Martin Suter - Allmen und der Koi

Allmen und der Koi

2.5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 6 der

Verlag: Diogenes

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 272

ISBN: 9783257070750

Termin: September 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Eine Einladung von »Unbekannt« lockt Allmen nach Ibiza auf ein exklusives Anwesen. An einem großen Teich erwartet ihn ein älterer Mann und zeigt ihm seine kostbaren Kois. Einer der zutraulichen Fische – der wertvollste – ist verschwunden. Die Detektei Allmen International erhält den Auftrag, »Boy«, fast eine Million wert, ausfindig zu machen. Allmen und seine Crew finden diskreten Zutritt zur abgeschirmten Welt der Insel-High-Society und bekommen Einblick in eine kuriose Sammelleidenschaft.
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  • Klappentext:

    Eine Einladung von »Unbekannt« lockt Allmen nach Ibiza auf ein exklusives Anwesen. An einem großen Teich erwartet ihn ein älterer Mann und zeigt ihm seine kostbaren Kois. Einer der zutraulichen Fische – der wertvollste – ist verschwunden. Die Detektei Allmen International erhält den Auftrag, »Boy«, fast eine Million wert, ausfindig zu machen. Allmen und seine Crew finden diskreten Zutritt zur abgeschirmten Welt der Insel-High-Society und bekommen Einblick in eine kuriose Sammelleidenschaft. - von der Diogenes-Seite kopiert


    Zum Autor:

    Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Seine Romane – zuletzt erschien ›Elefant‹ und ›Allmen und die Erotik‹ – sowie seine ›Business Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Martin Suter lebt mit seiner Familie in Zürich. - von der Diogenes-Seite kopiert


    Meine Meinung:

    Ach Martin, was war das denn?

    Nach all den grandiosen Schriftstellerjahren und den ebenso grandiosen Büchern wirft Du einen Krimi dahin, der besticht durch das Fehlen von Spannung und dessen Handlung dünn ist. Wovon es dagegen reichlich gibt: Von den Beschreibungen der verschiedenen Outfits Deines Protagonisten. Sorry, liegt wohl an meinem Desinteresse für männliche Maßanzüge und ihr Drüber-Drunter, dass ich Deine Bemühungen, Johann Friedrich standesgemäß einzukleiden, nicht zu schätzen weiß.


    Der Fall des verschwundenen Fischs ist mehr als kärglich und wird nur durch ein paar Körperverletzungen und einen Mord aufgepeppt. Du schaffst es, dass der Tod des armen Opfers den Leser nicht berührt. Gut so, denn welcher Leser will sich so kurz vor Weihnachten mit unnützen Sentimentalitäten belasten? Gleiches gilt für den Umgang mit der teilnahmslosen Erotik.


    Eigentlich hattest Du mit „Allmen und die Erotik“, dem Band 5, die Hoffnung geweckt, es könne wieder bergauf gehen mit dem zugegeben originellen Detektiv-Trio. Statt dessen rutscht es ab in Langeweile und Inhaltsleere. War es etwa so eilig, den neuen Band auf den Markt zu bringen, dass Du Dir nicht die Muße leisten konntest, eine runde, originelle und einfallsreiche Geschichte auszudenken.

    Denn die geistreiche Idee, der tolle Knüller und die bösartige Pointe am Ende beweisen, dass Dein Gespür für Erzähltempo und Klimax immer noch existiert. Lass Dir und Allmen mit dem nächsten Band Zeit; sie wird Euch beiden gut tun. Und mir auch. Damit ich wieder an Dich als unterhaltsamen und gescheiten Autor glauben darf.

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)