Sophie Anderson - The Girl who speaks Bear

The Girl Who Speaks Bear

4.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Usborne Publishing

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 411

ISBN: 9781474940672

Termin: September 2019


  • Autor - Titel:

    Sophie Anderson - The Girl who speaks Bear


    Sprache: englich

    Schlagworte: Abenteuer, Mut, Familie, Märchen, Jugendbuch,

    ISBN/ASIN: 9781474940672

    Bindung: Taschenbuch



    Autor:

    Sophie Anderson grew up with stories in her blood, from her mother, who is a writer, to her Prussian grandmother, whose own storytelling inspired The House with Chicken Legs. Now living in the Lake District with her family, Sophie loves walking, canoeing and daydreaming. She spends every spare minute reading, and loves to talk about books online, offline and to anyone else who will listen. Sophie’s dream is to create stories that help children to explore the world and fall in love with its beautiful diversity.

    ( Q usborne)


    Inhalt:

    They call me Yanka the Bear. Not because of where I was found – only a few people know about that. They call me Yanka the Bear because I am so big and strong.


    Found abandoned in a bear cave as a baby, Yanka has always wondered about where she is from. She tries to ignore the strange whispers and looks from the villagers, wishing she was as strong on the inside as she is on the outside. But, when she has to flee her house, looking for answers about who she really is, a journey far beyond one that she ever imagined begins: from icy rivers to smouldering mountains meeting an ever-growing herd of extraordinary friends along the way.

    ( Q usborne)


    Meinung:

    The Girl who speaks Bear


    Yanka (12) lebt mit ihrer Mamochka etwas abseits des Dorfes, welches sich am Rande des Schneewaldes befindet. Yanka ist für ihr Alter sehr groß, größer als selbst die Erwachsenen im Dorf, und sie ist stark, so stark wie ein Bär, deshalb wird sie von allen nur Yanka der Bär genannt. Yanka ist nicht wirklich glücklich mit diesem Spitznamen und viele der Dorfbewohner sehen sie merkwürdig an und gehen ihr aus dem Weg. Nur einen Jungen kann sie einen Freund nennen, Sasha.

    Yanka fühlt sich zwar in der Umgebung von Menschen wohl, doch hat sie immer das Gefühl nicht hierher zu gehören. Etwas in ihr will sie immer in den Wald drängen. Das könnte an ihrer Vergangenheit liegen, denn Mamochka ist nicht ihre leibliche Mutter. Sie hat Yanka im Alter von zwei Jahren vor einer Bärenhöhle gefunden und sich ihrer angenommen. Die beiden lieben sich wie Mutter und Tochter, doch Yanka verspürt immer wieder den Drang im Wald nach Antworten zu suchen.

    In ihrem Zuhause bei Mamochka besucht sie ab und an der Einsiedler Anatoly. Er schaut nur ein paar mal im Jahr herein, doch er bringt immer fantastische Geschichten mit und Yanka liebt die Geschichten, auch wenn ihr klar ist, dass sie wohl erfunden sind, schöpf sie aus ihnen Kraft.

    Als im Dorf das Fest zum Ende des Winters beginnt, hat Yanka einen Unfall und wacht erst einen Tag später wieder daheim auf. Sie bemerkt eine Veränderung. Mamochka ist besorgt, doch Yanka macht sich kurzentschlossen auf in den Schneewald, um ihre Vergangenheit zu finden und eine Erklärung für ihre Veränderung zu finden. Begleitet wird sie dabei von ihrem Hauswiesel Mousetrap. Sie findet neue Freunde, muss sich vielen Gefahren und ihrer Vergangenheit stellen. Auf dem Weg durch den Wald, begleitet von Freunden und den Geschichten Anatolys, entdeckt sie plötzlich wieviel Wahrheit in den Geschichten steckt und was wirklich im Leben zählt.


    Sophie Anderson hat mit dieser Geschichte ein wunderschönes Stück Literatur abgeliefert. Es ist angelehnt an alte russische Märchen. Es ist traurig, hoffnungsvoll, märchenhaft und voller Herz. Als Leser lernt man Yanka kennen und fühlt direkt mit ihr. Ihre Unsicherheit im Dorf und sich selbst gegenüber ist spürbar. Die Märchen, welche sie von Anatoly kennt, geben ihr aber Hoffnung. Auf magische Weise verändert sie sich und durch die Veränderung kann sie nun auch Tiere verstehen, was dem Buch noch mehr Märchenhaftigkeit verleiht. Ihr Hauswiesel wird zu einem ständigen Begleiter und auch der lustige Teil der Geschichte. Ansonsten muss man sich als Leser schon auf wenig zu lachen einstellen, denn die Geschichte um Yanka ist recht ernst. Dennoch wird es nie langweilig. Yanka stolpert von einem Ereignis ins nächste. Es sind sowohl bedrohliche als auch freundliche und nähert sich nach und nach ihrer wahren Vergangenheit.

    Ihre Herkunft sucht und findet Yanka im Verlauf der ersten Hälfte der Erzählung. Im zweiten Teil versucht sie, zusammen mit all den Wesen, welche sich ihr auf ihrer Reise angeschlossen haben, ihre Zukunft ins Reine zu bringen. Dieser Teil ist der weitaus aktionreicher. Ich brauchte etwas, um mich mit der Veränderung in der Geschichte zu arrangieren. Nach und nach aber kam ich damit zurecht, wenn auch nicht so ganz. Bereits im ersten Teil der Geschichte werden manche Punkte angesprochen, welche Yanka in der zweiten Hälfte beschäftigen. Immerhin hat die Autorin den Bogen soweit gespannt, dass es sich, zwar für mich nicht ganz rund, aber immerhin passend anfühlte.

    Was mich am meisten begeistert hat waren die Geschichten in der Geschichte. Immer wieder erzählt einer der Charaktere eine Art Märchen (passend natürlich zum Ablauf in der eigentlichen Yanka Erzählung), welches sich im Schneewald abspielt. Zusammen betrachtet greifen all die Märchen ineinander und erzählen eine eigene Geschichte und auf diese treffen Yanka und ihre Begleiter im Lauf ihrer Reise immer wieder. Die Erzählung und die Märchen zusammen betrachten ergeben dann …. ich will mal nicht vorgreifen.

    Yanka erkennt während ihrer Reise immer mehr ihrer Vergangenheit und realisiert auch ihre Gegenwart immer deutlicher. Dadurch erkennt sie was für die Zukunft wichtig ist und das wiederum ist eine wunderschöne Moral von der Geschicht', welche der Leser und Yanka am Ende erkennen werden.


    Fazit:

    The Girl who speaks Bear ist ein wunderschönes Märchen, mit viel Herz. Ich hatte meine Problemchen mit dem Wechsel der Richtung der Geschichte zur Hälfte hin, aber am Ende schließt man als Leser das Buch und sagt sich selbst '...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.', denn so enden Märchen und man hat als Leser einfach ein gutes Gefühl.

    Ich habe Yanka, Mousetrap, Anatoly und alle anderen lieben gelernt und fand den Erzählstil und die Märchen im Märchen wirklich wunderschön. Und nebenbei gesagt: Neben der Odyssee, auf welcher sich Yanka befindet, gibt es in der Geschichte auch noch einen riesigen, dreiköpfigen, feuerspeienden, bösen Drachen.

    Märchenliebende, ob nun junge oder alte, haben mit Sicherheit ihre Freude an der Geschichte.



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    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn