Edmond Rostand - Cyrano de Bergerac

  • Buchdetails

    Titel: Cyrano de Bergerac


    Verlag: Anaconda Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 256

    ISBN: 9783866477919

    Termin: Februar 2012

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Cyrano de Bergerac"

    Mit Worten weiß der schöngeistige Offizier Cyrano de Bergerac ebenso virtuos umzugehen wie mit dem Degen. Doch während er so manchen Spötter, der sich allzu lautstark über seine riesige Nase mokiert, im Duell mühelos in die Schranken weist, verschlägt es dem wegen seiner Missgestalt schüchternen Gascogner in der Liebe zu seiner schönen Cousine Roxane die Sprache. Da bittet ihn der stattliche, aber tumbe Jüngling Christian, ihm seine Worte zu leihen, um ausgerechnet Roxane zu betören … Edmond Rostands turbulent-romantische Verskomödie »Cyrano de Bergerac«, 1897 uraufgeführt, ist bis heute eines der meistgespielten französischen Theaterstücke und erlangte 1990 durch die grandiose Verfilmung mit Gérard Depardieu in der Titelrolle neuerlichen Ruhm.
    Weiterlesen
  • Aktion

  • Bestellen

  • Kurzmeinung

    Aladin1k1
    Mantel- und Degendrama über ein Schmachten eines nasenbestückten Gascongners seiner Cousine gegenüber.
  • ### Inhalt ###
    Irgendwann am Anfang des 17. Jh. Lebt ein Mann namens Cyrano de Bergerac aus der Gascogne, er ist französischer Soldat von Adel und äußerst geschickt im Umgang mit Degen und dem Wort. Seine dichterischen Umschreibungen des Geschehens um ihn herum lassen Männer andächtig lauschen und Frauen dahinschmelzen. Allein sein Gesicht ziert eine wuchtige lange Nase, die ihn sehr bekümmert, da er immer wieder Spott dafür erntet und weswegen er sich nicht traut, sich Frauen zu nähern. Und dann ist er auch noch maßlos verliebt in seine Cousine Roxane. Diese jedoch hat sich in einen Soldaten namens Christian de Neuvilette verliebt, weil dieser so ein Schönling ist und der im Regiment von Cyrano dient. Außerdem ist er ein Holzkopf, der nichts vom Dichten versteht. Roxane weiß nichts davon, dass Cyrano sie liebt. Roxane bittet Cyrano nun auch noch darum, besonders auf Christian aufzupassen, damit ihm nichts passieren möge. Dieser Bitte folgend schließ er mit Christian sogar einen Pakt mit den Worten „Du sollst sie haben! Leih du mir deine Schönheit zum Entgelt! Zu zweit sind wir ein ganzer Liebesheld.“ Er stellt sein dichterisches Talent nun Christian zur Verfügung, damit dieser nun Roxane verführen kann. Diese ist völlig hin und weg von den süßen Worten Cyranos, von denen sie jedoch glaubt, sie kämen von Christian: „Geliebter, ja, ich zittre, bin entflammt und bin berauscht." Diese schwierige Konstellation wird jäh durch den Aufbruch in den Krieg mit den Spaniern unterbrochen. Dort fällt Christian. Cyrano stürzt sich anschließend in einen aussichtslosen Kampf. Wird er überleben und Roxane wiedersehen, um ihr zu gestehen, dass die Liebesschwüre von ihm kommen?


    ### Positives ###
    Die Geschichte an sich ist dramatisch und traurig, ein Stoff für ein Theaterstück, die Sprache des 17. Jh., insbesondere die Wortergüsse von Cyrano sind schon toll und man sieht vor seinem geistigen Auge gewitzte Musketiere flink und frech ihre Degen schwingen. Die Sprache der Akteure ist grundsätzlich im Reim verfasst, was dem ganzen eine sehr unterhaltsame Note gibt. Es lädt richtig dazu ein, privat die eine oder andere Szene selber nachzuspielen - nicht vollständig, sind immerhin locker 30 Akteure.


    ### Negatives ###
    Es handelt sich bei dem Buch um ein Theatermanuskript, da es die Vorlage zu einem Theaterstück ist (was auch verfilmt wurde). Es liest sich daher öfters nicht ganz so flüssig. Die Beschreibungen der Bühnenbilder, die umgangssprachlichen Laute und Interjektionen wie „Ah“, „Nein“, „Sodann“ jeweils mit den Namen der Akteure davor sind teilweise lang - Theaterstück eben. Ist halt nicht dafür gedacht, es einfach nur zu lesen.


    ### Fazit ###
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Eine schöne Geschichte aus dem 17. Jh. mit Musketier-Charme und Theaterdialogen - muss man mögen.