Jochen Till - Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!

  • Kurzmeinung

    akhet
    Lustiger Comicroman für Kinder
  • Kurzmeinung

    Dave2311
    Zum Glück bin ich nicht die Zielgruppe.
  • Cornibus, ein Hausdämon zum Verlieben

    In der Hölle gibt es wieder kurz vor Feierabend zu viel Arbeit. Diesen Stress mag der Höllen-Chef überhaupt nicht. Da kommt die Sendung über die unerforschte Unterwelt auf RTHell genau richtig. Aktuelles Thema: die Entwicklung der Hausdämonen. Als Anschauungsobjekt und Berater dient Cornibus, der Hausdämon des Höllen-Chefs.

    Jochen Till und Raimund Frey haben hier ein Comicbuch für Kinder ab zehn Jahren geschrieben und gezeichnet. Schon der erste Blick auf das Cover lässt sich den Leser in Cornibus verlieben. Mit seinen Glubschaugen und seinem breiten Lächeln erscheint er allersüßt; auch wenn sich bald herausstellt, dass Cornibus auch sehr ungehalten werden kann, vor allem, wenn es keine Schotzolade gibt.
    Während der Buchumschlag schön bunt und der Buchschnitt in knallrot gehalten sind, kommen die Zeichnungen im Innenteil in schwarz-weiß daher. Aber das macht nichts. Es tut der Geschichte keinen Abbruch. Und schließlich ist es in der Hölle ja auch nicht unbedingt rosig und bunt.
    Die Zeichnungen zusammen mit dem lustigen Text ergeben eine gelungene Mischung, die durchaus Lust auf mehr macht.

    Der Verlag hat mit LoeweWOW! ein neues Konzept entwickelt, um auch Wenigleser und Lesemuffel wieder an Bücher und Lesen heranzuführen. Ob das Konzept aufgeht, wird man sehen müssen. Ich würde es der Reihe in jedem Fall wünschen! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Durch dieses Buch schwebte ich im höllisch guten Lesehimmel!


    Klappentext

    „Hach! Was muss man als Chef der Hölle nicht alles aushalten! Kurz vor Feierabend bekommt man noch einen Haufen Neuankömmlinge auf den Schreibtisch! Wie lästig. Zum Glück läuft heute Abend bei RTHell eine interessante Sendung: Ein Höllenforscher erzählt, wie die Dämonen entstanden sind. Und Hausdämon Cornibus hilft ihm dabei. Aber am besten, ihr schaut es euch selbst an. Exklusive Erkenntnisse, atemberaubende Aufnahmen und geniale Gags garantiert!

    Wer das verpasst, hat in der Hölle nichts verloren!“


    Gestaltung

    Ist Cornibus nicht einfach süß? Der kleine Hausdämon, der dem Betrachter auf dem Cover entgegenlächelt, zieht meiner Meinung nach jeden Blick auf sich. Vor allem finde ich es toll, dass er den Großteil des Covers für sich einnimmt. Sein bezahntes Grinsen finde ich dabei total niedlich! Mir gefällt aber auch der hellblau-türkise Hintergrund, auf dem in zartem Weiß kleine Illustrationen aus der Welt von Cornibus zu sehen sind, sehr.


    Meine Meinung

    Eine Geschichte, in der Cornibus einen Großteil der Aufmerksamkeit bekommt? Ich bin wohl im Himmel…äh in der Hölle gelandet! Der süße, kleine Hausdämon ist mein absoluter Liebling aus der „Luzifer junior“-Reihe und darum habe ich mich riesig gefreut, dass mit „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ nun eine Geschichte erschienen ist, die dem Hausdämon mehr Scheinwerferlicht gibt.


    Aber nicht nur, das Cornibus hier mehr Screentime erhält, nein, das Buch erklärt auch die Herkunft der Hausdämonen! So erfährt man Hintergründe zu der Geschichte von „Luzifer junior“, was mir richtig gut gefallen hat, da ich mir selber auch schon die Frage gestellt habe, woher die Hausdämonen eigentlich kommen. Wie gut, dass ich in diesem Buch nun Antworten präsentiert bekommen habe!


    Die Geschichte von „Cornibus & Co – Ein Hausdämon packt aus!“ wurde meiner Meinung nach richtig witzig präsentiert. So verfolgte ich als Leserin den coolen Illustrationen von Raimund Frey, die toll mit dem Text kombiniert wurden. Ich fand es besonders klasse, dass die Bilder die Geschichte richtig gut transportiert haben und so nicht viele Textblöcke notwendig waren, um die Geschehnisse zu erklären. Die Illustrationen haben für sich gesprochen.


    In meinen Augen ist dies besonders gut für Lesemuffel geeignet, da sie ein Buch lesen ohne großen sprachlichen Hürden ausgeliefert zu sein, denn sie können die Bilder als Hilfestellung nutzen. Auch liest sich das Buch rasend schnell, wodurch gerade Lesemuffel merken werden, dass es Spaß macht ein Buch zu beenden, da sie einen Erfolg spüren können: sie haben ein Buch gelesen und beendet. Dadurch, dass es wenige Textblöcke gibt und diese durch die Illustrationen aufgelockert und unterstützt werden, ist es leicht für junge Leser der Geschichte zu folgen.


    Auch war es wieder einmal höllisch lustig, denn Cornibus mit seiner süßen Sprache aber auch all die Ereignisse in der Geschichte regen die Lachmuskeln ungemein an. Ich finde, dass dies ein weiteres Argument dafür ist, dass „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ ein tolles Buch ist, um zum Lesen zu animieren und motivieren. Außerdem möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass man diese Geschichte auch ohne Vorwissen zur „Luzifer junior“-Reihe lesen und verstehen kann. Und falls die kleinen Leser dann Spaß an dieser Geschichte haben und etwas gewachsen sind, können sie super mit der Luzifer-Reihe weitermachen!


    Ich denke aber auch, dass dieses Buch auch für etwas ältere Leser gut geeignet ist. Beispielsweise für solche, die sich wirklich überwinden müssen, ein Buch zu lesen und solche, die noch Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben. Die Illustrationen wirken meiner Meinung nach nämlich jugendlich frisch und frech und überhaupt nicht kindlich, wodurch sich niemand geniert, ein „Kinderbuch“ zu lesen, da man als Leser in meinen Augen vielmehr das Gefühl hat einen Comic oder eine Graphic Novel zu lesen.


    Fazit

    Ich finde, dass „Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!“ nicht nur perfekt für die Fans von „Luzifer junior“ ist, sondern auch und gerade für Leseanfänger, Lesemuffel und Neulinge in der deutschen Sprache. Durch die coolen Illustrationen von Raimund Frey wird das Buch witzig erzählt und außerdem vermitteln sie die Handlung perfekt. Der Text nimmt nicht überhand und man kommt wirklich schnell voran, sodass man das Buch in null Komma nichts durchgelesen hat. Dies ist in meinen Augen perfekt für jüngere Leser, da es ihnen den Spaß am Lesen vermittelt, wenn sie ein Buch beenden können.

    5 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Cornibus & Co - Ein Hausdämon packt aus!

    2. ???

  • In der TV Show RTHell erzählt ein Höllenforscher, wie Hausdämonen ursprünglich entstanden sind und was es sonst noch Wissenswertes über diese Geschöpfe der Unterwelt gibt. Geholfen hat da Hausdämon Cornibus, der seine Verwandlungsfähigkeit zur Schau stellt und Aufnahmen einer Hausdämonengeburt bieten kann.


    Das Loewe WOW! Programm will das Lesen moderner machen. Gute Geschichten, die mit einer innovative Text-Bild-Gestaltung daherkommen, sind das Ziel.


    Cornibus hat mich angesprochen, weil das Fellknäuel auf dem Cover zu niedlich aussieht. Er stammt aus der Buchreihe "Luzifer junior", die ich noch nicht kenne. Außerdem hat das Buch einen knallrot-orangen Buchschnitt, was ich liebe.


    Ich finde die Umsetzung leider etwas schwierig. Offiziell wird das Buch für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Es bietet jedoch sehr wenig Text, da das meiste Illustrationen im Comic-Stil sind. Vom Textaufkommen ist es also eher für Jüngere geeignet. Gleichzeitig beginnt das Buch jedoch mit Rassisten und Nazis (, die immerhin in der Hölle landen) und einige Wortwitze werden bei Kindern sicherlich nicht ankommen. Das spricht also wieder für ältere Leser. Dafür hat es meiner Meinung nach aber wieder recht wenig Inhalt.


    Fazit: Ich bin sehr hin- und hergerissen. Die Idee Bücher aufzupeppen, um auch lesefaule Kinder zu motivieren, gefällt mir sehr. Die Umsetzung im Cornibus finde ich jedoch schwierig, da es Elemente für jüngere und ältere Kinder enthält und damit letztendlich evtl. niemandem gerecht werden könnte. Am besten das Kind einmal in der Buchhandlung hineinlesen lassen, damit es sich selbst einen Eindruck verschaffen kann.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


  • Jochen Till/Raimund Frey - Cornibus & Co. - Ein Hausdämon packt aus



    Inhalt:

    Hach! Was muss man als Chef der Hölle nicht alles aushalten! Kurz vor Feierabend bekommt man noch einen Haufen Neuankömmlinge auf den Schreibtisch! Wie lästig. Zum Glück läuft heute Abend bei RTHell eine interessante Sendung: Ein Höllenforscher erzählt, wie die Dämonen entstanden sind. Und Hausdämon Cornibus hilft ihm dabei. Aber am besten, ihr schaut es euch selbst an. Exklusive Erkenntnisse, atemberaubende Aufnahmen und geniale Gags garantiert!

    Wer das verpasst, hat in der Hölle nichts verloren!

    (Q Amazon)


    Meinung:

    Jochen Till/Raimund Frey - Cornibus & Co. - Ein Hausdämon packt aus



    Die Aufmachung des Buches ist wirklich gelungen, zumindest wenn man auf das Cover schaut. Ich muss ehrlich zugeben, dass mich das primär zum Kauf des kleinen Büchleins verleitet hat. Leider bin ich am Ende nicht so begeistert von der Geschichte wie ich es gern gewesen wäre.


    Gleich auf den ersten Seiten wird ordentlich rum geschrienen, denn der Teufel ist nicht wirklich begeistert davon, dass ihm, kurz vor Feierabend, noch soviel Arbeit auf den Schreibtisch gelegt wird. In seinem Fall ist es ein Haufen Seelen, welche sich ihren Platz in der Höhle redlich verdient haben. Zumindest, wenn man von den vorherrschenden Ansichten ausgeht. Bereits hier hatte ich so meine Zweifel an der Geschichte. Ich bin, so hoffe ich zumindest mal, (noch?) nicht besonders spießig, aber muss so etwas in ein Kinderbuch und vor allem, muss so ein Kinderbuch anfangen. Natürlich ist mir klar, dass Kinder in dem empfohlenen Alter durchaus schon Erfahrung mit diesem Thema gemacht haben, aber mir ist das dennoch negativ aufgestoßen.

    Und wie es beginnt geht es auch gleich weiter.

    Der Teufel geht nach Hause. Zertrümmert erstmal sein Türschloss, schmeißt die Klamotten vom Leib, greift sich 'ne Flasche und die Fernbedienung, hat plötzlich ein Unterhemd an, haut sich in seinen Sessel, legt die Beine hoch und schaltet die Glotze an. …. Und gemerkt? Das Bild welches hier von einem hart arbeitenden Individuum, in dem Fall Teufel, nach Feierabend gezeichnet wird, ist ja mal so was von neben der Spur und voll mit Klischees, das es ja schon fast wehtut. …. Ja klar, Humor und so. Mal ganz nebenbei bemerkt: Ich glaube kaum, dass die heutige Jugend den Gag mit dem Schriftzug 'HellsBells' auf der Unterhose des Teufels versteht. Ich fand den Gag jetzt auch nicht so dicke.

    Nun gut. Das Buch und ich hatten direkt einen schlechten Start und ich habe noch nicht mal die recht verwaschenen Zeichnungen angemerkt. Aber vielleicht wird es ja noch. Denn jetzt kommt die Geschichte um den Cornibus. Den auspackenden Hausdämonen.

    Und was soll ich sagen? Es wurde mit uns (dem Buch und mir) nicht wesentlich besser. Verpackt als kleine Tierdokumentation sieht der Teufel nun also die Berichterstattung zum Hausdämonen. Wieso sie so sind wie sie sind, wo sie geboren werden und was sie so besonders macht. Mittendrin gibt es sogar Werbung. Ich hasse die sogar im AlltagsTV. Und obwohl die hier dargebotene den Versuch unternimmt witzig zu sein, fand ich sie einfach nur tierisch nervig und überflüssig. Wer brauch denn bitte schon einen Fünfzack? Immerhin sind der Teufel und ich uns dabei einig. Es gibt also doch einen Lichtblick für die Geschichte und mich.

    Während der Berichterstattung hat mich, mal abgesehen von der Verwurstung der Geschichte um die Sintflut --- Also wenn das wirklich so war: Dann waren ja alle Tier weg. Wie konnten sich dann die Spezies auf der Erde erholen? Was wurde aus Noah und Co. und wie um alles in der Welt ging das mit dem Dinosaurier? ---- Naja, meine Meinung über die Geschichte war zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich gut, somit sei mir mal das ganze Gemecker hier erlaubt. Und ja, ich weiß, dass es eine Geschichte für Kinder ist. Aber darf man nicht davon ausgehen, dass sich 10-jährige Kinder vielleicht auch nicht nur stumpf unterhalten lassen, sondern den einen oder anderen Aspekt hinterfragen? …. Aber weiter im Text.

    So niedlich Cornibus auch ist, so fürchterlich ist seine Artikulation. Also bitte. Jetzt auch noch Kleinkindgebrabbel bei einem scheinbar ausgewachsenen Hausdämonen. Natürlich kann man so den Niedlichkeitsfaktor erhöhen, aber muss das wirklich so plump sein? Und dann war da ja noch sein furchtbar, kindlicher Jähzorn. Hier war ich dann völlig raus. Zum Glück war das Buch dann aber auch schon am Ende. Immerhin räumt der Teufel seien ganzen Dreck schön ordentlich weg bevor er ins Bett geht. Wie bitte? Natürlich macht er es nicht. Er gähnt, streckt sich, steht auf, lässt alles liegen, wo es hinfällt und geht in Bett. Das Unterhemd ist dreckig, die Flasche (die hat mich wirklich extrem gestört) kippt um und der ganze Mist bleibt liegen. Ja, ja, natürlich Teufel und so, aber muss das sein? Was lernen Kinder aus solchen Bilder? …. Wo wir wieder beim Thema Überreaktion und Spießigkeit wären. Immer dran denken: Das ist meine Meinung und nicht Deine. Jeder darf sich gern seine eigene bilden.

    Und dann war da noch des einhornkupierte Einhorn, das die ganze Zeit durchs Bild huschte. Ich wurde nicht den Eindruck los, dass mir das irgendwie bekannt vorkam. Im Schlussbild wird es dann als 'Fauxpas' benannt. Will uns das etwas sagen? Vielleicht im Zusammenhang mit dem Buch oder eben mit dem letzten Bild? …. Nur mal laut gedacht.


    Und zu guter Letzt sind da noch die Zeichnungen im Buch. Ich fand sie nicht gut. Bereits bei den ersten Bildern war mir nicht ganz sicher, ob meine Tochter davon nicht Albträume bekommt. (Angemerkt: Meine erste Sichtung des Buches habe ich mit meiner Tochter unternommen) Mir waren sie zu schwammig. Gerade die Höllenbewohner machten einer sehr 'blobigen' Eindruck. Aber wer bin ich mich darüber zu brüskieren, meine Bilder wären sicherlich noch furchtbaren. Wie dem auch sei, mich haben die Bilder nicht angesprochen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass das Buch bei mir auf den ersten Seiten schon verloren hatte.


    Fazit:

    Cornibus war ein Cover- und Kurzinhaltsangabe-Kauf, den ich irgendwie doch bereue. Mir persönlich gibt die Geschichte nichts. Ich fand sie nicht lustig und kann mir vorstellen, dass viele Anspielungen bei Kindern gar nicht erst ankommen. (Meine Tochter fragte mich sogar was das mit der 666 auf sich hat und dem Dreizack. Aber woher soll sie das auch wissen?) Für mich als Erwachsenen war die Geschichte ein Reinfall und obwohl ich sie meiner Tochter mittlerweile mehrfach vorgetragen habe (ich habe sogar die Stimmen verstellt, um es vielleicht besser auf mich wirklich zu lassen. Hat aber nicht funktioniert), konnte die Geschichte mich einfach nicht für sich gewinnen. Zum Glück bin ich nicht die Zielgruppe.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5:




    Fazit die Zweite:

    Wie angesprochen bin ich nicht ansatzweise das Publikum, für welches die Geschichte geschrieben und illustriert wurde, also habe ich auch meine Tochter gefragt was sie davon hält.

    Ihre kurze Antwort war, dass sie sie gut findet, insbesondere der Werbeteil scheint es ihr angetan zu haben. Also hat das Buch hier wohl doch etwas richtig gemacht. .... Allerdings, wenn es nur der Werbeteil ist? --- Naja, egal.

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn