Josh Malerman - Unbury Carol

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  • Autor - Titel:

    Josh Malerman - Unbury Carol


    Sprache: englisch

    Schlagworte: Wilder Westen, Roadtrip, Intrigen, mystisch, Revolverheld, Tod

    Verlag: RandomHouse

    ISBN/ASIN: 9780525619352

    Bindung: Taschenbuch



    Autor:

    JOSH MALERMAN is an internationally bestselling Bram Stoker Award— nominated American author and the lead singer for the rock band The High Strung. Malerman first started writing in the fifth grade, with stories of a space-traveling dog. Since then he has written several unpublished novels, and his debut novel. ‚Bird Box‘ was published in the United States and the United Kingdom to much critical acclaim.

    ( Q Unbury Carol)


    Inhalt:

    Carol Evers is a woman with a dark secret.

    She has died many times but her many deaths are not final: They are comas, a waking slumber indistinguishable from death, each lasting days.


    Only two people know of Carol’s eerie condition. One is her husband, Dwight, who married Carol for her fortune, and when she lapses into another coma - plots to seize it by proclaiming her dead and quickly burying her . . . alive. The other is her lost love, the infamous outlaw James Moxie. When word of Carol's dreadful fate reaches him, Moxie rides the Trail again to save his beloved from an early, unnatural grave.


    And all the while, awake and aware. Carol fights to free herself from the crippling darkness that binds her—summoning her own fierce will to survive. As the players in this drama of life and death fight to decide her fate, Carol must in the end battle to save herself.


    The haunting story of a woman literally bringing herself back from the dead, Unbury Carol is a twisted take on the Sleeping Beatuty fairy tale that will stay with you long after you’ve turned the final page.

    (Q Unbury Carol)


    Meinung:

    Unbury Carol ist bei mir nun schon einige Monate her und immer wieder habe ich mich von einer Meinung dazu ablenken lassen.


    Man startet direkt mit einer Beerdigung in die Geschichte, allerdings nicht Carols, sondern die von John Bowie. Bowie war ein guter Mann, ein spaßiger und neben Dwight, dem Ehemann Carols, einer der Wenigen, welche von Carols Umständen wusste. Er war ihr bester Freund.

    Hin und wieder fällt Carol in eine Art Koma. Für jemanden, der diesen Zustand nicht kennt, schien Carol tot. Ihr Puls verlangsamt sich so sehr, dass er kaum messbar ist. Dieser Zustand kann bis zu ein paar Tagen dauern.

    Dwight, das erfährt man recht schnell im Buch, hat aber langsam die Nase von Carol voll. Er will an ihren Besitz und sie dabei gleich noch loswerden.

    Im Beisein von Farrah, einer Freundin und Bediensteten Carols, bricht Carol zusammen. Dwight ist schnell zur Stelle und erklärt ihr, dass Carol wohl verstorben ist. Er sieht seine Chance und wenn er sich beeilt, kommt sie schnell unter die Erde. Er muss nur den Sheriff, den Bestatter und den Doktor überzeugen und sie möglichst auf Distanz halten. Farrah traut dem Ganzen nicht. Sie ist zwar schockiert vom plötzlichen Tod Carols, doch kommt ihr Dwight merkwürdig vor. Sie bleibt wachsam. Farah benachrichtig auch einen alten Freund Carols, James Moxie, über ihr plötzliches Ableben und die Bestattung.

    Als Moxie die Nachricht von Carols anstehendem Begräbnis erhält, macht er sich sofort auf den Weg. In zwei Tagen soll die Beerdigung sein und Moxie sorgt sich darum, ob die Beteiligten wissen was sie tun, denn er weiß ebenfalls von Carols Anfällen. Die Beiden haben eine bewegte Vergangenheit und auch eine komplizierte. Es soll für ihn aber keine einfache Reise werden. Auf seinem Weg klebt ein Schatten an ihm und dieser will nur eins, seinen Tod. Nebenbei darf sich auch Carol mit ihren Dämonen herumschlagen und Dwight versucht alle Hebel in Bewegung zu setzten, um Carol unter die Erde zu bringen.


    Mir hat das Setting der Geschichte wirklich verdammt gut gefallen. Die Wild-West-Szenerie macht Eindruck und unterhält fantastisch. Es liest sich abwechslungsreich. Die Erzählung springt zwischen den vielen Akteuren hin und her. Dadurch wird es nicht langweilig. Ab und an erlebt man als Leser Situationen sogar aus verschiedenen Blickwinkeln, was das Lesen sehr dynamisch macht.

    Zum Erzählstil kommt dann noch die Handlung, welche mich gefesselt hat. Da wäre zum einen der Widersacher Moxies, Smoke. Smoke ist durch und durch böse, wahnsinnig und brandgefährlich und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während der Verfolgung Moxies hinterlässt Smoke einen Pfad von Tod und Rauch.

    Carol macht in ihrer Komawelt, die sie selbst Howltown nennt, Bekanntschaft mit Rot, ebenfalls kein netter Zeitgenosse. Rot, so erfährt man im Laufe einiger Rückblenden, hat auch Moxie schon kennengelernt.

    Es wird mystisch, blutig und spannend.


    Rückblenden gibt es im Buch einige. Manche geben dem Leser nützliche Hintergrundinfos, manche, gerade zu Beginn, werfen mehr Fragen auf. Nach und nach ergibt sich aber ein Bild.


    Ich sagte ja bereits, dass mich die Geschichte recht schnell vereinnahmen konnte und mir die Story und das Setting wirklich sehr gut gefallen hat. Nur an der Figur Rot würde ich etwas rummeckern. Er macht den Eindruck eine Schlüsselfigur zu sein, doch irgendwie ist er für mich nie über den Eindruck einer Nebenfigur hinausgekommen. Vielleicht habe ich irgendwas im Buch nicht verstanden, doch so stark und vielversprechend er aufgetreten ist, ist er mir am Ende gar nicht vorgekommen. Auch Carol hätte etwas aktiver sein können, zumindest in ihrem begrenzten Rahmen.

    Allerdings und gerade weil Carol so unbeweglich ist, ist ihr Bereich der Geschichte besonders bedrückend.


    Fazit:

    Unbury Carol ist ein temporeiches, spannendes, sehr gut erzähltes, mystisches, stellenweise bedrückendes und blutiges Wild-West-Abenteuer. Das Setting überzeugt und durch die beigelegte Karte des Landstrichs in dem die Geschichte spielt, verliert man nie den Überblick und kann praktisch neben Moxie herreiten. Die Erzählung hat ihre Stärken und Schwächen. Sie weiß aber zu überzeugen und Malerman hat hier eine tolle Geschichte abgeliefert.


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    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


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