Helen Fields - Die perfekte Strafe / Perfect Death

  • Kurzmeinung

    Emili
    Tolle Ermittler, mit einer Lebensgeschichte, die interessant ist. Ein ausgefallener Krimifall
  • Kurzmeinung

    Irrlicht
    Perfider Täter, tolles Ermittlerteam, komplex, sehr spannend
  • Mit dem Thriller "Die perfekte Strafe" hat die britische Autorin Helen Fields bereits den dritten Band ihrer Reihe "Detective Luc Callanach" vorgelegt. Wie sie in ihrer Vita verrät, schöpft sie ihre Inspiration aus ihrer mehrjährigen Erfahrung als Anwältin.


    Die Leiche einer jungen Frau wird an der Flanke vom Arthur’s Seat, Edinburghs Hausberg, gefunden. Schnell stellt sich ihr Tod als Giftmord heraus. Dann stirbt die Leiterin einer Wohltätigkeitsorganisation - auch sie wurde vergiftet. War derselbe Täter am Werk? DI Callanach und DCI Turner begeben sich auf die Jagd. Eine Jagd, die keinen Fehltritt duldet und eine schwere Entscheidung fordert: Sind sie bereit, für die Ergreifung des Mörders die eigenen Regeln zu brechen?

    Das Cover ist elegant und minimalistisch zugleich. Es zeigt einen türkisfarbenen Falter auf schwarzem Grund und weckt gewisse Assoziationen an das weltberühmte Buch "Das Schweigen der Lämmer". Leider wirkt die deutsceh Übersetzung des englischen Titels etwas unglücklich. Denn seine Bedeutung hat sich mir nicht eindeutig im Verlauf des Geschehens erschlossen.

    Der Roman "Die perfekte Strafe" ist in sich abgeschlossen und kann ohne Vorkenntnisse der bereits erschienenen Bücher gelesen werden. Trotzdem möchte ich allen Interessenten nahelegen, sich an die korrekte Reihenfolge zu halten, weil man sich in die Charaktere einfühlen und ihre die Entwicklung logisch nachvollziehen kann.

    Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven geschildert. Einerseits begleiten wir DCI Ava Turner mit ihrem Team bei der täglichen Arbeit in einer schottischen Polizeistation, andererseits tauchen wir tief ein in die Welt eines unbekannten Killers, der sich geduldig an seine späteren Opfer pirscht und ihr Vertrauen erschleicht, um ihren qualvollen Tod zu orchestrieren und sich an der Trauer der Hinterbliebenen zu weiden.

    In die Handlung integriert ist ein zweiter komplizierter Fall, der nichts mit der Suche nach dem irren Killer zu tun hat. Er rekurriert auf interne Strukturen, thematisiert Korruption innerhalb der Polizei und führt die ermittlelnden Polizeibeamten an ihre persönlichen Grenzen. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet worden, wobei Helen Fields ihren privaten Beziehungen viel Raum gibt.

    Alles in allem ist Helen Fields ein spannender, temporeicher Roman mit vielen überraschenden Wendungen gelungen, der sich leicht und flüssig lesen lässt und hohen Erwartungen gerecht wird.Allerdings muss ich eine klare Warnung aussprechen. Dieses Buch ist eindeutig nichts für zartbesaitete Leser. Auf die explizite Darstellung von brutaler Gewalt wird nicht verzichtet!

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Helen Fields: Die perfekte Strafe“ zu „Helen Fields - Die perfekte Strafe / Perfect Death“ geändert.
  • Ein Thriller,der nichts für schwache Nerven ist!!!


    Er tötet Menschen auf eine grausame und extrem hinterhältige Art,um sich an das Leid und der Trauer der Angehörigen zu ergötzen,ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen. Dies ist sein Ziel,sein Leben.

    Sobald die Trauer nachlässt muss das nächste Opfer her,damit er sich als verständnisvollen und fürsorglichen Freund präsentieren kann....


    Dies ist ein einer von zwei spannenden Fällen in "Die perfekte Strafe "von Helen Fields und dem Verlag Bastei Lübbe. Ein Thriller,der von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend ist.

    Der Schreibstil ist flüssig,detailliert und abwechslungsreich.

    Die Perspektivenwechsel der kurzen Kapitel haben mir sehr gut gefallen,die Autorin hat damit gesorgt,dass es für mich persönlich zu keiner Zeit langweilig wurde,eher im Gegenteil.

    Die Charactere werden hier sehr gut beschrieben,besonders die Hauptermittler Ava und Luc. Auch die Schauplätze sind so gut dargestellt,ich konnte sie mir bildlich perfekt vorstellen.

    Ich habe das Leid der Opfer- Angehörigen richtig fühlen können,so gut wurden einige Szenen beschrieben,sodass ich richtig Gänsehaut bekam.

    Dieser Thriller ist definitiv nichts für schwache Nerven.

    Die Sicht des Psychophatens beschreibt Helen Fields hier sehr gut. Wahnsinn,wie man sich so perfekt verstellen kann,einem mitten ins Gesicht lächelt und im Inneren den grausamen qualvollen Tod plant.

    Wenn man hier einmal anfängt zu lesen,ist es schwer,es weg zu legen.

    Aber wie gesagt gibt es in dem Thriller zwei rasante Fälle,die dringend gelöst werden müssen und extrem hohe Priorität haben.

    Der Tod von Begbie,Avas ehemaliger Chef ,der ihr menschlich und persönlich immer nahe stand,wurde tod aufgefunden. Sein Tod wird als Selbstmord eingestuft, was Ava zutiefst erschüttert.Sie glaubt nicht an Selbstmord und geht jeden Weg,um das Rätsel um seinen mysteriösen Tod aufzuklären.Dabei erlebt sie extrem heikle Situationen,wo ich als Leserin immer mitfiebern musste.


    Das Ende war nochmal richtig gut,hier hat die Autorin nochmal richtig Gas gegeben und alle Fragen wurden beantwortet,die ich mir im Laufe des Buches gestellt habe.

    "Die perfekte Strafe "hat mir sehr sehr gut gefallen und ich bin froh,den Thriller gelesen zu haben. Der Klappentext und das Cover haben ihr Versprechen definitiv gehalten,genau das was ich erwartet habe. Die zwei Fälle im Buch haben sehr gut gepasst,hier war immer was los.

    Ein toller und spannender Thriller,ausgezeichnet.

  • Was ist emotionsgeladener - das Sterben oder die Trauer?!


    Bereits zu Beginn meiner Rezension möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, da dieses Buch auch getrennt davon gelesen werden kann. Ich würde jedoch jedem empfehlen, zur Förderung der eigenen Lesefreude und zur Vervollständigung der Informationen zu den Protagonisten, definitiv die Bände davor zuerst zu lesen.


    Gift...gibt es keine hinterhältigere Art jemanden sterben zu lassen? Man stirbt, ohne es sofort zu realisieren und kann wahrscheinlich auch das ganze Ausmaß nicht erfassen. Doch was ist, wenn es dem Mörder eigentlich gar nicht um den Tod der Person geht? Die trauernden Angehörigen ziehen ihn nämlich weit mehr an. Helen Fields stellt DI Callanach und DCI Turner vor eine große Aufgabe, die einem vielteiigen Puzzle gleicht, das kaum zu lösen ist.


    Dieser unabhängig von den anderen Bänden zu lesende Teil, wirft einen bereits von Anfang an in einen Wust aus Namen, Rangbezeichnungen und unterschiedlichen Personenkonstellationen. Ich muss zugeben, dass mich das zu Beginn definitiv verwirrt und auch teilweise überfordert hat. Wer die anderen Bände der Reihe bereits gelesen hat, konnte weitaus leichter in das Geschehen einsteigen und hat wohl auch mehr Freude an der sich strickenden Geschichte.

    Sobald man die Namen etwas drauf hat, tut man sich auch insgesamt leichter und kann den Geschehnissen besser folgen. Helen Fields spart nämlich nicht mit neuen Informationen von Kapitel zu Kapitel, sondern legt ein ordentliches Tempo vor. Zwei parallel geführte Ermittlungen mit Vertrickungen auch in die Polizeiwelt werden bis zum Ende des Bandes durchgezogen. Zeitweise hat mich eine Ermittlung davon eher etwas gelangweilt. Erst mit der Zeit bemerkt man, dass diese Abschnitte jedoch auch sehr wichtig für die persönliche Entwicklung der Protagonisten wichtig ist und nur so auch private Probleme angegangen werden können.


    Besonders gut gefallen hat mir die vorrangige Ermittlung zum Giftmörder. Namenswirrungen lassen den Leser mit den Ermittlern mitfiebern und auch das rätseln bezüglich der Beziehungen der unterschiedlichen Charaktere haben mich am Ball bleiben lassen. Hierzu haben vor allem die Abschnitte aus der Perspektive des Giftmörders beigetragen. Mir war er zudem auch irgendwie sympathisch und man kann sich auch als Leser seinem Charisma nicht wirklich entziehen. Er ist nicht der "böse" Charakter, den man von Anfang an nicht leiden kann.

    Die Autorin konnte die Spannungskurve ganz gut halten und liefert vor allem zum Schluss ein richtiges Spektakel, so dass man das Buch an dieser Stelle kaum mehr aus der Hand legen kann.

  • Leider der schwächste Teil der Reihe
     
     
    Kurz zum Inhalt:
    Die Leiche einer jungen Frau wird allein auf einer Anhöhe nähe Edinburgh gefunden. Zuerst geht man von einem natürlichen Tod aus, doch bald stellt sich heraus, dass es ein Giftmord war. Kurz darauf gibt es eine weitere Tote - die Chefin einer Wohltätigkeitsorganisation, die durch eine zu hohe Dosierung von Abnahmepillen gestorben ist. War hier der gleiche Täter am Werk? Und kann er gestoppt werden, bevor es weitere Opfer gibt?


    Meine Meinung:
    "Die perfekte Strafe" ist der dritte Teil der Reihe um Luc Callanach und Ava Turner. Die Geschichte/der Kriminalfall ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Nur für das Verständnis des Privatlebens der Protagonisten wäre es von Vorteil, die Reihe chronologisch zu lesen.
    Der Schreibstil von Helen Fields ist angenehm und schnell zu lesen, und obwohl das Buch extrem spannend losgeht, als eine weibliche Leiche allein auf einer Anhöhe nähe Edinburgh gefunden wird und man auch immer wieder in die Gedankenwelt des Täters eindringen darf, waren für meinen Geschmack diesmal ein paar zähe Stellen dabei. Einige Handlungsstränge wurden mir zu schnell abgehandelt, zB die Sache mit Lucs Mutter, warum sie ihn bei der falschen Vergewaltigungs-Anschuldigung allein gelassen hat, und plötzlich wieder in seinem Leben aufgetaucht ist. Auch Avas Alleingänge haben mich teilweise etwas genervt und diese sind nicht nur für sie gefährlich.
    Ein zweiter Handlungsstrang handelt vom ehemaligen Chief Begbie, der vermeintlich Selbstmord in seinem Auto begangen hat sowie der Freilassung des Verbrechers Ramon Trescoe, waraufhin kurz darauf der ehemalige Polizeiinformant Louis Jones umkam.

    Leider blieb die für mich spannende und interessante Ermittlungsarbeit diesmal auf der Strecke - dafür gab es viel zu viele glückliche Zufälle. Nicht nur für die Ermittler, auch für den Täter. Es ist nicht authentisch, dass alles klappt, was man sich vornimmt.
    Und nach einem rasanten Finale kann man leider grob sagen: die Bösewichte sind tot, die Guten überleben. Da hat es sich die Autorin zu leicht gemacht, und gleicht eher dem Ende eines Fernsehkrimis.
    Auch erschließen sich mir der Titel nicht und leider auch das Motiv des Täters nicht ganz, da ich es diesmal nicht wirklich nachvollziehen kann.
    Der zweite Strang um Chief Begbie nimmt das wichtige Thema Korruption bei der Polizei auf und fand ich fast interessanter als das eigentliche Thema des Buches, da es für mich glaubwürdiger war.

    Ich fand diesmal die Nebenfigur DC Tripp ganz toll, denn er hat gute Ideen und zeigt Initiative. Genauso wie die schwangere und neu ins Team gekommene DC Janet Monroe.
    Und die persönliche Entwicklung von DS Lively, den ich bisher überhaupt nicht mochte, hat mich positiv überrascht.


    Fazit:
    Für mich leider der schwächste Teil der Reihe, aber aufgrund Helen Fields' rasanten und spannenden Schreibstils und der für mich interessanten (privaten) Ver- und Entwicklungen der Haupt-Protagonisten freue ich mich schon auf die Fortsetzung. Ich vergebe diesmal 3,5 Sterne.

  • In der Nähe von Edinburgh wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Nachdem man zunächst dachte, dass es sich um einen natürlichen Tod handelt, muss man dann feststellen, dass sie vergiftet wurde. Kurz darauf gibt es eine weitere Tote, die ebenfalls durch Gift starb. Hängen die beiden Fälle zusammen? DI Callanach und DCI Turner machen sich auf die Jagd nach dem Täter.


    Dies ist der dritte Band aus der Reihe und auch er konnte mich fesseln, genau wie die Vorgängerbände. Es gibt immer wieder Wendungen, die die Spannung hochhalten. Auch die unterschiedlichen Perspektiven sorgen dafür, dass es spannend ist. Allerdings hat der Klappentext wieder einmal zu viel verraten. Der Mörder gefällt sich in der Rolle des Begleiters bei der Trauer der Hinterbliebenen.


    War mir Luc Callanach im ersten Band nicht gleich sympathisch, gefällt er mir inzwischen wirklich gut. Auch Ava ist eine sympathische Person. Beide haben es neben den Mordfällen auf noch mit ihren privaten Problemen zu tun. Ich hatte es Luc gegönnt, dass er endlich mal zur Ruhe kommt und die Vergangenheit hinter sich lassen kann. Doch dann taucht seine Mutter auf, die ihn im Stich gelassen hatte, als er ihren Rückhalt geraucht hätte. Ava kann nicht glauben, dass ihr ehemaliger Boss Chief Begbie Selbstmord begangen haben soll.


    Nach und nach ergibt sich aus den einzelnen Handlungssträngen ein Gesamtbild. Am Ende ging es mir dann fast ein wenig zu schnell. Trotzdem hat mich dieser spannende Thriller wieder gut unterhalten.

  • Für mich war es das schwächste Teil der Reihe, wobei diese Bemerkung jammern auf hohem Niveau ist. O:-)Das Buch ist dennoch ausgesprochen spannend, und auch hervorragend erzählt. Da ich aber die vorangegangene Teile der Reihe gelesen habe, habe ich den Vergleich. Dieses hier war weniger spannend, der Fall an sich war nicht so packend gewesen, wie die Vorgänger. Obwohl vom Gedanken her und dem Aufbau des Krimifalls wieder ausgefallen und ungewöhnlich. Mir hat es gut gefallen, es reichte vollkommen für :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne und unterhaltsame Lesestunden. Die Entwicklungsgeschichte der Hauptprotagonisten steht auch in diesem Roman nicht am Rande. Ist sehr interessant zu verfolgen, was aus den liebgewonnenen Charakteren wird. Bin gespannt auf Teil 4. Das ich das Buch lesen werde, steht außer Frage. Denn die Serie ist richtig gut :thumleft:

    2020: Bücher: 89/Seiten: 40 158
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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