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Marc Richard - Harm’s Way

Harm's Way

3.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 214

ASIN: B00NH0P3KW

Termin: September 2014

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    brutal, blutig, übertrieben, voller Stereotypen, reichlich behämmert und doch auch unterhaltsam
  • Marc Richard - Harm’s Way: A Horror Comedy





    Inhalt:

    A pack of teens. A cabin in the woods. And a killer with a love for slapstick.


    “A dark, comic ode to those great 80's horror movies that lowered the bar while at the same time raising it”-Nick Perry


    An unlikeable cast of teenage clichés, out for a week in a cabin in the middle of nowhere. What could possibly go wrong?

    Murder, that's what!

    Hey, who left that dead girl skewered on the porch?

    All are suspect, as the slayings become more creative. And more ridiculous.

    Hell of a way to spend a vacation.

    Will they find out who the killer is in time to stop this madness, or will this mean the end for all?

    Harm’s Way is a horror comedy originally penned by Sam Raimi’s twin brother, Aaron Elvis Raimi, who died at birth.

    It reeks of classics like Evil Dead, Silent Night Deadly Night and Student Bodies.

    Can a psychopath really fit in an outhouse hole?

    Can you re-capitate someone with a welder’s torch?

    Will everyone really see your dirty pillows?

    The answers to those age-old questions are here.

    [...]

    (Q amazon)


    Meinung:

    Harm’s Way


    Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug in die Hütte, schön weit weg von jeglicher Zivilisation, irgendwo mitten im Wald? Benjamin Smythe (kurz Ben) hält das jedenfalls für eine Spitzenidee. Seit Wochen plant er den Ausflug. Kurz bevor es losgeht, ruft er seine Freunde nochmal an. Er will doch wissen ob alle dabei sind.

    Das ist Jonesey der Junkie, Kiera das Gothmädchen, Floyd der Südstaatler und Rassist, Brent der Nerd, Darnell der Farbige, Muffy und Buffy die Zwillinge, Adam der Schwule, Doris der ruhige Cousin von Buffy und Muffy und Chet der selbstverliebte Sportler. Das macht dann zusammen 11 Teenager, die zusammen für eine Woche in eine Hütte mitten im Wald fahren. Hinzu kommt, dass es in den letzten Jahren in der Nachbarschaft der Hütte zu 3 Vorfällen kam, bei denen jeweils 11 Menschen auf brutalste Art abgeschlachtet wurden und der Killer nie gefasst wurde.

    Ein nie gefasster Killer. Eine Hütte im Wald. 11 Menschen auf einem Haufen. Hmm …. also ich habe da so ein Gefühl.


    Die Geschichte fängt recht harmlos an und zwar mit einem lila Regenbogen, einem winkenden Reh mit Fingern und der Erkenntnis Joneseys, dass sein Vater wohl sein ganzes Heroin mitgenommen hat.

    Mit dem lila Regenbogen und dem winkenden Reh war ich fast überfordert. Ich dachte erst ich habe doch das falsche Buch erwischt.

    Als Leser werden wir aber erstmal mit den Darstellern vertraut gemacht. Auf den ersten Seiten erleben wir die Telefonanrufe zwischen Ben und seinen Reisebegleitern mit und diese sind stellenweise wirklich sehr schräg. Wobei der Film, den Jonesey zu Beginn schiebt, schon den Vogel abschießt.

    Die Darsteller sind einfache, stereotype Figuren. Auf Überraschungen brauch man sich hier nicht gefasst zu machen. Sie sind in ihrem kleinen Rahmen aber recht unterhaltsam.


    Zur Geschichte selbst kann man eigentlich nicht mehr sagen, als das schon Erwähnte: Hütte, Wald, Teenager, Killer.

    Hinzu kommt, das darf man nicht außer Acht lassen, eine ordentliche Portion Humor. Wobei Slapstick an mancher Stelle auch passen würde.

    In Sachen Brutalität und Kreativität dieser lässt sich der Autor auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Man darf sich auf viel Blut gefasst machen.

    Es ist eine brutale Horrorparodie.


    Ich wollte das Buch nach den ersten 50 Seiten schon zur Seite legen. Die ersten beiden Opferschauplätze waren mir ehrlich gesagt zu dämlich. Es war einfach nur brutal und absolut sinnfrei. Hinzu kam der Humor, mit dem ich wirklich meine Probleme zum Start hatte. Ich lache gern und auch über ziemlich viel bescheuertes Zeug, doch ich kam beim besten Willen nicht mit dem Humor und dem Horror auf einen Nenner. (Wobei ich auch für die Parodie von Scream nie viel übrig hatte.)

    Erst mit dem Duschvorhangvorfall hat es dann plötzlich geklappt. Das war der Gag, der bei mir den zündenden Lacher ausgelöst hat. Es ist ein wirklich völlig bescheuerter und absolut übertriebener Gag. Von da an ging es mit mir und der Geschichte bergauf. Am Ende der Nacht war die Geschichte ausgelesen.

    Wenn man die Geschichte am Ende betrachtet, fragt man sich allerdings schon ob es die Zeit wert war. Ja ich konnte lachen und ja es war auch unterhaltsam. Aber ein Überknaller war das jetzt nicht. Nicht alle Fragen sind am Ende geklärt, aber ich glaube, wenn ich mir so manche Anspielungen im Laufe der Geschichte ansehen, das ist auch völlig beabsichtigt. Hier soll keine runde, abgeschlossene Geschichte erzählt werden, sondern einfach unterhalten und, wenn möglich, Spaß gehabt werden.


    Muss, oder sollte, man die Geschichte lesen?

    Ja, wenn man Zeit hat und sich mit solchen abwegigen, B-Movieähnlichen, blutigen und teilweise wirklich bescheuerten (durchaus positiv gemeint in diesem Zusammenhang) Geschichten einlassen kann. Erwarten darf man aber nicht viel. Die Darsteller brechen aus ihrer begrenzten Rolle nicht aus. Überraschungen gibt es keine. Dafür kann man aber durchaus herzlich lachen, wenn man sein Lachstartlevel soweit ins Untergeschoß befördern kann (was auch nicht negativ gemeint ist).

    Am Ende also bleibt es, wie immer Geschmacksache. Die Geschichte ist weit weg von ‘guter’ Literatur. Ich kann aber sagen, dass ich zumindest für eine paar Stunden, nach kurzen Startschwierigkeiten, relativ gut unterhalten wurde und auch einige Male herzlich lachen musste.

    Und man sollte etwas Zeit zu verschenken haben, denn die bekommt man nicht zurück. Das Buch ist rumblödelnde Unterhaltung.

    Wenn man darauf keinen Bock hat, dann lieber Finger weg.


    Fazit:

    Harm’s Way ist brutal, blutig, übertrieben, voller Stereotypen, reichlich behämmert und doch auch unterhaltsam. Garantiert kann nicht Jeder etwas mit dieser Art Humor anfangen. Die Geschichte kann unterhalten, wenn man über diese Art Humor lachen kann, wenn nicht wird man das Buch einfach nur bescheuert (hier im absolut negativen Sinn) finden. Auch wenn ich zum Teil meinen Spaß hatte, kommt das Buch für mich nicht über eine gute mittlere Bewertung hinaus.


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    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn