B. E. Pfeiffer - Ein Boss zu Weihnachten

Mistletoe: Ein Boss zu Weihnachten

3.8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Sternensand Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 362

ISBN: 9783038960935

Termin: November 2019

  • Mistletoe (Ein Boss zu Weihnachten) - B. E. Pfeiffer


    Sternensand Verlag

    362 Seiten

    Einzelband

    Lovestory

    22. November 2019


    Inhalt:


    New York zur Weihnachtszeit – Romantik pur.

    Für Leandra ist das allerdings nebensächlich, denn endlich steht die Beförderung an, die ihr versprochen wurde und für die sie sich jahrelang abgerackert hat. Doch dann taucht dieser Fremde namens Allister auf und schnappt ihr den Job vor der Nase weg.
    Schlimmer noch, er ist ab sofort ihr neuer Boss und sieht nicht mal so schlecht aus.

    Oh, und da wäre noch die Sache zwischen ihnen mit dem Kuss unter dem Mistelzweig, die nie hätte geschehen dürfen.

    Leandra beschließt, sich von Allister fernzuhalten, denn Beziehungen sind ohnehin nicht ihr Ding. Schon gar nicht am Arbeitsplatz.

    Und erst recht nicht mit einem Kerl, der ihre Karriere ruiniert hat.

    Als sie allerdings ein gut gehütetes Geheimnis ihres neuen Vorgesetzten lüftet, geraten ihre Vorsätze ins Wanken.

    Womöglich ist da doch was dran an diesen Mistelzweigen …


    Meinung:


    Ein bisschen Kitsch, Weihnachtsstimmung, viele Klischees und Liebe gefällig?

    Bitte sehr, hier kommen Allister und Leandra.

    Was anfänglich etwas merkwürdig begonnen hat, hat sich schnell in mein Herz geschlichen, vor allem, weil es sich so leicht und locker nebenbei lesen lässt.


    Leandra ist eine ehrgeizige Karrierefrau, die nur für ihren Job lebt.

    Angestellt in der Finanzbranche, hat sie sich alles hart erarbeitet.

    Es brauchte nur den richtigen Zünder, einen Ansporn, der den Schalter „Ich zeigs der Männerwelt“ in ihr umgelegt hat.
    Sie ist Powerfrau durch und durch, kommt als Erste und geht als Letzte, ist beliebt und hat eigentlich alles im Griff.

    Bis zu dieser schicksalhaften Begegnung mit ihrem neuen Chef, die mehr schlecht als recht startet. Ich kann gut verstehen warum.


    Mal abgesehen davon, dass die Handlung tatsächlich nur so vor Klischees trieft und ich fast jede Situation vorausgeahnt habe, ist „Mistletoe“ nicht nur perfekt, um sich auf Weihnachten einzustimmen, sondern auch, um einfach mal abzuschalten. Der Schreibstil der Autorin lässt einen durch die Seiten fliegen - nicht, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit den Charakteren weiter geht, sondern einfach, weil... ja, weil das Lesen unheimlich angenehm war.
    Die Story selbst war irgendwie nebensächlich, auch wenn sie eine heimelige, kuschelig-kratzbürstige Atmosphäre geschaffen hat, in der ich mich wohl fühlen konnte.


    Jeweils abwechselnd erzählen Leandra und Allister in der Ich Perspektive wie sie sich kennenlernen und annähern.

    Und Allister ist einfach mal ein komplett anderer Typ Mann, als ich ihn sonst gewohnt bin.

    Zurückhaltend, fast schüchtern, sich kümmernd, aber doch bestimmt, kein Badboy und definitiv ohne die einschüchternde Aura, die man von den meisten Vorgesetzten kennt. Und natürlich hat er ein Geheimnis. Wo kämen wir denn da hin, wenn er keins hätte?

    Das war jedoch in meinem Kopf bereits nach den ersten Seiten gelüftet, sodass die Story an sich keine Überraschungen mehr bereit hielt.


    Was mich jedoch überrascht hat war die Intensität der Emotionen, die bei mir ankamen. Klar, Ich Perspektive, da setze ich sowas ähnliches wie emotionale Nähe voraus, doch die Gefühle, die übermittelt wurden, waren genau richtig dosiert, um mir wohlige Schauer über den Rücken zu jagen.

    In mehrfacher Hinsicht, denn auch mit leicht erotischen Szenen wird in „Mistletoe“ nicht gegeizt. Wobei ich mit der Darstellung noch immer nicht ganz warm geworden bin, aber was nicht ist...


    Auf jeden Fall haben mich Leandra und Allister in den Bann gezogen, obwohl man bei dieser Lovestory kaum über eine angespannte, aufgehitzte Stimmung hinaus kommt. Doch der mystisch-winterliche Flair und die gut gewählten, wenn auch nicht ganz authentischen Charaktere (zumindest waren ein paar von Leandras Entscheidungen liebesvernebelt) machen dem Leser den „Boss zu Weihnachten“ echt schmackhaft.


    Fazit:


    Locker, leicht, winter-weihnachtlich und mit einer gehörigen Portion Kitsch und Klischee, lässt sich „Mistletoe“, zumindest meiner Meinung nach, ganz einfach klassifizieren: Es ist eine Lovestory mit Widrigkeiten, Stress und hormonellen Schwankungen, die man gut nebenbei inhalieren kann.

    Man muss nicht viel nachdenken, sondern kann sich einfach fallen und von New Yorks Kulisse verzaubern lassen.
    Sich mit Allister und Leandra den Abend versüßen oder aber den Schnee aus dem Buch heraus wünschen.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)