G. Derek Adams - The Riddle Box

The Riddle Box

3.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 2 der

Verlag: Lodestar

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 290

ISBN: 9780692224274

Termin: November 2014

  • Kurzmeinung

    Dave2311
    ist ein unterhaltsamer, düsterer, blutiger Krimi, mit vielen Geheimnissen und einer bunten Mischung an Charakteren
  • Autor - Titel:

    G. Derek Adams - The Riddle Box


    Sprache: englisch

    Schlagworte: Krimi, Magie, Geheimnis, Morde, Fantasy

    ISBN/ASIN: 9780692224274

    Bindung: Taschenbuch



    Autor:

    In his formative college years at University of Georgia, G. Derek Adams spent his time cultivating a love of words, theater, and Dungeons & Dragons. Adams has written two previous novels and is threatening to write more. He has an abiding love for the fantasy universe and an unabashed desire to play within it. Adams lives in Athens, Georgia, with his beloved, a dog, two cats, and a rescue warg.

    (Q Inkshares)


    Inhalt:

    Agatha Christie plays Dungeons & Dragons. Our Heroes Investigate A Series of Murders. Poorly.


    Jonas and Rime return for their second adventure. Of course they aren't actually aware that it's the 'second' adventure, how does one categorize sequential happenings after all? Jonas would consider this at least his 11th adventure, if you count that time he fell into the pig trough. Rime refuses to distinguish between the discrete moments of death-adjacency in her life, so merely thinks of them as 'Oh, Another Thing I Have to Deal With'.


    Fans of the first novel, Spell/Sword, know the deal. Jonas is a squire, reasonably competent with a sword and not much else. Rime is a wild mage - unfathomably powerful, physically frail, doomed to madness, and really a pain to be around most of the time.


    Having narrowly escaped the brutal Hunt, the two travelers arrive at the House of the Heart-Broken Lion, an elegant manor deep in the dark woods. They interrupt a banquet and watch a play and also witness a murder. The doors are locked so one of the guests is a killer. You see where this is going, yes? Don't be so sure...there are many secrets waiting inside the Riddle Box.

    (Q Goodreads)


    Meinung:

    The Riddle Box




    Der Prinz Towerlock ist in der Höhle des Wizard of Black. Adelig wie er ist, quatscht er diesen hochtrabend und ausgeschmückt voll. Der Wizard selbst antwortet im gleichen Ton.

    Hier habe ich schlimmes erwartet, aber ich las weiter.

    Der Prinz trauert um seine Liebe, zusammen mit seinem Gehilfen hat er diese auf den Berg des Zauberers gebracht und bittet diesen sie zu ihm zurückzubringen. Als der Prinz den Sarg öffnet, tritt der Zauberer schockiert zurück. Die Geliebte ist blutüberströmt und schlussendlich tot.

    Jetzt macht sich auch das Publikum bemerkbar. Ein Raunen geht durch die Reihen der Zuschauer und plötzlich fällt allen, insbesondere dem Herrn des Hauses, auf, dass nur zwei Personen als Täter in Frage kommen. Zwei junge Besucher sind erst vor kurzem, durch strömenden Regen, völlig verdreckt und unangemeldet im Anwesen aufgetaucht und auf diese Beiden richten sich jetzt, voller Anklage, die Augen der Gäste.


    Nach dem kräftezehrenden Kampf des letzten Teils, haben die wilde Magierin Rime und ihr Knappe/Leibwächter Jonas einen wirklich schlechten Start beim Besuch des Heart-Broken Lion Anwesens. Rime ist nur hierhergekommen um mit einem der Anwesenden etwas geschäftliches zu klären. Nun müssen sich die Beiden mit einer Mordanschuldigung rumärgern. Rime, aus gutem Haus, kann mit ihrer lieblichen Stimme (ja sie kann auch nett) den Lord vorerst davon überzeugen, dass sie und Jonas nichts mit dem Tod der Schauspielerin zu tun haben. Lord Bellwether will die Sache aber geklärt haben und lässt den Ausgang verschließen und die Ordnungshüter des Nachbarortes verständigen. Diese brauchen aber ein paar Tage bis sie vor Ort sind. Rime will dem Mord auf den Grund gehen, hat nun einiges zu tun und wird am Ende auf ein Mysterium treffen, welches sie sich nicht im Traum vorstellen konnte.


    15 Gäste, inklusive Rime, Jonas und der toten Schauspielerin sind im Anwesen. Nach und nach lichten sich die Reihen der Verdächtigen, denn es bleibt nicht bei nur einem Mord. Es wird blutig, rätselhaft und es werden Intrigen aufgedeckt. Am Ende müssen Rime und Jonas sich nicht nur mit Morden sondern auch mit einer uralten, dunklen Macht rumschlagen, die selbst Rime sehr gefährlich werden kann.


    Nachdem ich Spell/Sword gelesen habe und das erste Mal mit Rime und Jonas auf Reisen gegangen bin, habe ich mir bereits direkt den nächsten Teil, also diesen hier, besorgt. Es war kein wirklich großartiger Ausflug mit den beiden unterschiedlichen Protagonisten, dennoch hat mir das erste Abenteuer viel Spaß gemacht und ich wurde gut unterhalten. Meine Erwartungen an diesen Teil der Geschichte um die Magierin und ihren Leibwächter waren dementsprechend hoch. Leider aber habe ich hier etwas völlig anderes geliefert bekommen als ich erwartet habe. Es war dieses Mal kein actionreiches, witziges, gefährliches, unterhaltsames Reiseabenteuer, in dem sich die Beiden gegen jede Menge Schurken wehren müssen und am Ende einen spektakulären Kampf austragen. Hier findet man jetzt einen Krimi, zwar einen recht mystischen, mit vielen fantastischen Elementen, aber eben nur einen Krimi.


    Rime versucht sich als eine Art weiblicher Sherlock Holmes. Sie sammelt Hinweise en masse, wertet sie, stellt Verbindungen her und versucht den Übeltäter unter den Anwesenden auszumachen. Dabei wechselt sie, wie auch im vergangen Teil, immer wieder zwischen ihrer Bibliothek und der Realität. Sie ist die ganze Zeit sehr ambitioniert bei der Sache. Rime steht definitiv im Mittelpunkt der Geschichte. Sie ist der dominierende Charakter und nimmt der Zügel der Erzählung fest in die Hand. Ab und an entgleiten ihr zwar die Dinge und sie muss sich neu sammeln, dennoch wirkt sie stark und überzeugend, allerdings nervt sie ab und an ziemlich mit ihrer schon an Überheblichkeit grenzenden Art.

    Jonas bleibt, wie auch im Spell/Sword, etwas weiter im Hintergrund stehen. Er spielt den etwas dummen, tollpatschigen Nebendarsteller, auf dessen Rücken sich einige Gags der Geschichte abspielen. Er bekommt zwar seinen Moment in der Story, aber etwas dominanter hätte er ruhig sein dürfen. Es ist eigentlich ein Wunder, dass er die Geschichte, bis auf kleinere Blessuren überlebt hat.

    Witze allgemein, gibt es nicht wirklich viele. Im Großen und Ganzen ist die Story recht düster, etwas beklemmend, undurchsichtig und ernst. Eigentlich trägt fast ausschließlich Jonas den Clownanteil. Ein paar wenige Späßchen am Rande gibt es aber dennoch.

    Die anderen Mitspieler in diesem undurchsichtigen, blutigen Fall, teilen sich die Aufmerksamkeit des Lesers zu unterschiedlichem Teil. Man lernt jeden kennen, doch nicht jeder hinterlässt einen bleiben Eindruck. Recht nett fand ich die Nachrufe in der Geschichte. Wenn sich ein Charakter unfreiwillig verabschiedet hat, gab es ein paar Seiten extra für diese Person, auf denen in spezieller Form auf deren Leben und Wirken eingegangen wird.

    Es gibt sogar einen Charakter aus dem ersten Teil, der sich kurz, aber eindrucksvoll, in die Handlung im Heart-Broken Lion Anwesen einmischt.


    Ich war etwas enttäuscht, dass die Handlung aus dem ersten Teil nicht direkt aufgegriffen wird. Am Ende aber wird der Bogen zurück zum vergangenen Abenteuer gespannt und der Cliffhanger zum nächsten Teil (Asteriod made of Dragons) lässt auf viel Spannung und Action hoffen.


    Ich musste mich zu Beginn lange an das Setting und den Genrewechsel der Erzählung gewöhnen. Meine Erwartungen für diesen Teil waren völlig anders. Ohne zu wissen was im nächsten Teil auf mich wartet, würde ich sagen, dass das hier mehr ein Zwischenspiel war. Vielleicht aber wurden hier auch neue Personen und Ereignisse für weiterführende Handlungen eingeführt. Ich will hoffen, dass dieser Teil nicht nur den Grund hatte ein zusätzliches Buch zu verkaufen, immerhin werden einige wirklich interessante Themen angesprochen, die einer ausgiebigeren Betrachtung würdig sind.


    Am Ende kann ich sagen, dass ich dennoch recht angenehm unterhalten wurde. Wie auch beim ersten Teil bin ich nicht rundum glücklich. Jonas kommt wieder zu kurz, Rime ist zu sehr von sich überzeugt und einige Themen werden zu kurz behandelt. Die Aufklärung der Geschehnisse im Haus ist okay, aber in Verbindung mit der auftauchenden Box und den Hintergründen dieser, doch etwas zu kurz gehalten. Ich hoffe dieses Thema wird im folgenden Band ausgiebiger behandelt.


    Fazit:

    The Riddle Box ist ein unterhaltsamer, düsterer, blutiger Krimi, mit vielen Geheimnissen und einer bunten Mischung an Charakteren und vielen fantastischen Elementen. Der Humor hält sich in Grenzen, ist aber durchaus da. Das Setting passt und auch die Aufklärung ist, wenn auch nicht rundum befriedigend, ausreichend. Es fühlte sich aber nicht ganz rund/fertig an.

    Dennoch sehe ich dem nächsten Teil der Geschichte um Rime und Jonas positiv und erwartungsvoll entgegen. Die beiden sind mir irgendwie, trotz oder gerade wegen ihrer Gegensätze und Eigenheiten, irgendwie ans Herz gewachsen.

    Die Hintergründe der Riddle Box finde ich recht tiefgründig, vor allem wenn man Rime betrachtet, bei der der Wahnsinn ja irgendwie immer mitspielt.


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    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn