Carl-Johan Forssén Ehrlin - Der kleine Moritz und die Durcheinander-Woche

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  • Leider ist der kleine Moritz gar nicht mein Fall, dabei klang das Buch toll. Moritz erlebt nämlich in einer Woche wahnsinnig viel und einiges davon ist gar nicht so leicht zu verarbeiten, denn er ist mit seiner Familie gerade erst umgezogen, hat etwas Angst vorm ersten Tag im Kindergarten, vermisst seine Freude, gruselt sich vor Spinnen und Brokkoli und tut sich einmal auch noch sehr weh.


    Das Buch sollte eine Hilfestellung sein, wie man kleine Helden bei diesen Herausforderungen unterstützen kann. Jeden Tag gibt es eine Geschichte. Moritz hat zunächst ein Problem, dann hilft ihm jemand und am Ende hat er die Herausforderung erfolgreich gemeistert. Leider finde ich die Geschichten nicht schön geschrieben und die Illustrationen gefallen mir auch nur bedingt. Für ein Vorlesebuch ist die Schriftgröße auch sehr klein. Dadurch passt zwar jeder Tag/jede Herausforderung auf eine Doppelseite, aber da man meiner Meinung nach von diesen Geschichten nicht mehrere nach einander lesen sollte, damit sie etwas nachwirken können, kommt man gar nicht zum Umblättern, sondern schaut mit dem Kind die ganze Zeit nur auf eine Seite. Es wäre schöner gewesen, eine größere Schrift zu nehmen und dann ein paar zusätzliche Seiten zu spendieren.


    Nach diesen Geschichten gibt es noch einen Part für den Vorleser. Dort wird beschrieben, was in den Geschichten an Psychologie steckt, also welche Techniken, und wie man diese umsetzen soll. Vielleicht bin ich dafür (aktuell) einfach nicht offen, aber ich hatte mit vielem meine Schwierigkeiten. Dass es hilfreich sein kann, einem Schmerz eine Farbe zu geben und dadurch diesen verschwinden zu lassen, ist mir bekannt, aber sich Gefühle vorzustellen, die sich im Körper oder außerhalb drehen und die man dann in eine andere Richtung drehen lassen soll, damit sich das Gefühl ändert etc. Das war einfach nicht meins.


    Fazit: Das Buch ist vermutlich Geschmackssache. Ich kann mir leider nicht vorstellen, davon etwas bei meinem Kind anzuwenden. Die Geschichten sind als Vorlesegeschichten nicht schön geschrieben, die Illustrationen finde ich nicht sehr gelungen und dass man beim Vorlesen nicht umblättern kann, sondern sich pro Geschichte alles nur auf einer Doppelseite abspielt, missfällt mir ebenfalls. Psychologische Ansätze gefallen mir in der Regel gut, aber mit diesem Buch und wie die Techniken umgesetzt wurden, konnte ich leider nicht allzu viel anfangen.


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