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Frank Tallis - Teuflischer Walzer / Mephisto Waltz

Teuflischer Walzer

4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 7 der

Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783442716159

Termin: Neuerscheinung Dezember 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Wien, 1904. Der Arzt und Psychoanalytiker Max Liebermann ermittelt in seinem spektakulärsten Fall. In einer verlassenen Klavierfabrik wird ein Toter gefunden, auf einem Stuhl sitzend, getötet mit einem Kopfschuss – und mit Säure übergossen. Inspektor Reinhardt ruft seinen alten Freund und Freud-Schüler Doktor Max Liebermann zu Hilfe. Ihre Ermittlungen führen die beiden hinter die schillernde Fassade in die Schattenwelt der Fin-de-Siècle Metropole. Spannend, psychologisch tiefgründig und voller Finesse entführt uns der mehrfach preisgekrönte Autor in das faszinierende Wien der Jahrhundertwende.
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  • DerAutor Frank Thallis ist nicht nur Schriftsteller sondern auchPsychologe und siedelt seine Kriminalromane rund um Max Liebermann im Wien kurz nach 1900 an, als Wien die Metropole des Fin de sie'clewar.

    Liebermannist nicht nur der Freund von Inspektor Rheinhardt sondern auch Psychologe und Schüler von Sigmund Freud. Es ist daher kein Wunder, dass Rheinhardt mit Hilfe von Liebermann seine Fälle schneller lösen kann.


    Diesmal geht es um eine anarchische Vereinigung, deren Anführer dergeheimnisvolle „Mephistopheles“ ist und anscheinend mit seinen
    Gleichgesinnten eine Bombenanschlag in Wien plant, womöglich auf den Kaiser.


    Die erste Hälfte des Romanes hatte ich ein bisschen zu kämpfen, da es abwechselnd mehrere Geschehensstränge gibt und dadurch für mich zunächst ein Wirrwarr von Namen. Nach und nach ergibt alles ein schlüssiges Bild, angefangen von dem Toten, den man in einer aufgelassenen Klavierfabrik findet, sein Gesicht von Säure verstümmelt und offenbar vor einem Tribunal des Mephistopheles zu
    Tode verurteilt wurde, bis hin zu einem anderen Ermordeten im Hotel Beatrix und zur Auflösung, welche Personen welche Rollen in diesem Komplott spielen. Auch die wahre Identität von Mephistopheles wird aufgedeckt.


    Sehr gefallen haben mir die Gespräche zwischen Liebermann und Sigmund Freud, besonders ihr Diskurs über Le Bon, der als Begründer der Massenpsychologie gilt. Auch die Darstellung der Kriminologie dieser Zeit (es war der Beginn der Ermittlungen mittels Fingerabdrücke und des Kardiographens, einer Vorform des Lügendetektors) fand ich sehr interessant. Überhaupt lernt man sehr viel über Wien, Musik, Tarnung im Allgemeinen und im Speziellen und über die Rolle der Ochrana, der Geheimdienste zur Zeit des Zaren in Russland.


    Ob ich allerdings noch einen weiteren Roman von Frank Tallis lesen werde, weiss ich noch nicht, denn so ganz überzeugen konnte mich„Teuflischer Walzer“ nicht .

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Teuflischer Walzer – Frank Thallis“ zu „Frank Tallis - Teuflischer Walzer / Mephisto Waltz“ geändert.