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Marah Woolf - Tausendmalschon

TausendMalSchon

3.7 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: Dressler

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783791501307

Termin: Neuerscheinung September 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: »Dein wievieltes Leben ist das?«, fragte ich mit belegter Stimme. »Das eintausendste«, flüsterte er. »Das hier ist dein letztes? Du hast schon tausend Mal gelebt?« »Ja«, sagte er noch leiser. »Danach ist es vorbei.« Es gibt drei Dinge, die die 18-jährige Sasha sich fest vorgenommen hat: Sie wird in diesem Leben ihre Bestimmung nicht annehmen. Sie wird niemanden wegen ihrer Gabe in Gefahr bringen und ihre Seelenmagie tief in sich verschließen. Auf der sturmumtosten Atlantikinsel Alderney ließen sich diese Vorhaben in die Tat umsetzen, aber dann taucht eines Nachts Cedric de Gray auf. Erst rettet er sie vor dem Ertrinken und dann vor einem Seelenjäger, der es auf Sashas kostbare Seele abgesehen hat. Doch diese übt auch auf Cedric einen unwiderstehlichen Reiz aus, denn mit nur einem Splitter davon, könnte er ewig leben.
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  • Tausend Mal schon - Marah Woolf


    Dressler Verlag

    464 Seiten

    Romantasy

    Einzelband

    23. September 2019


    Inhalt:


    »Dein wievieltes Leben ist das?«, fragte ich mit belegter Stimme.

    »Das eintausendste«, flüsterte er.

    »Das hier ist dein letztes? Du hast schon tausend Mal gelebt?«

    »Ja«, sagte er noch leiser. »Danach ist es vorbei.«


    Es gibt drei Dinge, die die 18-jährige Sasha sich fest vorgenommen hat:

    Sie wird in diesem Leben ihre Bestimmung nicht annehmen.

    Sie wird niemanden wegen ihrer Gabe in Gefahr bringen und ihre Seelenmagie tief in sich verschließen.

    Auf der sturmumtosten Atlantikinsel Alderney ließen sich diese Vorhaben in die Tat umsetzen, aber dann taucht eines Nachts Cedric de Gray auf.

    Erst rettet er sie vor dem Ertrinken und dann vor einem Seelenjäger, der es auf Sashas kostbare Seele abgesehen hat.

    Doch diese übt auch auf Cedric einen unwiderstehlichen Reiz aus, denn mit nur einem Splitter davon, könnte er ewig leben.


    Meinung:


    Ein wunderschönes Äußeres ist leider oftmals nicht alles.

    Der Schein trügt, wie man so schön sagt.

    Und leider, leider, leider war das auch bei „Tausend Mal schon“ der Fall.

    Die meisten Leute haben, wenn sie an solche Geschichten herantreten, meistens schon Erwartungen.
    Die werden vom Klappentext auf der Rückseite eines Buches vermittelt und wenn man dann eine blühende Fantasie hat, malt man sich schon bestimmte Szenarien aus. Nicht alle, aber einige.
    Ich gehöre auch dazu und meine Vorstellungen wurden gerade mal ansatzweise erfüllt.


    Zuallererst das, in meinen Augen, Schlimmste an der Sache:

    Diese endlos langen Kapitel. Das Buch hat 440 Seiten und es hat - ohne Pro- und Epilog - ganze 11 Kapitel. ELF. Die, durch die Handlung ohnehin schon schleichende Zeit, wird dadurch nochmal drastisch verlangsamt, weil man das Gefühl hat überhaupt nicht vom Fleck zu kommen.

    Nach dem ersten Kapitel habe ich scherzhaft gesagt, dass das gesamte Buch bestimmt nur 5 Kapitel hat, wenn das so weiter geht... nun.
    Elf Abschnitte sind, mir persönlich, einfach viel zu wenig. Das hat auch etwas mit Pausieren zu tun. Ich mag kurze, knackige Kapitel.

    Muss nicht immer sein, animiert aber eher zum Weiterlesen als 50 Seiten pro Kapitel. Das nur dazu.


    Dementsprechend demotiviert war ich schon, aber die Geschichte rund um Sasha, Cedric und die Seelenjäger hat mich schon gereizt.
    Zumal das Setting - eine kleine, kaum besuchte Insel - irgendwie schon malerisch und mystisch war.

    Sasha lebt dort mit ihrer Granny, deren Freundinnen und generell kennt jeder jeden in dieser abgeschiedenen Welt.

    Ein weiterer Pluspunkt, wenn auch keine neue Idee ist der Fantasyaspekt der Seelenjäger. Hüter. Verfluchte. Wanderer.

    Eine Seele zu beschützen, weil sie Erinnerungen sammeln muss, weil sie gefühlt ewig währt, ist die Aufgabe der Seelenmagierinnen.

    Leider hört es da schon auf. Es ist eine Aufgabe, der niemand irgendwie nachkommt. Seitenlang geht es um Sashas Gefühlswelt und was sie machen soll, wer Cedric ist und wie sie ihm helfen kann. Doch der Kern des Ganzen - nämlich die Sache mit den Jägern, Seelenlosen etc, die allem mehr Würze verleihen könnten - das wird immer nur nebenbei eingestreut, kurz angeschnitten, als sei es Nebensache. Dabei war genau das das Interessante.


    Salopp gesagt dreht sich „Tausend Mal schon“ um ein Mädchen mit Seelenmagie, das nicht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll und eine Gruppe gealterter Magierinnen, die auf einer „einsamen“ Insel Scarpbooks für Touristen anfertigt. Gespickt mit ein bisschen Gefühlsduselei und Chaos durch einen hübschen Jungen, der Geheimnisse, Aufregung und Spannung verspricht, aber nicht mal die Hälfte davon halten kann.
    Die gesamte Geschichte ist irgendwie ein großes „Um den heißen Brei herumreden“.

    Besser kann ich es nicht ausdrücken. Und wenn mal etwas Spannendes passiert - meist zu anderen Zeiten - dann ist das ganz schnell wieder vorbei.

    Vor allem vom Ende hatte ich mir viel mehr erhofft.

    Ein großer Knall, etwas, das mich von den Socken haut... Hmpf. Ja.

    Rein, raus, Happy ever After. Mehr oder weniger.

    Beendet habe ich das Buch dennoch, was hauptsächlich Arwyn, Meggie und Fawkes geschuldet ist, von denen ich gern mehr erfahren hätte, weil es die einzigen Charaktere waren, die mich irgendwie berührt haben.

    Trotz Ich Perspektive hat Sasha mich nicht für sich einnehmen können.

    Die Emotionen, die die Autorin vermutlich hervorrufen wollte sind auf halber Strecke aus dem Buch stecken geblieben, weil Sasha und Cedric so lange um sich herumgetänzelt sind, dass die Schmetterlinge im Bauch gar nicht abheben konnten. Schade.


    Fazit:


    Ich habe eine spannende Romantasygeschichte erwartet, die Raum und Zeit überwindet. Mit fantastischer Magie, vielen Emotionen und Mystik an allen Ecken und Enden. Bekommen habe ich eine fade, langwierige und teilweise auch anstrengende Geschichte, die zwar von Magie und Romantik erzählt, aber in keinster Weise berührt. Die Protagonistin Sasha weiß nicht wo ihr der Kopf steht, Spannungselemente sind, wenn vorhanden, mit einem Fingerschnippen abgehandelt und nicht mal das schöne Setting konnte mich über meine Enttäuschung hinwegtrösten.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️💫 (2,5/5)