Tobias O Meißner - Evil Miss Universe

Evil Miss Universe

2.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Piper

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783492705363

Termin: September 2019

  • Evil Miss Universe - Tobias O. Meißner


    Piper Verlag

    320 Seiten

    Urban Fantasy

    Einzelband

    02. September 2019


    Inhalt:


    Sie ist Superschurkin, unerbittlich, rücksichtslos und betörend schön: Dominique macht es den Männern im Universum wirklich nicht leicht.

    Vor allem ist sie unfassbar kreativ und heckt ständig neue Verbrechen aus, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Sie hat eigentlich nur einen einzigen nennenswerten Gegenspieler – Mister Right, einen selbst ernannten Superhelden, mit dem sich ihre Pfade immer wieder kreuzen.

    Zum Glück zählt Dominique einen jungen Mann zu ihrem Gefolge, der alles für sie tun würde, und dem es vielleicht gelingen kann, sie davon abzuhalten, Mister Right kurzerhand umzubringen ...


    Meinung:


    Eine Superschurkin, die Glanz und Glamour liebt?

    Die intelligent genug ist, für mehrere Supercoups?

    Klingt erstmal genial. Klang für mich nach Abwechslung.

    Vielleicht im Comicstil - mit großen Knalleffekten und Co.

    Das hatte ich mir zumindest erwartet.

    Doch Dominique spielt in einer gänzlich anderen Liga.


    Puuhhh, wo fange ich bloß an.

    Der Schreibstil ist in auktorialer Form gehalten und gleichzeitig ist es eine Ich Perspektive, was für mich irgendwie schwer zusammen ging, sich aber am Ende der Geschichte aufklärt. Und auch der Verlauf der Handlung wirkt leicht chaotisch, nichtsdestotrotz ist alles auf einer Linie angeordnet.

    Aber durch die Gedankenbruchstücke, die der Erzähler hin und wieder einbaut wirkt es halt ein wenig unstrukturiert.
    Als würde er Informationshappen zusammentragen und mit seinen Ideen ergänzen.

    So viel zum Stil, der mich mehr als einmal ein paar Sätze hat überspringen lassen - weil es irgendwie ermüdend war und ich auch das Gefühl hatte, dass nicht jedes Wort notwendig ist, um die Geschichte im Ganzen zu verstehen.

    Und das ist es auch nicht.


    Im Groben zusammengefasst ist „Evil Miss Universe“ ein Bruchteil aus dem Leben und Streben von Dominique, selbsternannte Superschurkin.

    Es ist eine Aufschlüsselung ihrer Taten, die, wie ich zugeben muss, sehr beeindruckend sind, trotz des etwas schwierigen Aufbaus.

    Dominique ist nicht die typische Superschurkin, die mit Blutbädern, Verlusten und Hinterlistigkeiten arbeitet. Nein, sie geht viel subtiler, offensichtlicher vor.

    Da wäre die Sache mit Paris, die Sache mit den Kronjuwelen, die Sache mit der Rache am amerikanischen Präsidenten - übrigens noch etwas, das ich sehr begrüße - der Autor baut alltägliche Probleme und Begebenheiten in die Story mit ein und zwar ohne Namen zu nennen.

    Wie steht es in der Beschreibung so schön? Er hält der Welt den Spiegel vor.

    Macht er in meinen Augen zwar nicht ganz so bravurös, doch einige Dinge fand ich schon gelungen.


    Wiederkehrende Charaktere gibt es eigentlich nur drei, nämlich Dominique, Irati und Luc. Zu keinem konnte ich eine Verbindung aufbauen und emotional gesehen ist die Geschichte absolut flach. Dafür kann man ein wenig seine grauen Zellen anstrengen, wenn man denn mag. Doch nach den ersten drei, vier Hochrechnungen auf Millionen, Millarden und Zahlenjonglage, ist mir irgendwie die Lust vergangen. Selbst wenn es essentiell ist für Dominiques Coups.
    Brauch ich nicht. Generell muss ich feststellen, dass Evil Miss Universe zwar stellenweise unterhaltsam, dennoch der Großteil eine Aufzählung von Fakten ist - Markenlabel, Großunternehmen, Fremdinvestoren, die alle irgendeine Rolle spielen.


    Und während ich noch das Ziel der Reise gesucht habe, lief mir die Spannung mit unterirdischer Motivation hinterher. Neugierig, mehr war ich nicht.

    Der Schreibstil hat irgendwo ein wenig gefesselt und Dominiques Köpfchen fand ich echt super. Ich wollte von ihren Verbrechen erfahren und wie sie ausgegangen sind, aber Freude, Leid oder ein atmosphärisches Kribbeln habe ich dabei schmerzlich vermisst.


    Fazit:


    Wenn „Evil Miss Universe“ eins ist, dann anders.

    Es ist nicht emotional, eher eine Nacherzählung von Dominiques Leben, untermauert mit Daten, Fakten, Zahlen - die vermutlich irgendetwas aussagen sollen, dessen Sinn sich mir aber nicht erschlossen hat. Nichtsdestotrotz fand ich es interessant, auch wenn keinerlei Spannung aufkam.
    Mit dem bisschen Charme, den Dominique und Luc an den Tag legen, kann man die Story leider nur bedingt aufwerten.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️ (3/5)

  • Meine Meinung


    Die Protagonistin Dominique lernt der Leser zu Anfang leider nicht aus erster Hand kennen. Deshalb konnte ich mit ihr über das ganze Buch überhaupt nicht warm werden. Sie wird nämlich von einem anderen Protagonisten bzw. Erzähler vorgestellt, den man am Anfang noch gar nicht kennt. Man kann es sich so vorstellen, wie ein Film bei dem von einem Erzähler die Geschichte erzählt wird, während man die Handlung sieht. So habe ich auch Dominique und den Kerl kennen gelernt, der an Dominiques Seite "kämpft" und für sie alles tun würde. Es war ziemlich unnahbar und man konnte an die Personen überhaupt nicht ran. Erst zum Ende des Buches konnte ich mit den Charakteren warm werden, aber da war es auch schon zu spät. Eine Entwicklung der Charaktere habe ich auch nicht wirklich wahrgenommen, einfach weil es sich angefühlt hat wie eine Erzählung und kein Roman.


    Die Handlung hat mir ganz gut gefallen, sie war unterhaltsam, an einigen Stellen jedoch langweilig und unnötig. Hier habe ich mir mehr Action und Spannung gewünscht und erhofft, vor allem, wenn es um Helden bzw. Schurken geht. Es wurde mehr über irgendwelche Handlungen berichtet, wie die Superschurkin alle möglichen kriminellen Machenschaften erledigt hat. Ich kann mir vorstellen, dass der Autor hiermit eine Intention starten wollte, dadurch, dass ich das Buch jedoch nicht so interessant fand und auch durch die Geschichte quälen musste, wurde mir diese nicht wirklich deutlich.


    Der Schreibstil hat mir nicht wirklich gut gefallen. Wie gesagt war es mehr eine Erzählung, als ein Roman bzw. eine Geschichte und daher konnte ich gar nicht richtig in der Geschichte ankommen. Es hat sich eher angefühlt wie ein Nachrichtenbericht. Der Schreibstil war jedoch trotzdem gut lesbar und verständlich, bis es dann zu ziemlich politischen und technischen Themen kam und ich leider immer wieder abgeschaltet habe, da es einfach zu viel ist und weniger richtiger Geschichte. Es wird aus der Sicht eines Charakters in der Erzähler-Perspektive geschrieben, die man am Anfang noch nicht kennt.



    Fazit

    Das Buch konnte mich nicht von sich überzeugen, da es mir an Spannung und Action fehlte, was ich eher bei dieser Art Buch gerne hätte. Es ist mehr wie ein Nachrichtenbericht.



    Es bekommt dementsprechend 2 von 5 Krönchen!

    Gelesen (2019): 27


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    „Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“
    – Helen Hayes