtige Gegner.
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  • "Man steigt nicht aus, man wird hinausgetragen"

    Als im kolumbianischen Dschungel ein alter Mann überfallen wird, ahnt Niemand, dass dieser alte Kauz sich genau auf diese Situation sein ganzes langes Leben lang vorbereitet hat. Kurz vor seinem nahenden Ende lässt er drei Tauben mit jeweils einer Botschaft frei. Der einzige Reichtum wie es scheint, aber nichts ist so, wie es zu sein scheint.

    Die Tauben sind darauf trainiert, genau an die richtigen Orte zu fliegen und ihre Post sicher abzuliefern. Denn der alte Mann hatte drei Freunde und genau diese warten auf die doch schon lange und geheime Information. Leider sind zwei Freunde im Laufe der Zeit schon verstorben, ohne auch nur einen Nachkommen zu hinterlassen. Der Dritte weiß sofort was zu tun ist, als die Taube bei ihm eintrifft. Er engagiert den Piloten John Finch und beauftragt ihn, die alten Freunde zu finden und zu ihm zu bringen. Das gelingt Finch mehr oder weniger auch recht gut. Er bringt die verschlüsselten Botschaften samt der dazugehörigen Überlebenden zu seinem Auftraggeber und zusammen nun soll das Rätsel gelöst werden.

    Außerdem reisen wir in die Vergangenheit ins Jahr 1917 nach Russland und lernen den Juwelier Kronstein kennen.

    Immer wieder wandern wir nun zwischen den verschiedenen Jahren hin und her und ganz langsam ergibt sich aus jedem noch so kleinen Teilchen ein Stück vom Ganzen.

    Mehr werde ich hier jetzt aber nicht verraten, denn das Buch kann man nicht in ein paar Zeilen zusammenfassen und das möchte ich auch nicht. Lest selbst und lasst Euch in die Tiefen der Kriegswirren, Geldfälscher und Diamantenschürfungen ziehen.

    Fazit:

    Dem Autoren Gerd Schilddorfer ist es hier auf knapp 700 Seiten gelungen, einen hochspannenden, interessanten und gut recherchierten Krimi zu schreiben, den man fast nicht mehr aus der Hand legen kann. Immer wieder lockt er den Leser auf falsche Fährten und wenn man glaubt, ja jetzt ist klar was los ist, ist man wieder in einer Sackgasse gelandet und pustet heiße Luft aus den Backen. Mir ging es immer wieder so.


    Die vielen unterschiedlichen Charaktere beschreibt er intensiv, lebendig und interessant. Ich konnte mir jederzeit ein Bild zu jedem Einzelnen machen. Auch die vielen verschiedenen Orte, Länder und Jahreszeiten haben mich nicht irritiert, weil über jedem Kapitel eine genaue Angabe hierzu war. Das war wirklich überaus hilfreich und auch erforderlich; denn wir wanderten schon ordentlich zwischen den Jahrzehnten hin und her.

    Der am Anfang aufgebaute hohe Spannungsbogen hielt über das ganze Buch hin, was bei der Länge sicher nicht einfach war, dem Autoren aber absolut glanzvoll und auch ohne viel Blutvergießen gelang. Die Rätsel, die immer wieder ins Spiel kamen waren verzwickt und schwer lösbar, aber nicht unüberwindbar. Die vielen verschieden Fäden werden am Schluss zu einem ganzen Knäuel zusammengeführt.

    Im Epilog des Buches wurde noch eine Zusammenfassung gemacht, was aus jedem Protagonisten nach der Auflösung der drei Rätsel geworden ist, das fand ich wirklich toll und hat das Buch für mich so richtig gut abgeschlossen.

    Hier kommen von mir fünf überfette Sterne und eine absolute Leseempfehlung. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

    Antoine de Saint-Exupéry. Aus: Der kleine Prinz

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