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Andrea Schacht und Julia Freidank - Das Erbe der Kräuterfrau

Das Erbe der Kräuterfrau

4.2 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783734103704

Termin: November 2019

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  • Verlagstext:


    Endlich: Das große Finale der Bestsellerreihe um die gewitzte Fährmannstochter Myntha!

    Die Kräuterkundige Sybilla wird tot in ihrer Kate aufgefunden. Ein Schock für Myntha, denn sie hatte immer geglaubt, dass die rüstige Alte sie überleben würde. Doch irgendetwas stimmt mit dem Leichnam nicht. Wurde die Kräuterfrau etwa vergiftet? Unter den Bürgern Kölns war Sybilla seit jeher als Zauberin verschrien und hatte viele Feinde. Die Liste potenzieller Mörder ist also lang. Myntha macht sich auf die Suche nach dem Täter und wird plötzlich entführt. Hätte sich die Fährmannstochter doch besser aus allem herausgehalten – schließlich steht eine Hochzeit kurz bevor, und dabei darf genau eine nicht fehlen: die Braut!



    Meinung:


    Ein wenig mit heißer Nadel gestrickt und irreführend erscheint der Verlagstext. Aber eigentlich war er mir auch völlig schnuppe (und ich werde hier auch keine weiteren Informationen über den Inhalt des Buches spoilern) - die von mir so geliebten historischen Romanreihen um Almut, Alyss und Myntha würden, anders als vermutet, in diesem fünften Myntha-Band auch nach Andrea Schachts Tod doch noch einen Abschluss finden. Auf jeden Fall wollte ich dieses Buch lesen! Ein wenig skeptisch war ich natürlich auch, ob das der mir bis dato völlig unbekannten Co-Autorin wohl angemessen gelingen würde. Immerhin die Hälfte des Romans hat Andrea Schacht laut dem einfühlsamen Vorwort ihres Mannes noch selbst geschrieben, den Rest geplottet. Das nicht weniger einfühlsame Nachwort von Julia Freidank zeigt die Ehrfurcht vor, aber auch die Freude über die Aufgabe, diesen Romanzyklus von Andrea Schacht zu vollenden.


    Und ich finde, das ist ihr in würdevoller Weise gelungen. Noch über viele Kapitel hinweg kann man die vertraute Warmherzigkeit, den oft so herrlich trockenen Humor, die erfrischenden Dialoge und die oft leicht schmunzelnd eingestreuten Lebensweisheiten von Andrea Schacht genießen. Ich habe keinen gravierenden Bruch wahrgenommen - Julia Freidank hat den Duktus von Andrea Schacht aufgenommen und den Roman, soweit ich das für meine Wahrnehmung sagen kann, in Andrea Schachts Sinne vollendet. Dabei wird die Thematik von Leben und Sterben immer wieder auf eine Weise gestreift, die mir, die Trauer um Andrea Schacht noch lebendig, öfter als gewöhnlich die Tränen in die Augen getrieben hat. Dabei ist dieser Roman alles andere als rührselig. Nicht jede Figur erwartet ein Happy End, nicht jede Verletzung lässt sich heilen. Andrea Schachts Romane bieten keine heile Welt, aber eine Welt, in der es Figuren gibt, die mitleidig sind, anderen Menschen helfen, nicht nur an sich selbst denken; die zugleich aber auch witzig und klug sind, ihre eigenen Fehler wahrnehmen und an ihnen reifen können. Andrea Schacht mag keine buchpreisverdächtigen Romane geschrieben haben, aber diese Liebe zu den Menschen zieht sich durch ihr ganzes Werk und macht die Lektüre oft zu einem tiefen Seelengenuss. "Das Erbe der Kräuterfrau" schließt nun den Kreis ihres Schaffens und ich danke der Co-Autorin Julia Freidank herzlich für diesen schönen Abschluss der Myntha-Reihe. Dass es mir am Ende des Romans viel zu schnell ging, schiebe ich vor allem darauf, dass ich noch nicht so recht Abschied nehmen mochte... :|


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Lg Sarange :cat:


    :study: Olga Tokarczuk - Ur und andere Zeiten

    :study: Jørn Lier Horst - Winterfest / Vinterstengt

    :study: Astrid Lindgren - Madita


    :musik: Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen (letztes oder vorletztes Jahr schonmal gelesen)

  • Sarange

    Hat den Titel des Themas von „Andrea Schacht - Das Erbe der Kräuterfrau“ zu „Andrea Schacht und Julia Freidank - Das Erbe der Kräuterfrau“ geändert.

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