Anne Nørdby - Kalter Strand

  • Buchdetails

    Titel: Kalter Strand


    Band 1 der

    Verlag: Gmeiner-Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 473

    ISBN: 9783839224250

    Termin: Neuerscheinung März 2019

  • Bewertung

    3.5 von 5 Sternen bei 12 Bewertungen

    70% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Kalter Strand"

    »Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in deiner Nachbarschaft - aber eines, in dem auch Menschen sind! - und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt. Du hast nur heute Nacht Zeit! Und vergiss nicht: Ich sehe alles. DAS AUGE.«
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    Irrlicht
    super spannend, überraschende Auflösung, tolle Protas
  • Kurzmeinung

    mapefue
    Dänemarks Nordseeküste ist eine Mordseeküste

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  • Scanpol, ist eine fiktive Sondereinheit von Europol mit Sitz in Hamburg mit deutschen, dänischen, schwedischen und norwegischen Mitarbeitern, zuständig für grenzüberschreitende Verbrechensbekämpfung. An der dänischen Atlantikküste wird eine toto Frau mit Würgemalen am Hals angespült. Kommissar Tom Skagen mit seiner Chefin Jette Vestergaard reisen zur Unterstützung der dänischen Kollegen nach Ringkøbind, DK.

    Die notgeile Jette Vestergaard, vermeintliche Powerfrau mit Ehe-Hausmann, checkt ihre Kopulationschancen mit ihrem jüngeren dänischen Kollegen Mads Espersen. Wenn sie wüsste.

    Anne Nørdby thematisiert die Opfer-Täter-Umkehr bei Vergewaltigungen. Carsberg ist eine Brauerei aus Kopenhagen, nicht zu verwechseln mit dem deutschen Karlsberg.

    Die Kommissare ermitteln in zwei voneinander unabhängigen Fällen: Ein Stalker, der die Vergewaltigung filmt mit der toten Frau am Strand, und die zunächst von der Polizei unentdeckten perfiden Attacken gegen deutsche Urlauberfamilien in einer Ferienhaussiedlung.

    Nachdem die Dänen die glücklichsten Menschen Europas sind, sollte für deutsche Familien mit Hunden, wie die Schneiders ein Ausflug an die dänische Nordseeküste ein erholsamer Aufenthalt werden. Ein unvergesslicher wird es allemal. Sollte – doch das Böse ist immer und überall. Stefanie, Markus Schneiders Frau wird entführt; um sie zu retten soll Markus gezwungen werden, ein Haus abzufackeln.

    „Ein Mann, der sich das AUGE nennt, zwingt ausgewählte Menschen dazu, sich selbst oder andere umzubringen, damit ihre Familien unbeschadet bleiben. Es soll eine Art Experiment sein, das beweisen soll, dass der Mensch keinerlei Moral besitzt, wenn man ihm nur den richtigen Anreiz für unmoralische Handlungen bietet. Das Ganze betrachtet der Mann über Kameras, die er überall in den Ferienhäusern installiert hat“ (Seite 427).

    „Verdammte Scheißausländer“ sagt das AUGE.

    Auf den ersten 2/3 der knapp 500 Seiten dümpelt der Thriller dahin, ohne dass dem Leser ein Anhaltspunkt für den Täter ins AUGE springt, dafür die unappetitlichen Fernattacken der Psychopaten auf die Familien mit deren kaum auszuhaltenden psychischen Belastungen. Die Spannung lebt zumindest auf den letzten 100 Seiten.

    Auffällig die Disharmonien in der dänischen Polizeistation und zwischen Jette und Tom, wobei Tom eindeutig den Sympathiepreis gewinnt. Tom, der vor 10 Jahren einen Piratenangriff auf sein Containerschiff überlebt hat und seit dem an einem PTBS leidet ist der cleverste aller Ermittler.

    Vielleicht können wir bald mehr lesen von Kommissar Tom Skagen.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Klappentext:

    »Und jetzt zu deiner neuen Aufgabe: Kaufe vier Benzinkanister, gehe zu einem Haus in deiner Nachbarschaft - aber eines, in dem auch Menschen sind! - und schütte das Benzin dort aus. Mit der Fackel zündest du das Haus an! Widersetzt du dich meinem Befehl, bekommst du Stefanies Kopf mit der Post zugeschickt. Du hast nur heute Nacht Zeit! Und vergiss nicht: Ich sehe alles. DAS AUGE.«



    Autorin:

    Hinter Anne Nørdby verbirgt sich die erfolgreiche deutsche Autorin Anette Strohmeyer. Sie wurde 1975 in Göttingen geboren und lebt seit mehreren Jahren in Kopenhagen, wo sie Thriller, Krimis und Hörspiele schreibt und ihre Liebe für Skandinavien auslebt. Dabei bringt sie nicht nur ihre Erfahrungen und ihr Hintergrundwissen über Dänemark und alle anderen skandinavischen Länder in ihre atmosphärisch dichten Thriller ein, sondern auch das nordische Lebensgefühl


    Allgemeines:

    Erscheinungsdatum: 13. März 2019

    Seitenanzahl: 473

    Verlag: Gmeiner


    Eigene Meinung:

    Nachdem ich schon einige Meinungen zu dem Buch gelesen hatte, die durchweg positiv klangen, war ich dementsprechend überrascht, dass es mir schwer gefallen ist ins Buch zu finden. Die Protagonisten blieben mir einfach zu blaß, gegen Ende konnte ich zumindest sagen, dass mir der Ermittler sympathisch war. Bis dahin plätscherten die Charaktere eher vor sich hin. Auch Skagens Chefin sollte wohl der ruchlose Punkt der Geschichte sein, da sie mit einem anderen Polizisten, obwohl verheiratet, eine Affäre eingeht. Das Ganze ging mir erstens zu schnell und ich konnte dazu keine Bindung fassen. Irgendwie war mir das zu egal, ob sie jetzt mit einem zwei oder zehn Polizisten schläft.

    Zum Fall selber… naja… es war mir auch etwas zu abgedreht, ich konnte mir kaum vorstellen, dass das in der Art und Weise funktionieren würde ohne dass es jemand mitbekommt. Auch bei den Ermittlungen habe ich mir manchmal gedacht, warum nicht bestimmte andere Dinge gemacht wurden, statt dem, was die Protagonisten taten.

    Trotz der Kritikpunkte, die das Geschehen eher so vor sich hinplätschern lassen, sind einige Spannungsmomente dabei, zumal man ja auch zu raten versucht, wer oder was oder wie alles dahintersteckt und zusammengehört. Oder eben nicht.

    So war das Buch immerhin kein völliger Fehlgriff.


    Fazit: Mit einigen Spannungsmomenten, aber in meinen Augen einer unglaubwürdigen Handlung und langweiligen, blassen Protagonisten wird es unterhalten, konnte aber mich nicht überzeugen. Immerhin liest es sich süffig. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • An der dänischen Küste wird eine Frauenleiche gefunden. Da es sich um eine Deutsche handelt, werden Ermittler von Skanpol hinzugezogen. Gleichzeitig erfahren wir wir von einer Person, die heimlich Urlauber überwacht und mit ihnen fragwürdige Experimente vollführt.

    Die Handlung wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt. Anfangs dümpelt die Handlung so vor sich hin. Die Akteure werden gut beschrieben. Nur manchmal habe ich den Kopf geschüttelt, wie sie sich verhalten. Zum Schluss zieht die Spannung deutlich an. Erst zum Schluss wird das Auge entlarvt und ich war überrascht. Damit hätte ich nicht gerechnet.

    Der Schreibstil hat mir gefallen. Das Buch eignet sich als leichte Urlaubslektüre, obwohl es auch einige heftige Szenen gibt. Den zweiten Band werde ich auch noch lesen.

    Sub: 5428:twisted: (Start 2021: 5421)

    gelesen 2021: 46/ 1 abgebrochen

    gelesen 2020: 92 / 2 abgebrochen / 42592 Seiten

    gelesen 2019: 90 / 1 abgebrochen / 36631 Seiten

    gelesen 2018: 80 / 2 abgebrochen / 32745 Seiten


    :montag: Ian McGuire - Der Abstinent

    :study: Andreas Winkelmann - Die Karte

    Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach.

  • Der Klappentext hat einen spannenden Thriller angekündigt. Jedoch bin ich etwas enttäuscht zurückgeblieben.


    Die ganze Ermittlung dreht sich erst einmal um eine Tote, die ein Jogger gefunden hat. Hierfür bekommen die dänischen Polizisten Unterstützung von Tom und Jette die in Deutschland für die Sonderkommission Skanpol arbeiten. Neben diesen Ermittlungen, die ich persönlich etwas ermüdend fand gibt es noch eine weitere Handlung. Und zwar werden Feriengäste in einer Ferienhaussiedlung von einem Unbekannten terrorisiert und man bekommt auch immer wieder kurze Kapitel zu lesen, die aus der Sicht dieses Unbekannten erzählt werden.


    An sich ist die Idee auch nicht schlecht gewesen, nur hat mir die Tiefe bei den Charakteren gefehlt. Alle blieben eher blass und mir war so ziemlich egal, was sie tun. Auch die Vergangenheit von Tom hätte man meiner Ansicht nach ruhig rauslassen können. Mich hat das ihm auch nicht näher gebracht. Seine Chefin Jette war mir auch eher unsympathisch und war mehr mit ihren Beziehungen beschäftigt, als sich um den Fall zu kümmern. Lediglich eine der dänischen Ermittlern, Milla, ist mir positiv aufgefallen.


    Die Vorkommnisse in der Ferienhaussiedlung haben dann doch noch etwas Spannung in die Geschichte gebracht. Das hat mir wirklich gut gefallen. Mit den Familien konnte ich auch wenigstens ein wenig mitfiebern.


    Das Ende war eigentlich schon überraschend. Jedoch gab es einen Punkt gegen Ende, da war mir fast klar, wer "Das Auge" sein muss. Jedoch ist mir noch nicht so ganz klar, warum das Ganze gemacht wurde, da fehlt mir irgendwie das Motiv. Ich würde mal sagen, ich wurde gut unterhalten und es gab stellenweise spannende Kapitel. Ein Thriller der okay ist, mich aber nicht von den Socken gehaut hat.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • Packend


    „Kalter Strand“ würde ich streckenweise eher als Krimi denn als Thriller bezeichnen. Denn die Geschichte entwickelt sich zu Beginn langsam und geht gemächlich voran. Sie ist aber keineswegs langweilig. Anne Nørdby nimmt sich Zeit für die verschiedenen Charaktere und haucht ihnen Leben ein. Denn der Fokus liegt auf dem Ermittlerteam, das den Tod einer jungen Frau in Dänemark untersucht. Zunächst ist noch einiges unklar. Wer war sie? War es Mord oder Suizid? Da man vermutet, dass es sich um eine Deutsche handelt, werden Jette Vestergaard und Tom Skagen von der internationalen Sondereinheit Skanpol hinzugezogen. Zudem gibt es noch andere ungewöhnliche und auffällige Vorkommnisse in der dänischen Ferienhaussiedlung.


    Besonders über Tom Skagen erfährt man sehr viel. Er ist eine sehr sympathische, tiefgründige und geerdete Figur, die trotzdem einen Schatten in der Vergangenheit hat, der in erschüttert. Das ist in Büchern weit verbreitet, aber dieses Ereignis in der Vergangenheit und Toms Abneigung gegen das Meer, finde ich sehr gut gewählt und vor allem passend in die Handlung eingebaut. Auch die anderen Polizisten bekommen Ecken und Kanten und sind nicht blass und farblos. Dadurch war es auch überhaupt kein Problem, dass die Ermittlungen langsam, manchmal auch schleppend vorangehen und die Spannung diesbezüglich manchmal niedriger ist. Im Gegenteil: Die Arbeit der Polizei ist detailreich erzählt und wirkte auf mich noch realistischer.


    Ich finde, dass der Klappentext und der Prolog dem Leser schon viel verraten über den Täter und die Vorfälle in der Ferienhausgegend und er damit mehr weiß als die Polizei. Trotzdem ist es spannend, da bis zum Schluss unklar bleibt, was und wer hinter alldem steckt. Besonders gespannt war ich, wenn „Das Auge“ von seinen Opfern Taten verlangt, die sie selbst zu Tätern werden lassen. Ich habe mich gefragt, ob der Familienvater aus dem Klappentext es durchziehen wird oder nicht. Gebannt von der Handlung und den ermittelnden Charakteren las ich gerne weiter. Die Auflösung am Gipfel der Spannung war für mich eine Überraschung.


    Fazit:


    Ein Buch mit Spannung, manchmal sehr hoch, manchmal mit gemächlicherem Tempo. Das Augenmerk auf den ermittelnden Polizisten hat mir sehr gut gefallen und verschafft so ein ausführliches sowie authentisches Bild der Polizeiarbeit. Ich freue mich schon auf die weiteren Bücher mit dem sympathischen Tom Skagen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


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