Kerstin Cantz - Fräulein Zeisig und der frühe Tod

Fräulein Zeisig und der frühe Tod

4.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Knaur TB

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 288

ISBN: 9783426522615

Termin: Neuerscheinung März 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Die 60er Jahre in München, ein Mädchenmörder und die »Schwabinger Krawalle«: Die Drehbuch- und Roman-Autorin Kerstin Cantz mit ihrem ersten Kriminalfall für Kriminalkommissarin Elke Zeisig - einem spannenden und facettenreichen historischen Kriminalroman im München der 60er Jahre, der Fans von 'Ku`damm 56' oder 'Babylon Berlin' begeistern wird. München, 1962: Noch gibt es mehr Pferde als Frauen bei der Polizei, doch das hat Elke Zeisig nicht davon abgehalten, bei der WKP anzuheuern, der Weiblichen Kriminalpolizei, die sich vor allem um die Vernehmung von Frauen und Kindern kümmert. Als ein kleines Mädchen tot am Schuttberg in Sendling gefunden wird, sind die Fähigkeiten des 'Kriminalfräuleins' Zeisig gefragt. Zeitgleich kommt es in der Stadt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Münchner Jugend und der Polizei. Die Münchner Leopoldstraße gleicht einem Hexenkessel, urplötzlich, mitten in der Nacht. Steine fliegen, Stühle und Flaschen - die Schwabinger Bars bieten ein grandioses Munitionsdepot. Hunderte von Radaubrüdern - Jugendliche, was sonst? - erheben sich im Kampf für die Freiheit des Straßenkonzerts. Die entfesselte Jugend tanzt Twist auf dem heißen Asphalt und legt bei ihrer Randale noch einen Zahn zu. Aufgebracht und mit gemischten Gefühlen kommentiert eine stetig anwachsende Zuschauermenge die Schlacht zwischen Polizei-Einheiten und jungen Leuten. Mittendrin: Volker, Elke Zeisigs jüngerer Bruder. Doch nach der ersten Nacht der »Schwabinger Krawalle« verschwindet Volker spurlos. Auch im Polizeipräsidium und bei der Weiblichen Kriminalpolizei sind die 'Schwabinger Krawalle' Gesprächsthema Nummer 1. Kriminalkommissarin Elke Zeisig ermittelt an 'zwei Fronten'. In ihrem ersten Kriminalroman verknüpft Autorin Kerstin Cantz höchst erfolgreich historisches Zeitgeschehen, Lokalkolorit und Kriminalspannung.
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  • München 1962:

    Gegen den Willen ihrer Mutter schlägt die junge Elke Zeisig ihren beruflichen Weg bei der WKP (= Weibliche Kriminalpolizei) ein.

    Als ein junges Mädchen tot aufgefunden wird, fordert Hauptkommissar Manschreck Fräulein Zeisig zur Unterstützung bei den Ermittlungen an.


    Sehr gut hat mir gefallen, dass Kerstin Cantz mit diesem Krimi auf der einen Seite die historische Bedeutung der WKP, ihren Einsatz, aber auch die dunkle Vergangenheit während des 2. Weltkrieges, beschreibt.

    Auf der anderen Seite verknüpft die Autorin das Ganze mit einem spannenden Fall um drei tote Mädchen.

    Bis zum Schluss wird der Leser in Atem gehalten, wie wohl der Bogen vom Prolog des Buches bis zum Täter gezogen werden kann.


    Die klare, gerade Erzählweise gefiel mir besonders gut, auch wenn die Charaktere dadurch etwas emotionslos daherkommen. Irgendwie fühlte ich mich in die damalige Zeit versetzt.


    Fazit:

    Der Krimi hat mich sofort gepackt, nicht nur, weil er in meiner Geburtsstadt spielt. Sehr interessant fand ich vorallem die historischen Erkenntnisse über die WKP, welche mir bis dato nicht bekannt waren.

    Sehr gut könnte ich mir eine Fortsetzung mit dem Ermittlerduo Manschreck/Zeisig und dem Kriminalreporter Ludwig Maria Seitz vorstellen.


    Dafür gibts 5 Sterne :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: