Maria Adolfsson - Tiefer Fall / Stormvarning

  • Kurzmeinung

    Bartie
    Fesselnd, lebhafte Charaktere, sehr dramatisch zum Schluss
  • Kurzmeinung

    hennie
    abwechslungsreicher Plot mit sehr gut ausgearbeiteten Figuren

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  • Gelungene Fortsetzung


    Nach den Geschehnissen des letzten Falles leidet Karen Eiken Hornby noch immer an den Nachwirkungen und ist krankgeschrieben. Doch als ihr Chef sie an Weihnachten auf einen Fall ansetzt, nimmt sie diesen Auftrag dankend an. Nach dem zweiten Mord beschleicht sie das Gefühl, dass ihre eigene Familie etwas damit zu tun haben könnte. Auch in ihrem Freundeskreis gibt es allerhand Probleme und Karen muss versuchen, das alles unter einen Hut zu bringen.


    Das Cover finde ich schön, es passt gut zum Schwedenkrimi. Leider finde ich es sehr schade, dass die zwei neuen Bände anders aussehen als der erste, ich verstehe nicht, warum man das Doggerland jetzt plötzlich kleiner machen musste und den Buchtitel groß. :D Die Karte im hinteren Buchdeckel hilft einem gut bei der Orientierung.


    Der Schreibstil ist wie beim ersten Teil angenehm und das Buch lässt sich flüssig lesen. Die Charaktere haben sich glaubwürdig weiterentwickelt und Karen und ihre Freunde sind weiterhin sympathisch. Man erfährt mehr vom Privatleben der Clique, darunter auch Grausiges. Das Zusammenspiel von Kriminalfall und Privatproblemen hat mir gut gefallen, der Fall stand jedoch immer im Vordergrund. Ich wusste bis zuletzt nicht, wer der Mörder ist, es war spannend bis zum Schluss!


    Ich freue mich schon auf den dritten Band und gebe 5 Sterne.

  • Ausgerechnet zu Weihnachten wird auf Noorö ein Toter gefunden. Obwohl es wie ein Unfall aussieht, deutet doch einiges auf Mord hin. Karen Eiken Hornby ist froh, dem Weihnachtsgeschehen entrinnen zu können, und stürzt sich daher in die Ermittlungen. Denn geschieht ein weiterer Mord und einiges deutet darauf hin, dass der Fall etwas mit Karens Familie zu tun hat.

    Tiefer Fall ist der zweite Band einer Reihe, die auf der fiktive Inselgruppe Doggerland in der Nordsee spielt.

    Der Schreibstil ist sehr detailliert, aber angenehm zu lesen. Die Atmosphäre ist etwas düster, wie man es von vielen Skandinavien-Krimis kennt.

    Die Charaktere sind gut und authentisch dargestellt. Karins ist eine interessante Person mit Ecken und Kanten, die mir trotzdem sympathisch ist. Sie ist eine gute Polizistin. Auch in diesem Band erfahren wir einiges aus ihrem Privatleben. Eigentlich war sie noch krankgeschrieben, aber als ihr Chef Jounas Smeed ihr den Fall anträgt, nimmt sie gerne an. Doch sie hätte wahrscheinlich nicht gedacht, dass ihr die Sache so nahekommt. Karens Freundin Aylin hat es auch nicht leicht, denn ihr Mann ist sehr gewalttätig.

    Auch wenn es nicht rasend spannend zugeht, hat mir dieser Krimi gut gefallen. Man kann die Ermittlerin gut bei ihrer Polizeiarbeit begleiten.

    Ein spannender und atmosphärischer Krimi mit interessanten Charakteren; allerdings fand ich ihn etwas schwächer als den Vorgänger.

  • Weihnachten auf Noorö

    Wie schon der erste Fall der Reihe, spielt „Tiefer Fall“ auf der fiktiven Inselgruppe Doggerland zwischen Großbritannien und Norwegen.

    Die Ermittlerin Karen Eiken Hornby ist eigentlich wegen einer Knieverletzung noch krankgeschrieben, doch geht ihr der weihnachtliche Trubel in ihrem Haus mittlerweile so auf den Geist, dass sie dankbar einen Fall übernimmt.

    Auf der nördlichsten Insel der Doggerlandgruppe, Noorö, ist ein alter Mann einen Abhang hinuntergestürzt und gestorben. Zunächst sieht es nach einem Unfall aus, doch bald ist klar, dass es Mord war. Karen, die die Insel Noorö aus ihrer Kindheit kennt und dort auch noch Familie hat, befragt zunächst Freunde und Verwandten des Toten und erhält Hintergrundwissen zum Umfeld des Toten und den Verhältnissen auf Noorö. Dieser Teil zieht sich ziemlich in die Länge, zumal unzählige Namen genannt werden und es ziemlich schwierig ist, sich die ganzen Verwandtschaftsbeziehungen zu merken. Hier wäre ein Personenverzeichnis äußerst hilfreich gewesen.

    Auch der Enkel des Getöteten gerät ins Visier der Ermittler, doch dann wird er mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden...

    Der erste Band der Reihe hat mich begeistert, deshalb hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. Leider ist es jedoch nicht so spannend wie Band eins. Auch die witzigen Dialoge und fiktiven Bräuche und Besonderheiten Doggerlands kamen dieses Mal zu kurz. Der Mittelteil zieht sich wirklich sehr in die Länge, am spannendsten ist ein Handlungsstrang, in dem es um häusliche Gewalt geht, der aber mit den Mordermittlungen überhaupt nichts zu tun hat.

    Gegen Ende kommt wieder Schwung in die Handlung, das Ende war spannend und überraschend. Mein Fazit: Nicht ganz so gut wie „Fehltritt“, aber den im September erscheinenden 3. Band „Fester Grund“ werde ich wohl ebenfalls lesen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Kriminalinspektorin Karen Eiken Hornby wird aus ihrem Krankenstand und den Weihnachtsfeierlichkeiten geholt, um den Tod eines Mannes auf der nördlichen Insel Noorö zu untersuchen. Bald wird festgestellt, das es sich bei dem Toten um ein Mordopfer handelt. Gemeinsam mit einem örtlichen Ermittler begibt Karen sich auf die Mördersuche. Dabei gerät auch ihre ortsansässige Familie in den Fokus der Ermittlungen. Parallel hat Karen aber auch noch private Probleme, die es zu lösen gilt.


    Dies ist der zweite Kriminalfall im fiktiven Doggerland und mit Karen Eiken Hornby. Maria Adolfsson hat hier eine Figur geschaffen, die einfach herrlich normal erscheint. Nicht mehr ganz jung, mit einer Vergangenheit, die ihr immer noch das Herz verschnürt. Aber sie hat auch viele Freunde, auf die sie sich verlassen kann und die sich auf sie verlassen.


    "Tiefer Fall" ist eine Geschichte, bei der es sich tatsächlich um ein Familiendrama handelt. Sehr flüssig geschrieben und damit auch gut zu lesen. Ein Krimi, der mal ohne psychologische Finten und actionreichem Geballere auskommt. Spannung wird hier auf andere Weise erzeugt. Den ersten Doggerland-Krimi kenne ich nicht, aufgrund dieses Buches werde ich mir den aber noch zulegen. Ich kann "Tiefer Fall" nur empfehlen!

  • Inhalt:
    Auf Noorö, der nördlichen Insel von Doggerland wird am Ufer eines Sees eine Leiche gefunden. Karen Eiken Hornby, Ermittlerin bei der Polizei in Doggerland, wir von ihrem Chef gebeten die Ermittlungen zu übernehmen. Eigentlich ist Karen noch krankgeschrieben, aber aufgrund er knappen Polizeidecke aufgrund von Krankheit und Urlaub über Weihnachten, wird sie von ihrem Chef gebeten die Ermittlungen zu übernehmen. Schon nach kurzer Zeit taucht ein zweiter Toter auf.

    Meine Meinung:

    Ich habe den 1. Teil aus dieser Reihe nicht gelesen, hatte aber einige recht positive Kritiken zu diesem Buch gelesen. Mich hatte zunächst etwas irritiert, dass es sich bei diesem Doggerland um ein Phantasieland handelt, dass auf unseren Landkarten nicht zu finden ist. Aber außer diesem Umstand, handelt es sich um ein „normales“ Land in unserer Zeit und die Ereignisse, aus diesem Krimi könnten sich auch an jedem anderen Ort der Welt ereignen.

    Die Handlung ist spannend und von solider Ermittlungsarbeit geprägt. Schritt für Schritt kommt Karen zusammen mit den Polizisten vor Ort, der Lösung des Falls näher. Aber nicht nur die Ermittlungen nehmen einen breiten Raum in der Handlung ein, auch Karens Privatleben spielt eine wichtige Rolle. Das ist sicherlich Geschmackssache, aber ich mag es in Krimis, wenn man den Ermittler auch als Menschen kennenlernt. Karen wird ganz schon zwischen den Ermittlung und den Problemen ihrer Freunde hin und her gerissen.

    Die Auflösung hat sich etwas überrascht, wurde aber gut hergeleitet und für sich logisch in die Handlung ein.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und besonders die Mischung aus Ermittlungsarbeit und Karens Privatleben ist sehr gelungen.

    Dieses Buch lohnt sich.

  • Mord zwischen den Jahren


    Doggerland – Tiefer Fall, Kriminalroman von Maria Adolfsson, 416 Seiten, erschienen im List-Verlag.


    Karen Eiken Hornby ermittelt wieder, ihr zweiter Fall.


    Obwohl Karen von den schweren Verletzungen ihres vorangegangenen Falls noch nicht ganz genesen ist, kann ihr Chef Jounas Smeed sie überreden, vorzeitig wieder den Dienst anzutreten. Auf der Insel Noorö wurde eine Leiche entdeckt und die Belegschaft der Dogger-Polizei ist entweder krank oder im Urlaub. Doch das kommt Karen gerade recht, denn viel zu viele Freunde, Verwandte und Bekannte bevölkern ihr Haus und kommen ihr zu nahe. Fredrik Stuub ein pensionierter Hochschullehrer wurde ermordet. Lange tappt die Polizei im Dunkeln, als ein weiterer Toter mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden wird, beginnen die Mühlen zu mahlen, mit kriminalistischer Finesse und ordentlichem Mut beginnt die Kommissarin den Fall zu lösen, trotz Verwicklungen mit der auf Noorö ansässigen Verwandtschaft. Plötzlich gerät Karen selbst in Gefahr.
    86 Kapitel in angenehmer Leselänge erwarten den Leser, der Plot teilt sich in Hauptstrang und Nebenstrang, die Autorin bedient sich der auktorialen Erzählweise, zu jeder Zeit ist deshalb der Überblick über die Geschehnisse möglich. Die Protagonistin war mir äußerst sympathisch, eine starke Frau, mit trauriger Vergangenheit, die sich nicht unterkriegen lässt, eine blitzgescheite Ermittlerin, die sich wenn nötig durchzusetzen weiß. Da ich das Vorgängerbuch gelesen habe, gab es auch ein Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren aus dem 1. Teil, besonders die Freunde der Ermittlerin waren wieder mit von der Partie, es ist interessant weiterzulesen wie sich das Privatleben und die Entwicklung dieser Charaktere weiterspinnt. Doggerland ein fiktives Land in der Nordsee, so rau wie die Menschen die darauf leben, das ist dieser Geschichte unbedingt anzumerken und macht die Figuren ganz besonders interessant.
    Die Story kam etwas langsam in Fahrt. Gemächlich beginnen die Ermittlungen, doch der Spannungsbogen der flach beginnt, da habe ich den Überblick über die beteiligten Figuren etwas verloren, steigt ab der Hälfte gewaltig an. Weniger Polizisten, Freunde Verwandte und Verdächtige wären genug gewesen. Doch spätestens nach der 2. Leiche habe ich es nicht mehr geschafft, das Buch aus der Hand zu legen, ohne darüber nachzugrübeln. Ungeahnte Wendungen, Fäden die ins Leere laufen und dazu die Klemme, in die die Hauptfigur durch ihre verwandtschaftlichen Beziehungen gerät, haben mich wunderbar unterhalten. Die letzten 100 Seiten habe ich ohne Unterbrechung lesen müssen, da konnte ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Das Ende konnte mich wirklich überraschen. Noch mehr, hat mich der Nebenstrang fasziniert, in dem es sich um häusliche Gewalt dreht. Immer wieder habe ich nach den Kapiteln gefiebert, die diesen Erzählstrang fortsetzen, die zum Teil unerträglich spannend waren. Immer wieder hatte ich die handelnden Figuren und die Landschaft vor Augen, das hat die Autorin durch ihren fesselnden und bildhaften Schreibstil geschafft, dass ich manchmal wirklich vergessen habe, dass es Doggerland gar nicht ( mehr ) gibt.
    Unbedingt will ich natürlich jetzt wissen wie das Leben der Hauptfigur, ihrer Kollegen und ihrer Freunde weitergeht. Auf die Figur von Jounas Smeed, Karens arroganten Chef könnte ich allerdings verzichten. Deshalb freue ich mich schon auf den 3. Teil der Doggerland-Reihe „Fester Grund“ was aber noch bis Dezember 2020 dauern wird. Diesen Band kann man sehr gut als Einzelband genießen, denn das nötige Vorwissen ist gut in der Geschichte integriert, ist aber schöner die Bände der Reihe nach weg zu lesen.
    Von mir 4 Sterne von 5 möglichen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Mörderisches Weihnachten !

    Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

    Es ist Weihnachten, als ein Toter auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, gefunden wird. Karen Eiken Hornby stürzt sich in die Ermittlungen - erleichtert, auf Weihnachten verzichten zu können. Ein weiterer Mord zeigt eine Verbindung zu einer örtlichen Whiskydestillerie, aber am meisten beunruhigt Karen, dass ihre eigene Familie in den Fall verwickelt zu sein scheinen. Der Fall wird mehr und mehr zu einem Balanceakt zwischen Karens Privatleben und ihrer Rolle als Polizistin.

    Autor (Quelle: Umschlag)

    Maria Adolfsson wurde in Stockholm geboren und ist dort auch aufgewachsen. Viele Jahre hat sie als Pressesprecherin für verschiedene Unternehmen gearbeitet. DOGGERLAND ist ihre Krimiserie um Kommissarin Karen Eiken Hornby, die auf der fiktiven Inselgruppe Doggerland spielt.


    Inhalt

    s. Kurzbeschreibung

    Daten zum Buch

    Verlag: List Hardcover

    ISBN: 3471351833

    Preis broschiertes Buch: 15,00 Euro

    Preis Kindle: 12,99 Euro

    Beurteilung

    Zunächst zum Cover: Es gefällt mir sehr gut; sehr stimmungsvoll. Ein leeres Boot in einer einsamen Gegend. Also passend zu einem skandinavischen Thriller.
    Den ersten Band der Doggerland-Reihe habe ich nicht gelesen (werde dies aber auf jeden Fall nachholen). Dennoch kann man diesen Band lesen, da die Vorgeschichte immer einbezogen wird.
    Ich liebe skandinavische Kriminalromane und wurde auch diesmal nicht enttäuscht.

    Besonders interessant fand ich, dass die Autorin eine fiktive Inselgruppe -Doggerland- erfunden hat.

    Der Roman ist eine Mischung aus skandinavischem und englischem Kriminalroman. Nicht nur die Ermittlerarbeit sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen stehen im Mittelpunkt der Geschichte.

    Die Autorin schreibt sehr flüssig, leicht und gut verständlich. Von der ersten Seite bis zum überraschenden Ende wird Spannung aufgebaut.

    Fazit :
    Ein spannender Kriminalroman und daher von mir eine klare Leseempfehlung. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ich habe bereits den Auftakt der Reihe um Kommissarin Karen Eiken Hornby gelesen und war so begeistert, dass ich dem zweiten Band entgegengefiebert habe. Und ich wurde nicht enttäuscht...


    Als ein Toter auf der nördlichsten Insel Doggerlands gefunden wird, macht sich die eigentlich krankgeschriebene Kommissarin bereitwillig auf, um dem Weihnachtstrubel bei ihr zuhause zu entfliehen. Und als dann auch noch ein weiterer Mord in einer Whiskey-Destillerie Hinweise auf eine Beziehung zu ihrer eigenen Familie aufwirft, ist das Weihnachtschaos perfekt...


    Erneut gelingt es Maria Adolfsson die rein fiktiven Handlungsorte wieder so zu beschreiben, dass sie dem Leser bildhaft vor Augen treten. Dasselbe gilt für die geschilderten Figuren und die Handlung selbst, die ebenso atmosphärisch ist wie in Band eins. Auch die Ermittlungsarbeit und -Ergebnisse waren wieder realistisch beschrieben und wirkten authentisch.


    Was mir auch wieder gut gefallen hat, war der flüssige Schreibstil und die unerwarteten Wendungen, was die Seiten regelrecht dahinfliegen ließ.


    Daumen hoch für einen tollen Thriller mit einer interessanten Hauptfigur und toller Sprache.

  • Das hat sich
    Karen Eiken Hornsby anders vorgestellt, aber sie ist ganz froh wieder im Dienst
    zu sein, nach ihrer Verletzung. Ein Mord auf Noorö und für Karen ist es eine
    Reise zurück in ihre Kindheit. Der Tote ist ein ehemaliger Lehrer, der von
    einer Klippe abgestürzt ist. Doch schnell stellt sich heraus das er ermordet
    wurde. Doch Karen muss erst einmal sich mit ihrer Familie auseinandersetzen.
    Nach Jahren ohne Kontakt trifft sie auf die Verwandtschaft, wobei Odd, ein
    Cousin, Mitglied einer Rocker Gang, zu den Verdächtigen gehört. Zu Sylvester
    geht es kurz wieder heim, wo sich ein Drama häuslicher Gewalt, um Aylin und Bo
    Ramnes, abspielt. Doch gerade jetzt wird ein weiterer Toter gefunden, ein
    Verwandter des ersten Toten. Der Fundort ist die Whiskybrennerei von Noorö, die
    gerade eine Erweiterung und eine große Investition plant. Wie dieses alles
    zusammenpasst und wer jetzt der Mörder ist, da muss Karen noch tief bohren auf
    der Insel Noorö und gleichzeitig zieht ein schwerer Sturm auf, der ihr
    vielleicht den Täter vor die Füße weht.

    Dieser Krimi
    von Maria Adolfsson, ein weiterer Fall für die Kripo Doggerland, ist wieder ein
    sehr gelungener Krimi. Spannend und sehr unterhaltsam, mit interessanten und
    aktuellen Themen, wie häusliche Gewalt, gespickt. Absolut lesenswert.

  • MORDERMITTLUNG ZWISCHEN WEIHNACHTEN UND DREIKÖNIGSTAG


    „Doggerland - Tiefer Fall“ ist der zweite Band zu einer Krimi-Trilogie von Maria Adolfsson.


    Karen Eiken Hornby ist noch nicht vollständig genesen, als sie von ihrem Chef gebeten wird, die Ermittlungen eines Todesfalls auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, aufzunehmen. Obwohl Weihnachten ist, begibt sie sich umgehend dorthin, stürzt sich in die Arbeit. Bald stellt sich heraus, dass der Tote, ein pensionierter Hochschullehrer, ermordet wurde. Mitten in den Untersuchungen passiert ein weiterer Mord in der Nähe einer Whiskybrennerei. Karen steht vor großen Herausforderungen. Auf dieser Insel lebt ein Teil ihrer Familie. Sie schwelgt in Kindheitserinnerungen und gleichzeitig muss sie zur Kenntnis nehmen, dass gewisse Verwicklungen bestehen...


    Im Verlaufe der 415 Textseiten mit 86 Kapiteln, dem Pro- und Epilog wurde ich solide in einem angenehmen Erzählstil unterhalten. Wie schon im vorigen Band ist die gründliche Charakterzeichnung der Personen der Autorin sehr wichtig. Die Charaktere sind ausgefeilt bis hin zu den Nebenfiguren. Der Autorin sind ebenfalls die Lebensumstände der Menschen sehr wichtig. Deshalb erfährt der Leser eine Menge von Karens Umfeld, ihren Befindlichkeiten, ihrer Haltung zu anderen Personen. Das nimmt einen breiten Raum ein und wird ausführlich erzählt. Die Morde erscheinen aus diesem Aspekt gesehen beinahe wie Nebensache. Aus diesem Grunde ist das Buch für mich weniger ein Krimi als ein Spannungsroman. Am packendsten fand ich die Nebenhandlung um Aylin, der Freundin von Karen. Da kam richtig Gruselstimmung auf. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten.


    Schön finde ich die Karte im Umschlag des Buches, die die Lage des fiktiven Doggerlandes sehr schön nachvollziehbar macht. Dazu noch der vergrößerte Auszug des Inselstaates mit seiner Hauptstadt Dunker und den anderen Handlungsorten.


    Gelernt habe ich, was man sich unter Schiffssetzung vorzustellen hat. Das hörte ich noch nie. Laut Wikipedia ist das eine bootumrissförmige Steinsetzung, die primär im skandinavischen Ostseeraum vorkommt und Brand- oder Urnengräber markiert.


    Fazit:

    Der Krimi verfügt über einen abwechslungsreichen Plot mit sehr gut ausgearbeiteten Charakteren. Den meisten Personen möchte ich im Teil 3 wiederbegegnen. Verzichten kann ich auf den fiesen Chef Karens, aber vielleicht erlebt man da noch eine Überraschung!?


    Meine Bewertung: Vier von fünf Sternen! Ich empfehle das Buch als unterhaltsame Lektüre. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Wiedersehen in Doggerland


    Was ist so faszinierend an Doggerland? Es gibt ja diese Inseln gar nicht. Aber anders als in Auenland oder Liliput, gab es einmal, in grauer Vorzeit Doggerland wirklich. Die Ortsnamen, die Landschaft, die Menschen, alles klingt so vertraut als wäre es im Nachbarort. Dabei entspringt alles Maria Adolfssons Fantasie. Das macht den Roman so interessant. Natürlich auch die Handlung, ein gut gemachter Krimi ist immer spannend und abwechslungsreich, und dies ist ein guter Krimi. Ein weiterer Anziehungspunkt ist das Auftreten der Hauptgestalten, die wir aus Adolfssons ersten Krimi schon kennen: Die Ermittler und ihre mehr oder weniger komplizierten Familienverhältnisse.


    Karen Eiken Hornby verbringt Weihnachten mit ihrer Mutter, deren Partner, mit dem obdachlosen Leo Friis, der bei ihr eine Bleibe gefunden hat, mit Sigrid Smeed, der Tochter des Polizeichefs von Doggerland, mit Marike, der dänischen Freundin. Karen ist sich dabei nicht sicher, will sie vielleicht lieber allein sein und ihre Ruhe haben oder doch lieber die Freunde und all den Trubel um sich haben? So kommt ihr die Aufforderung ihres Chefs auf die Nachbarinsel Noorö überzusetzen, weil da ein Mord passiert ist nur gelegen. Und so nimmt die Handlung Fahrt auf. Wie bei einem guten Krimi rutschen abwechselnd unterschiedliche Verdächtige in den Fokus nur um dann wieder entlastet und in unseren Augen rehabilitiert in den Hintergrund zu treten oder selber als Leiche zu enden, denn es geschieht ein zweiter Mord auf Noorö.


    Zusätzlich lernen wir neue Familienmitglieder von Karen kennen und auch wie Karens Mann und Sohn ums Leben kamen, damals in England. Dies ist alles notwendiger Teil der Handlung, denn nur so können wir Karen Eiken Hornby besser kennen und verstehen lernen. Wenn sich anfangs die Ermittlungen mühsam und fast zäh dahinziehen, so wächst die Handlung allmählich an, die Spannung wächst und die Verschnaufpausen werden immer geringer und seltener. Parallel zur eigentlichen Krimihandlung entwickelt sich noch ein zweiter genauso spannender Erzählstrang um Karens Freundin Aylin und deren Mann Bo Ramnes.


    Und wie es sich für einen spannenden Krimi gehört, wird Karen Eiken Hornby unter Einsatz ihres Lebens beide Mordfälle lösen und Aylins Problem eher unkonventionell letztlich endgültig aus der Welt schaffen.




    Maria Adolfsson hat mir schon mit dem ersten Doggerland Roman gefallen, mit diesem zweiten ist sie definitiv in meinen persönlichen Autorenpantheon aufgestiegen.


  • Unkonventionelle Ermittlerin



    Weihnachten stellt für Karen Eiken Hornby eine besondere Herausforderung dar. Nach dem letzten Fall ist sie noch nicht wieder ganz auf der Höhe und noch immer krank geschrieben. Zu den Festtagen hat sie das Haus voller Leute, neben einigen guten Freunden auch ihre anstrengende Mutter und deren neuer Partner, außerdem Sigrid Smeed, die schwierige Tochter ihres Chefs, die sich Karen nach dem letzten Fall als eine Art Ersatzmutter ausgesucht hat, und den früher wohnsitzlosen Leo. ,,Wann wurde aus meinem Zuhause ein Zufluchtsort für alle Heimatlosen?", fragt sich Karen entnervt. Doch dabei erkennt man schon ihr gutes Herz für schwierige oder unangepasste Menschen, aber auch ihr eigenes Problem, Menschen nah an sich heranzulassen.

    Als dann ihr Chef, Jounas Smeed, sie zu einem Fall auf Noorö, der nördlichsten Insel von Doggerland, ruft, da fast alle anderen Kollegen erkrankt sind, ist Karen sehr erleichtert und froh, dem Weihnachtsrummel bei sich zu Hause entkommen zu können.

    Auf Noorö wurde der ehemalige Lehrer Fredrik Stuub tot aufgefunden und bald wird deutlich, dass es kein Unfall war. Für Karen bedeuten die Ermittlungen auf Noorö auch eine Reise in die Vergangenheit, da sie als Kind sehr häufig die Ferien bei der Verwandtschaft ihres Vaters verbracht hat. Doch auch Tante Ingeborg und ihre Söhne scheinen in den Fall verwickelt zu sein, sodass Karen zwischen privaten und polizeilichen Entscheidungen abwägen muss. Als ein weiterer Mord geschieht, wird deutlich, dass es eine Verbindung zur örtlichen Whiskydestillerie gibt, die gerade dabei ist, kräftig zu expandieren.

    Neben dem originellen Schauplatz, den fiktiven Doggerlands, die englisch-skandinavisch-niederländisch geprägt sind und durch den Inselstatus einen besonderen Charakter aufweisen, ist Karen Eiken Hornby in ihrer teils etwas harschen, coolen, aber immer auch sympathischen Art das große Plus dieser Reihe. Durch ihre tragische Vergangenheit wird ihr teils unsoziales Verhalten nur allzu verständlich. Karens Ungeduld und Sarkasmus spiegeln sich in den, wie ich finde, sehr unterhaltsamen Dialogen wider. Der Fall ist gut konstruiert, Spannung und Dynamik werden zwar langsam, zum actionreichen Ende hin aber deutlich aufgebaut.


    Unbedingt empfehlenswert!

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Atmosphärisch gelungener Nordland-Krimi


    Was den Titel angeht, bin ich nicht ganz sicher, wie der zur Geschichte passt, das Original (Sturmwarnung) finde ich besser gewählt. Abgesehen davon ist dieser Kriminalroman der schwedischen Autorin Maria Adolfsson aber gelungen.


    Ihrer Protagonistin, Kommissarin Karen Eiken Hornby, bürdet privat und beruflich einiges auf. Auch erfährt man ein wenig darüber was in Band 1 (Fehltritt) passiert ist. Sie ist zu Beginn deshalb krankgeschrieben und wie das so ist, muss sie einspringen und steht somit recht plötzlich wieder im Dienst.


    Anlass ist ein unfreiwillig verunfallter Pensionist der auf der zu Doggerland gehörenden Insel Noorö lebte. Passenderweise hat Karen dort auch Familienbande, sie ist also die Idealbesetzung als Ermittlerin.


    Doggerland ist eine fiktive Inselgruppe zwischen Großbritannien und Norwegen (Karte im hinteren Umschlag), was sich auch dadurch äußert, dass sehr enge Bande zum Vereinigten Königreich bestehen, viele Familien beide Nationalitäten beinhalten was sich im Namen äußert. (Der Name “Doggerland” ist aber tatsächlich überliefert und bezeichnet die Landmasse, die vor 10.000 Jahren Kontinentaleuropa und das spätere Großbritannien verband)


    Die genauso fiktiven Charaktere hat man bald ebenso liebgewonnen (oder, im Fall der Verdächtigen, kennengelernt) wie die Inseln und alles zusammen ergibt ein sehr atmosphärisches, eindringliches Bild. Auch wenn leider Morde passieren und jemand dafür verantwortlich sein muss.


    Durch die vielen Nebengeschichten vergisst man zwischendurch fast, dass es eigentlich Ermittlungen gibt, wobei es Karen da manchmal nicht anders ergeht. So ist die Krimihandlung nicht sehr geradlinig und flott, aber es tut sich immer etwas. Im vorderen Umschlag gibt es einen Hinweis auf den nächsten, dritten Band. Auf “Fester Grund” (soll Ende 2020 erscheinen) dürfen wir uns schon freuen. Bis dahin lässt sich die Zeit auch mit dem Nachlesen von Teil 1 überbrücken.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Das Buch ist der zweite Band der Doggerland - Trilogie. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, so dass man den ersten Band nicht unbedingt gelesen haben muss, um das Buch zu verstehen. Auch in der Rahmenhandlung wird kaum Bezug auf den Vorgänger genommen.

    Am Anfang geschieht ein Mord und dann wird vor sich hin ermittelt, ohne dass ein roter Faden zu erkennen ist. Vielmehr schälen sich die Beziehungen der einzelnen Personen auf der Insel immer mehr heraus. Auch nimmt das Privatleben der Ermittler einen großen Raum ein. Wobei der Autoren die Figurenzeichnung gut gelungen ist. Lange kommt keine richtige Spannung auf. Ich hatte auch keine Idee, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt und wer und was dahintersteckt. Zum Schluss ist ihr aber eine überraschende Auflösung gelungen.
    Das Buch ist eher ein ruhiger Krimi und kommt ohne Gewaltszenen aus.

    Sub: 5480:twisted: (Start 2022: 5455)

    gelesen 2022: 53

    gelesen 2021: 94 / 1 abgebrochen / 35469 Seiten

    gelesen 2020: 92 / 2 abgebrochen / 42592 Seiten

    gelesen 2019: 90 / 1 abgebrochen / 36631 Seiten


    :montag: Tove Alsterdal - Sturmrot

    :study:


    Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach.

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