Wie dranbleiben am Buch schreiben?

  • Zieht ihr durch?

    Ich will ein Buch schreiben und habe erst alle Hintergründe und Charaktere und die Handlung ausgedacht und aufgeschrieben. Und alleine schon hierbei wache ich morgens manchmal mit so krass negativen Gedanken auf, dass das alles eh scheiße ist und nur viel Energie kostet für nix. Kennt das jemand? Wie motiviert ihr euch dranzubleiben?

  • Warum willst Du denn unbedingt ein Buch schreiben, wenn es Dir so schwer fällt? Klar gibt es immer mal Zeiten, in denen es besser oder schlechter läuft, aber wenn es so gar keinen Spaß´macht, wenn Du Dich von Anfang an zwingen musst, zu schreiben, warum machst Du das dann?

  • Was du schreibst, klingt eher nach der Angst davor, anzufangen. Dranbleiben? Durchziehen? Das wird alles erst zur Frage, wenn du erst einmal schreibst, erlebt hast, was dir daran Freude bereitet (und dir vielleicht auch klarer wird, welche Ziele du realistischerweise anpeilen könntest). Wenn du dabei dann feststellst, dass du generell etwas für den Prozess übrig hast, dass du auch Ehrgeiz und Spaß daran haben kannst, die sich dabei ergebenden Schwierigkeiten zu besiegen und etwas über das Handwerk zu lernen, wirst du auch wissen, ob deine Motivation reicht, um das Projekt umzusetzen.

    Solltest du feststellen, dass das tatsächliche Ausführen eines Buches doch nichts für dich ist, wäre das auch kein Beinbruch. Du hattest (nehme ich mal an) alles in allem ein befriedigendes Erlebnis dabei, deiner Kreativität bei der Plotentwicklung ihren Lauf zu lassen und wenn nicht mehr daraus werden soll, dann eben nicht. Dann ist die Romanschreiberei vielleicht nichts für dich. Vielleicht wäre dann der Fantasy-Rollenspielbereich (als Spielleitung oder Abenteuerautorin) mehr etwas für dich. Da wird der Plot im gemeinsamen Spiel realisiert.
    Aber erst solltest du es einfach probieren.

  • Vielleicht wäre dann der Fantasy-Rollenspielbereich (als Spielleitung oder Abenteuerautorin) mehr etwas für dich. Da wird der Plot im gemeinsamen Spiel realisiert.

    Das kann aber auch ganz schön gefährlich sein. Als Autor/in bestimmst Du das Geschehen, als Spielleiter im Rollenspiel gibst Du diese Entscheidung zumindest teilweise aus der Hand. Wenn Du da nicht permanent irgendwas vom Himmel fallen lassen willst, um Charaktere, die nicht machen, was Du erwartet hast, zu erschlagen, dann musst Du auf jede noch so dumme Idee eine Antwort haben, und Du glaubst nicht, auf wie dumme Ideen Deine Mitspieler kommen können.:)

  • Das kann aber auch ganz schön gefährlich sein. Als Autor/in bestimmst Du das Geschehen, als Spielleiter im Rollenspiel gibst Du diese Entscheidung zumindest teilweise aus der Hand. Wenn Du da nicht permanent irgendwas vom Himmel fallen lassen willst, um Charaktere, die nicht machen, was Du erwartet hast, zu erschlagen, dann musst Du auf jede noch so dumme Idee eine Antwort haben, und Du glaubst nicht, auf wie dumme Ideen Deine Mitspieler kommen können.

    Ja, als Spielleitung hat man es immer mit dem Spagat zu tun, einen guten Plot gestalten zu müssen, derweil man ausgerechnet über die Handlungen der Hauptfiguren keine Kontrolle ausüben darf/sollte.
    Aber für irgendwas müssen ja auch die ganzen Spielhilfen gut sein (zum Beispiel die, die ich zum Gestalten verschiedener Abenteuergenres geschrieben habe). Denn ohne sein Handwerk zu lernen, kommt man auch im Fantasy-Rollenspiel nicht aus.

  • Einige erfolgreiche Autoren, wie Harrison oder Heinlein haben sich einfach feste Stunden am Tag gesetzt, an denen sie sich einfach hinsetzen und arbeiten. Bei fünf bis sechs Seiten am Tag hat man dann in 20 Tagen über 100 Seiten und nach einem Quartal eigentlich schon einen netten kleinen Roman. Schreiben ist im Enteffekt ein Handwerk auf der Grundlage einiger kreativer Ideen. Wie es so schön heißt: 1% Inspiration und 99% Transpiration. Entweder man will das - oder man lässt es bleiben.

  • Was du schreibst, klingt eher nach der Angst davor, anzufangen. Dranbleiben? Durchziehen? Das wird alles erst zur Frage, wenn du erst einmal schreibst, erlebt hast, was dir daran Freude bereitet (und dir vielleicht auch klarer wird, welche Ziele du realistischerweise anpeilen könntest). Wenn du dabei dann feststellst, dass du generell etwas für den Prozess übrig hast, dass du auch Ehrgeiz und Spaß daran haben kannst, die sich dabei ergebenden Schwierigkeiten zu besiegen und etwas über das Handwerk zu lernen, wirst du auch wissen, ob deine Motivation reicht, um das Projekt umzusetzen.

    Solltest du feststellen, dass das tatsächliche Ausführen eines Buches doch nichts für dich ist, wäre das auch kein Beinbruch. Du hattest (nehme ich mal an) alles in allem ein befriedigendes Erlebnis dabei, deiner Kreativität bei der Plotentwicklung ihren Lauf zu lassen und wenn nicht mehr daraus werden soll, dann eben nicht. Dann ist die Romanschreiberei vielleicht nichts für dich. Vielleicht wäre dann der Fantasy-Rollenspielbereich (als Spielleitung oder Abenteuerautorin) mehr etwas für dich. Da wird der Plot im gemeinsamen Spiel realisiert.
    Aber erst solltest du es einfach probieren.

    Hi, danke für deine aufmunternden Worte. Also ich will das Buch auf jeden Fall schreiben. Ich habe jetzt mittlerweile auch angefangen :) Aber komme nicht sehr schnell voran. Eine halbe bis eine Seite pro Tag. Ich hoffe ich steigere mich noch :)

    Ich will es auf jeden Fall schaffen und hoffe ich ziehe es durch.

  • Einige erfolgreiche Autoren, wie Harrison oder Heinlein haben sich einfach feste Stunden am Tag gesetzt, an denen sie sich einfach hinsetzen und arbeiten. Bei fünf bis sechs Seiten am Tag hat man dann in 20 Tagen über 100 Seiten und nach einem Quartal eigentlich schon einen netten kleinen Roman. Schreiben ist im Enteffekt ein Handwerk auf der Grundlage einiger kreativer Ideen. Wie es so schön heißt: 1% Inspiration und 99% Transpiration. Entweder man will das - oder man lässt es bleiben.

    ja, das wäre eine gute Idee. Habe auch gelesen, dass es ratsam ist sich feste Zeiten einzuplanen, bevor man sonst nur alle paar Monate schreibt und das Buch nie fertig wird.

  • Also ich habe mir zuerst ein "Drehbuch" geschrieben mit allen Hauptfiguren. Diese erhielten dann eine Farbe, die jeweiligen Szenen dann die entsprechende Nummer.

    An die einzelnen Szenen fügte ich dann die jeweilige Besonderheit an. Wie z. B. Emotion, Kampf, Romantik, Beschreibung, Philosophie usw.

    Beim Schreiben hörte ich dann entsprechende Musik. Z. B. bei einer sehr traurigen Szene:

    The Hunger Games - Rue`s Farewell.

    Das ist so traurig …..