Mareike Albracht - Mordskälte

  • Kurzmeinung

    claudi-1963
    Wieder eine bemerkenswerte Anne Kirsch, bei dem der Fall diesmal sehr persönlich wird.
  • Über die Autorin (Buch)

    Mareike Albracht wurde 1982 geboren. Die ausgebildete Diplom-Finanzwirtin ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie im Sauerland. Dort beschloss sie, ihren Kindheitstraum zu verwirklichen und ihre Liebe zur Heimat mit ihrer Leidenschaft für das Schreiben zu kombinieren. 2016 belegte sie den dritten Platz auf der Shortlist des Krimi-Stipendiums der Mörderischen Schwestern.


    Produktinformation (Amazon)

    Format: Kindle Ausgabe

    Dateigröße: 2624 KB

    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 336 Seiten

    Verlag: Midnight; Auflage: 1. (29. November 2019)

    Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

    Sprache: Deutsch

    ASIN: B07ZJ6NWRY


    Unfall oder Mord?

    Ein gefährlicher Fall für Anne Kirsch.

    Eigentlich gibt sich Anne Kirsch alle Mühe, sich an die Vorschriften zu halten. Bereits einmal hat sie im Dienst ihre Kompetenzen überschritten, einen Fehltriff darf sie sich nicht mehr erlauben. Sie ermittelt besonders akribisch, als im Sauerland ein Motorradfahrer tot aufgefunden wird. Der Tod des jungen Mannes war kein Unfall sondern Mord, wie sich herausstellte und die Polizei wird auf die sauerländer Motorradszene aufmerksam. Doch dann gerät plötzlich Annes Freund Heiko unter Verdacht und Anne muss sich entscheiden: Soll sie den Fall abgeben, auch wenn sie die einzige ist, die Heiko retten kann?


    Meine Meinung

    Von dieser Autorin habe ich erst einen Krimi gelesen und dieser hatte mir sehr gut gefallen. So wurde ich auch diesmal nicht enttäuscht. Das Buch ließ sich durch den angenehmen und unkomplizierten Schreibstil leicht und flüssig lesen. Es gab keine Unklarheiten im Text. Auch war ich schnell in der Geschichte drinnen und bin auch mit den Protagonisten warm geworden, konnte mich in sie hineinversetzen. In Anne die, vom Fall wegen Befangenheit abgezogen, trotzdem überlegte zu ermitteln. Auch wenn ihr das massive Probleme einbringen konnte. In Olivia, die gerade von einer Krebserkrankung genesen, unbedingt wieder voll in das Arbeitsleben einsteigen wollte. Auch wenn sie gewisse Befürchtungen hatte, die sich bewahrheiteten oder auch nicht. Ja ich verstehe auch Thorstens Reaktion am Ende des Buches, jedoch habe ich mich gefragt, ob das wirklich sein musste? Dann gab es da einen Gefrierverein (das war etwas, was mir total neu war, nie davon gehört) und ein geheimnisvolles Fach. Die Autorin hat es verstanden von Anfang an Spannung zu erzeugen und diese auch noch zu halten bis zum Ende. Das Buch hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten. Daher von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Lerchie



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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Empfehlenswert mit wundervollen Nebenfiguren


    Buchmeinung zu Mareike Albracht – Mordskälte


    „Mordskälte“ ist ein Kriminalroman von Mareike Albracht, der 2019 bei Midnight erschienen ist. Dies ist der vierte Band in der Serie um die Oberkommissarin Anne Kirsch.


    Zum Autor:

    Mareike Albracht wurde 1982 geboren. Die ausgebildete Diplom-Finanzwirtin ist Mutter von drei Kindern und lebt mit ihrer Familie im Sauerland. Dort beschloss sie, ihren Kindheitstraum zu verwirklichen und ihre Liebe zur Heimat mit ihrer Leidenschaft für das Schreiben zu kombinieren. 2016 belegte sie den dritten Platz auf der Shortlist des Krimi-Stipendiums der Mörderischen Schwestern.


    Klappentext:
    Oberkommissarin Anne Kirsch gibt sich alle Mühe, sich an die Vorschriften zu halten. Sie hat im Dienst bereits einmal zu oft ihre Kompetenzen überschritten und darf sich keinen Fehltritt mehr leisten. Als im Sauerland ein Motorradfahrer tot aufgefunden wird, der offenbar zu schnell durch eine Kurve gerast war, ermittelt sie deshalb besonders akribisch. Es stellt sich heraus, dass der Tod kein Unfall war, sondern Mord, und die Spur führt in die Sauerländer Motorradszene. Doch als plötzlich Annes Freund Heiko in den Kreis der Verdächtigen gerät, muss sie sich entscheiden: Ist sie bereit, den Fall abzugeben, obwohl sie die einzige zu sein scheint, die Heiko retten kann?


    Meine Meinung:
    Meine erste Begegnung mit der Autorin wird mir positiv in Erinnerung bleiben. Ein Krimi, der im Sauerland spielt und mich mit einem Gefrierverein überraschte. Es geht um einen toten Motorradfahrer und um Ermittlungen in der Szene. Anne Kirsch, die Hauptfigur, ist Polizistin aus Überzeugung und manchmal etwas übermotiviert. Sie hat eine Wochenendbeziehung mit dem Lehrer Heiko, der irgendwie in den Fall verstrickt ist, aber Anne die volle Wahrheit verschweigt. In diesem Fall arbeitet sie mit einer ungarisch stämmigen Kollegin zusammen, die nach einer Krebserkrankung und der folgenden Reha nun wieder mit der Arbeit beginnt. Stellenweise sah dies für mich nach zuviel privater Problematik aus, aber die Autorin fand eine akzeptable Mischung. Anne Kirsch wirkt zupackend und sympathisch, aber manchmal auch etwas zu risikobereit. Viel sauerländisches Flair bringt Elsbeth, die Vorsitzende des Gefriervereins ein. Überhaupt sind die Nebenfiguren ein dickes Plus des Buches. Der Schreibstil ist einfühlsam und durch wechselnde Perspektiven werden interessante Sichtweisen deutlich. Der Fall ist undurchsichtig und bereitet den Ermittlern und den Lesern Kopfzerbrechen. Zum Ende hin wird es regelrecht turbulent und Anne gerät in große Gefahr. Trotzdem hat mir der Showdown weniger gut als die relativ ruhige Ermittlungsarbeit gefallen.


    Fazit:
    Ein interessanter Krimi aus dem Sauerland, der mit viel Flair, wunderbaren Nebenfiguren und einer sympathischen Protagonistin punktet. Gerne vergebe ich vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Ich kann das Buch Freunden atmosphärisch starker Krimis uneingeschränkt empfehlen.

    :Hörbuch P. D. James - Drei Fälle für Adam Dalgliesh

    :Hörbuch Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

    :lesend Ulrike Renk - Tage des Lichts

    :lesend Lorenz Stassen - Opferfluss

  • "Eine wahre Verbindung zwischen Geschwistern zeigt sich immer in Zeiten des Zusammenhalts." (deavita)

    Nachdem Oberkommissarin Anne Kirsch beim letzten Fall wieder einmal im Alleingang ermittelt hat, muss sie nun extrem aufpassen. Denn sie kann sich keinen erneuten Fehltritt mehr leisten nach ihrer Abmahnung. Da kommt ein Motorradunfall im Sauerland gerade richtig, um sich zu beweisen. Eigentlich sollte es ja eher ein erholsames Wochenende bei Heiko werden, doch so muss sie wieder mal das Private hinten anstellen. Schnell stellt sich heraus, dass der Unfall jedoch kein Unfall, sondern Mord war. Er führt sie zudem zu den Motorradfreunden Sauerland, einer nicht gerade freundlich gesinnten Clique, die das Ganze für Anne und Olivia Esterhazy ihrer Vorgesetzten gefährlich macht. Als dann auch noch Annes Freund Heiko attackiert wird und sogar selbst unter Verdacht steht mit Drogen zu handeln, geraten Annes Ermittlungen immer mehr aus dem Ruder. Dass Heiko ihr dabei einiges über seine Familie verschwiegen hat, setzt ihr zusätzlich zu. Auf der Suche nach Heikos Unschuld und seiner Hündin Stella, gerät sie wieder einmal selbst in große Gefahr.


    Meine Meinung:
    Riesig habe ich mich auf den vierten Anne-Kirsch Fall gefreut, der lange auf sich warten ließ. Das Cover mit dem Motorrad und dem Hund passt wieder einmal sehr gut zum Inhalt. Der Schreibstil ist ganz nach Mareike Albrechts Manier wieder flüssig, mitreißend, spannend und unterhaltsam geschrieben. So konnte ich das Buch kaum mehr zur Seite legen, da mich Annes Ermittlungen und der private Zusammenhang ihres Freundes Heiko total in den Bann zogen. Besonders da ich ja alle Bücher dieser Krimireihe kannte und alle mir bisher außerordentlich gut gefielen. Diesmal geht es um Annes Freund Heiko, bzw. um seinen Bruder Markus, der nach längerer Zeit wieder einmal bei ihm auftaucht. Markus ist kein einfacher Bruder, er hat Dreck am Stecken, wie man so schön sagt. Doch Brüder sind eben Brüder, sie halten zusammen, auch wenn es schwierig wird und so ist es kein Wunder, das Heiko mit in Markus Probleme gezogen wird. Dass Anne von ihm nichts wusste, macht die Beziehung der beiden nicht gerade einfacher. Doch dann fehlt von Markus jede Spur und Anne befürchtet, dass er etwas mit dem toten Motorradfahrer zu tun hat. Als man dann noch Heiko attackiert, wird der Fall für sie immer persönlicher. Wieder konnte mich die Autorin mit ihrem Regionalkrimi aus dem Sauerland total überzeugen. Dass die Autorin als Besonderheit das ehemalige Gefriergemeinschafthaus von Dreislar miteinfließen lässt, das vor Kurzem wirklich noch existiert hat, fand ich eine tolle Idee. Interessante und spannende Ermittlungen, gepaart mit einem Fall der Anne an die Nieren geht, weil es Heikos Familie betrifft, macht das ganze recht kurzweilig. So fliegen die Seiten nur so dahin und ich war am Ende überrascht, wie das Ganze ausgeht, nicht nur für Anne. Anne Kirsch als toughe Ermittlerin, die nichts anbrennen lässt, im Gegenteil, die sogar oft über ihrer Grenzen hinaus geht, macht das ganze wie immer interessant. Dazu noch ihre dominante, etwas wortkarge Vorgesetzte Olivia, die nach längerer Krankheit wieder ihren ersten Fall übernimmt und dementsprechend profilieren möchte. Auch der arrogante, chauvinistische Chef dieser Motorradfreunde wurde gut dargestellt, sodass ich mehr als einmal Angst um Anne und Heiko hatte. Wie diese Krimireihe weitergeht, bin ich schon sehr gespannt, nach diesem Ende. Ich jedenfalls kann diesen Regionalkrimi wärmstens empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
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