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Misty M. Beller - Hope's Highest Mountain

Hope's Highest Mountain

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Bethany House Publishers

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 320

ISBN: 9780764233463

Termin: Oktober 2019

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  • Das Buch beginnt sofort mit dem, im Covertext schon angekündigten, schweren Unfall. Man ist sofort in der Geschichte drin. Die Kutsche von Ingrid Chastain, ihrem Vater und einer Bediensteten stürzt in unwirtlichem Gebiet einen Abhang herunter. Ihr Vater ein Arzt und Forscher war aufgebrochen, um einem befreundeten Arzt dringend benötigten Pockenimpfstoff in einen entlegenen Ort zu bringen.


    Micah Bradley befindet sich zufällig in der Nähe und hört die Schreie der Maultiere. Er kann gar nicht verstehen, wer bei dem Wetter im nahenden Winter noch versucht die Rocky Mountains zu überqueren. Micah findet Ingrid dann ein Stück den Abhang abwärts. Sofort übernehmen seine alten medizinischen Instinkte. Er war 7 Jahre Arzt in Indiana. Ihr Bein ist gebrochen. Ein heftiger Schneesturm droht und Micah muss sie dringend ins Warme schaffen. Sie ist die einzige Überlebende. Es gibt erste Andeutungen zu seiner schmerzhaften Vergangenheit und dem Verlust seiner Familie.


    Nach einer fast übermenschlichen Kraftanstrengung kann er sie in sein Lager bringen und versorgen. Aufgrund der vergangenen Erlebnisse denkt Micah, dass er es nicht mehr verdient sich Arzt zu nennen. Die Autorin beschreibt diese harsche, dramatische Situation und Micahs Anstrengungen intensiv und nachdrücklich. Man kann diesen menschenfeindlichen Winter fast spüren und die Herausforderungen eines Lebens in dieser rauen Einsamkeit nachempfinden. Ingrid ist felsenfest, fast stur und unvernünftig entschlossen, trotz aller Schmerzen und Opfer den Impfstoff ans Ziel zu bringen. Micah fühlt sich derweil durch viele Ereignisse zurückversetzt in die schreckliche Zeit und die Trauer nach der Erkrankung und dem Tod seiner Familie. Er fühlt sich von Gott immer wieder herausgefordert.


    Die Autorin kann mit ihren eindringlichen Beschreibungen Emotionen wecken. Man fühlt sich in diese harte Zeit versetzt. Es beginnt für beide eine weite, kräftezehrende und qualvolle Reise zu den Menschen, die so dringend auf ihre Hilfe angewiesen sind. Weitere Schicksalsschläge und Herausforderungen warten auf Ingrid und Micah und bringen sie an den Rand des körperlich und psychisch erträglichen. Zart keimende Gefühle und erste Zuneigung und Bewunderung entsehen.


    Das Buch findet nach einem spannenden Höhepunkt zu einem überzeugenden Ende, das auf die Zukunft hoffen lässt. Ingrid und Micah können als Protagonisten überzeugen und werden von sympathischen Nebenfiguren begleitet. Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieser Reihe!

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