Leigh Bardugo - Das neunte Haus / Ninth House

Das neunte Haus

5 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: Knaur HC

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 528

ISBN: 9783426227176

Termin: April 2020

  • Kurzmeinung

    Scalymausi
    Ein tolles Leseerlebnis, auch wenn man ein wenig gebraucht hat um alles zu begreifen. Toller Aufbau und Charaktere.
  • Kurzmeinung

    Aleshanee
    Verwirrender Anfang, geniale Entwicklung
  • Inhalt:
    Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …
    Als auf dem Campus von Yale mehrere Studentinnen brutal ermordet werden, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.


    Rezension:
    Alex Stern ist ein Erstsemester an der Elite-Universität Yale und hat mehr als genug damit zu tun in ihren Kursen nicht den Anschluss zu verlieren. Doch als Mitglied von Haus Lethe muss sie nach ihren Kursen noch die okkulten Aktivitäten der Acht Häuser des Schleiers überwachen und als wäre das nicht schon genug, wird auch noch eine junge Frau auf dem Campus brutal ermordet.
    Für Alex steht fest, dass mehr hinter diesem Mord steckt, als es auf den ersten Blick den Anschein hat und beginnt mit den Ermittlungen!


    "Das neunte Haus" ist der Auftakt einer Dilogie von Leigh Bardugo und wird aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der zwanzig Jahre alten Galaxy - Alex - Stern und Daniel - Darlington - Arlington erzählt.
    Die Geschichte wird dabei auf drei Zeitebenen erzählt. Der Prolog spielt im Vorfrühling und zeigt die Gegenwart, wo Alex sich in einer ungewöhnlichen Situation befindet, die definitiv neugierig macht, bevor die Geschichte zurück in den Winter springt, wo wir Alex begleiten und nach und nach erfahren, wie es zu den Ereignissen gekommen ist, von denen Alex sich im Vorfrühling erholt.
    Im Herbst zuvor können wir dagegen aus der Sicht von Darlington lesen und dürfen so beispielsweise die erste Begegnung von Darlington und Alex miterleben und können Alex' Anfänge als Dante begleiten.
    Mir haben diese wechselnden Zeitebenen sehr gut gefallen, weil sich die Geschichte so nach und nach zu einem schlüssigen Bild zusammengesetzt hat!


    In Yale gibt es die Acht Häuser des Schleiers, mächtige Studentenverbindungen, die je eine andere Form der Magie praktizieren. So sagen Skull and Bones beispielsweise durch Eingeweideschau Aktienkurse voraus, während Scroll and Key Portalmagie anwenden kann.
    Lethe wacht als neuntes Haus über die Riten und Praktiken der Alten Acht. Alex ist der neue Dante Lethes und lernt unter ihrem Vergil Darlington die Mysterien des Hauses Lethe kennen.


    Alex ist keine gewöhnliche Protagonistin. Sie kann Graue sehen, Tote, die andere Lebende nur sehen können, wenn sie ein spezielles Elixier einnehmen. Eine Fähigkeit, die für Lethe von großer Bedeutung ist, für Alex aber immer nur schwer zu ertragen war und die sie häufig in Schwierigkeiten gebracht hat. Sie ist eine mutige Kick-Ass-Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist, die aber auch schon viel Schlimmes ertragen musste, das sie hart gemacht hat.
    Obwohl Alex offensichtlich keine typische Yale-Studentin ist, bemüht sie sich um gute Noten, was nicht so leicht ist, wenn man nach Schulschluss die okkulten Aktivitäten der Verbindungen überwachen muss und dabei auch noch auf sich allein gestellt ist, denn Darlington ist verschwunden.
    Darlington wird auch der Gentleman von Lethe genannt und das beschreibt ihn perfekt. Er wirkt manchmal aus einer früheren Zeit entsprungen, hat Manieren und ist sehr gebildet, immer auf der Suche nach neuen Wissen und kann Verbindungen sehen, die sonst keiner sieht. Er nimmt seinen Job bei Lethe sehr ernst und liebt Black Elm, das Anwesen, das er von seinem Großvater geerbt hat über alles.
    Sowohl Alex, als auch Darlington haben mir richtig gut gefallen! Bei Alex fand ich es klasse, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen, sich jeder Gefahr gestellt hat und bei Darlington mochte ich besonders die Begeisterung, die er für seinen Job hat.
    Auch die Nebencharaktere fand ich sehr interessant! Die zurückhaltende Pamela Dawes, die als Oculus bei Lethe arbeitet, ist sehr intelligent und kommt im Laufe der Handlung immer mehr aus sich heraus, aber auch der Centurion Detective Abel Turner hat mir richtig gut gefallen! Am Anfang war er kein Fan von Alex, aber die beiden müssen im weiteren Verlauf zusammenarbeiten und werden zu Verbündeten.


    Ich fand den Einstieg in die Geschichte ziemlich schwer. Besonders am Anfang gab es viele fremde Begriffe, dann sprang man zwischen den Zeitebenen hin und her. Da habe ich ein wenig Zeit gebraucht, um mich in der Geschichte zurechtzufinden. Aber je mehr ich gelesen habe, desto besser hat mir das Buch gefallen, bis ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte!
    Drogen, Gewalt, Mord, Vergewaltigung, skurrile Rituale. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven! Die Geschichte ist düster, aber auch voller Magie, für mich eine sehr gelungene Mischung!
    Mir hat es besonders gut gefallen, dass Alex stark an den Ermittlungen des Mordfalls beteiligt war, denn ich mag Bücher, in denen es Kriminalfälle aufzuklären gibt, einfach total gerne! Besonders, wenn man bis zum Ende nicht weiß, wer denn nun dahintersteckt, weil es viele potenzielle Mörder gibt und nichts ist, wie es scheint, weil Magie eine besondere Rolle spielt. Aber es gab nicht nur ein Verbrechen aufzuklären, sondern viele spannende Mysterien und wenn man dachte, dass man etwas durchschaut hat, dann kam Leigh Bardugo mit der nächsten Überraschung um die Ecke, einfach großartig! Die Handlung konnte mich total packen und so wurde das Buch zu einem wahren Pageturner, der mich begeistern konnte!


    Fazit:
    "Das neunte Haus" von Leigh Bardugo wurde für mich, nach einem eher schwierigen Einstieg, zu einem richtigen Pageturner, denn für mich hat die Mischung perfekt gepasst! Ich mochte die Charaktere, fand die Idee mit den alten Verbindungen, die Magie praktizieren und vom Haus Lethe bewacht werden, einfach genial und sehr gut umgesetzt! Die Handlung konnte mich absolut packen, denn nichts war, wie es auf den ersten Blick schien, und Leigh Bardugo hat mich mehrfach überrascht! Ich bin echt begeistert und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!
    Für mich definitiv ein Highlight und ich vergebe fünf Kleeblätter!

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  • Eigenzitat aus amazon.de:


    Alexandra Stern, kurz Alex – und eigentlich Galaxy Stern, aber diesen Namen hasst sie – ist in Yale angekommen, wo sie im Hauptfach Kunst studieren wird. Und dass, obwohl sie gar keinen Schulabschluss hat und die letzten paar Jahre ihres Lebens auf der Straße, als Couch-Surferin, Drogenhändlerin und Gelegenheitsprostituierte verbracht hatte. Doch als sie nach einer tödlichen Auseinandersetzung als einzige Überlebende im Krankenhaus wach wurde, saß dort ein Dekan an ihrem Bett und machte ihr ein ungewöhnliches Angebot. Sie sollte einen Studienplatz – und eine Unterkunft – an der renommierten Universität bekommen und dort zu einer der Studentenhäuser gehören, dem Haus Lethe.


    Die alten Studentenverbindungen oder –bruderschaften – allen voran Skulls und Bones -, die zusammengenommen einen großen Teil der Machtstruktur der USA geformt haben, bedienen sich anscheinend in ihren Ritualen aller möglicher Formen von Magie, um etwa Vorhersagen zu wirtschaftlichen Entwicklungen zu machen und dafür sind zum Teile überaus bizarre Verwendungen von menschlichen Körpern notwendig. Damit diese nicht ausufern und die Yale-„Zivilisten“ gegen die Universität aufbringen wurde das Haus Lethe gegründet. Seine Aufgabe ist es, die Rituale in bestimmten Grenzen zu halten und auch dafür zu sorgen, dass sogenannte „Graue“ – auf der Erde verbliebene Geister von Verstorbenen – nicht in die Ritualkreise eindringen, da dies zum Teil katastrophale Folgen haben kann. Außerdem sollen sie die Geheimhaltung sicherstellen und möglichst viel Wissen um die Häuser und ihre Rituale sammeln. Um die Geister zu sehen, müssen die Lethe-Mitglieder einen bestimmten, leberzerstörenden Trank einnehmen. Und da kommt Alex ins Spiel, denn sie ist in der Lage Geister auch ohne Hilfsmittel zu sehen, was einer der Gründe ihres bisherigen Lebenswegs gewesen ist.


    Zusammen mit ihrem Mentor Darlington besucht Alex einige sehr verstörende Rituale und lernt so die praktischen Aspekte ihrer Arbeit, wie auch nebenher Universitätsgeschichte, magische Theorie und viele andere Dinge. Ach ja, und sie muss auch noch das normale Studienpensum bewältigen, auf das sie ebenfalls bisher in keinster Weise vorbereitet worden ist.


    Dann verschwindet Darlington eines Tages bei einem Einsatz und Alex findet sich in der Rolle der Hauptpraktikantin des Hauses Lethe wieder – gerade zu einem Zeitpunkt, als die Magie in verschieenderlei Hinsicht beginnt über das Universitätsgelände hinauszugreifen und die Bevölkerung der Stadt zu bedrohen. Eine Verantwortung, die weit über das hinaus geht, was Alex bis zu diesem Zeitpunkt gekannt hat.


    Obwohl die Exposition dieses Romans beinahe über 100 Seiten geht, sind die dabei beschriebenen Dinge so interessant – und so interessant beschrieben – dass das nicht wirklich störend ist. Neben den Fragen von Magie und „Realität“, Macht und Geld, Schichtendenken und Bildungsarroganz spielen hier auch viele andere aktuelle Themen mit hinein, was „Das neunte Haus“ weit über die üblichen Magieschulenromane hinaushebt – und auf eine Fortsetzung hoffen lässt. :study::thumleft:

  • Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon):

    Der Tod besiegt alles
    Wahlspruch von Haus Lethe


    Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …

    Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.

    Campus-Leben, dunkle Magie und eine Heldin mit Kult-Potenzial: »Das neunte Haus« verbindet Urban Fantasy mit Gothic Noir zu einem unwiderstehlichen Mix.

    Die Autorin Leigh Bardugo hat mit ihren Fantasy-Bestsellern »Das Lied der Krähen« und »Das Gold der Krähen« ebenso wie mit ihrer Grisha-Trilogie auch in Deutschland bereits eine große Fangemeinde begeistert.



    Meine Meinung:

    Mysteriöse Studenten-Verbindungen, dunkle Magie, ein Mord und das alles von Leigh Bardugo geschrieben, da musste ich einfach zugreifen. Die Geschichte klang nach einer richtig guten Urban-Fantasy Story und ich wurde auch nicht enttäuscht.


    Zunächst einmal muss ich gestehen, dass mir der Einstieg in die Geschichte relativ schwer viel. Man wird einfach mitten in die Geschichte geworfen. Es fallen Bezeichnungen, Namen und es geschehen Dinge, die man einfach nicht einordnen kann. Erst nach und nach bekommt man die Erklärungen geliefert und ich kann mir vorstellen, dass es einigen schwerfallen könnte, an der Geschichte dranzubleiben.


    Jedoch fand ich, dass das der unglaublich tolle Schreibstil von Leigh Bardugo wieder ausgeglichen hat. Es ist zwar kein leichter Schreibstil und auch etwas anders, als bei ihrer Grisha-Reihe, aber trotzdem fesselnd.


    Die Handlung wird von den beiden Protagonisten Alex und Darlington erzählt. Alex ist ein wirklich interessanter und wie ich finde realistischer Charakter. Sie hat in ihrem Leben schon einiges durchgemacht, ist sarkastisch, stur und auch ein wenig ungehobelt, aber trotzdem schließt man sie schnell ins Herz. Darlington ist der geborenen Gentleman: gebildet, gute Manieren und charmant. Die beiden bilden ein interessantes Gespann und ich fand die Wortwechsel einfach zum Schießen. Darlington hat es als Mentor für Alex aber auch nicht leicht.


    Der Aufbau der Geschichte ist auch richtig gut gelungen, denn es werden abwechselnd die Geschehnisse aus Vergangenheit und Gegenwart geschildert. Zudem natürlich auch noch die Vergangenheit der beiden Protagonisten. Ich fand die Geschichte hat dadurch durchgehend ein gewisses Spannungslevel gehalten und auch das Ende war unvorhersehbar.


    Hier ist wirklich einiges geboten: Mord, Vergewaltigung, Drogenmissbrauch etc. kombiniert mit grausamen, brutalen und skurrilen Ritualen. Eine interessante Kombination, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe. Ich bin unheimlich begeistert von der Geschichte und nach dem Ende scheint es wohl auf einen zweite Teil hinauszulaufen. Die Autorin hat hier ein Werk geschaffen, das mir noch lange im Kopf bleiben wird.


    Bewertung: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • Klappentext


    Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …


    Als auf dem Campus von Yale mehrere Studentinnen brutal ermordet werden, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.


    Meine Meinung


    Pju, schwierig, echt schwierig ... denn am Anfang hat mich die Geschichte durchaus neugierig gemacht, konnte mich aber noch nicht so mitreißen, aber dann, wenn man langsam erfasst worums geht, hat sie mich mega begeistert! Man wird zu Beginn direkt in das Geschehen geworfen und weiß nicht so recht, was man damit anfangen soll: ein Mädchen auf einem Campus in Yale, Elite-Häuser mit mächtiger Magie und Zeitsprünge, die die Ereignisse erst nach und nach beleuchten - das war für den Einstieg gar nicht so leicht.


    Seit zwei Jahrhunderten bestimmen die acht Häuser, die ihren Sitz auf dem Gelände der Yale Universtität haben, durch magische Rituale viele wichtige Interessen und haben Kontakte zur Politik, Wirtschaft und auch Polizeibehörden. Ähnlich wie Geheimgesellschaften fungieren und lenken sie im Hintergrund, ziehen an den weltlichen und gesellschaftlichen Fäden und agieren in hohen Positionen.

    Sie nutzen Kraftpunkte uralter Magie, die jedes Haus auf unterschiedliche Weise zu nutzen weiß. Hier gibt es hinten im Buch auch kurze Erklärung dazu, sowie man auch in der Geschichte selbst immer wieder Auszüge aus den Schriften von "Lethe" darüber lesen kann.

    Lethe ist das Neunte Haus, das erst später gegründet wurde, um die teils gefährlichen Machenschaften der anderen zu überwachen und mehr Schutz zu gewährleisten.


    Die Protagonistin Alex Stern ist keine typische Kandidatin, um in diese Verbindung aufgenommen zu werden, doch eine besondere Gabe hat sie für die Häuser extrem interessant gemacht. Ein Mordfall auf dem Campus zieht sie in eine gefährliche Ermittlung, dessen Tragweite sie nicht ahnen kann.


    Der Aufbau der Geschichte ist dabei wirklich höchst eigenwillig, denn während man Alex´ Nachforschungen verfolgt, gibt es immer wieder Rückblicke, wie es überhaupt dazu kam, dass sie aufgenommen wurde und wie die erste Zeit mit ihrem "Lehrer" Darlington verlief, der sie in die Geheimnisse und Aktivitäten des Hauses Lethe einführen soll. Diese Zeitsprünge sind aber gut integriert, denn durch die Kapitelüberschriften der jeweiligen Jahreszeit weiß man immer, wann man gerade mit ihr unterwegs ist.

    Es hat etwas gedauert, bis ich mich damit zurecht gefunden habe - wobei mir auch die vielen Bezeichnungen für verschiedene Positionen und Ränge der Figuren wie auch vom Campusleben dabei waren, die ich nicht sofort einordnen konnte.

    Während ich also in der ersten Hälfte noch etwas unschlüssig war, hat es mich aber immer mehr in den Bann gezogen, je mehr ich verstanden habe und je mehr sich die Hintergründe aufgefächert und erklärt haben.


    Neben dem ganzen, wirklich sehr gut konstruierten magischen System der Häuser und den Fragen, die der Mord aufwirft, steht vor allem auch Alex selbst im Mittelpunkt. Ihr Leben, ihre Erfahrungen und ihr daraus resultierender, schwieriger Charakter, der sich durch die Rückblicke immer mehr entschleiert, entwickelt einen unglaublich spannenden Sog. Es ist eine düstere, traurige und drastische Vergangenheit, die ohne Schönfärberei und mit deutlichen Worten erzählt wird, ein abschreckendes Milieu, in dem Gewalt und Abhängigkeit an der Tagesordnung stehen.

    Alex ist ein ganz besonderer Charakter und überaus treffend und authentisch in all ihren Handlungen und Gedanken. Wie übrigens auch alle anderen Figuren, die jede für sich etwas spezielles und unergründliches an sich hatte.


    Besonders herausheben möchte ich auch die Ideen der magischen Anwendungen, die die Häuser in ihren Ritualen und Artefakten hervorrufen können, da hat sich die Autorin einige echt originelle Ideen einfallen lassen, die ich wirklich außergewöhlich fand.

    Auch die Spannung wird größer und das Entschlüsseln des Rätseln hält einige Überraschungen bereit.


    Wie schon gesagt ist es echt schwierig für mich, jetzt das Buch zu beurteilen. Wäre der Anfang etwas "leichter" gewesen, wäre es perfekt, denn am Ende war ich wirklich total geflasht von der gut ausgearbeiteten Handlung, den genialen Figuren und den vielen Besonderheiten, die diese Geschichte so außergewöhnlich macht. Trotz dem etwas - für mich - holperigen Start kann und muss ich aber die volle Punktzahl vergeben, weil ich es insgesamt als eine absolut genial aufgebaute und fesselnde Geschichte empfinde, auf deren Fortsetzung ich mich schon mega freue!


    Mein Fazit: 5 Sterne