Lara Prescott - Alles, was wir sind / The Secrets We Kept

  • Buchdetails

    Titel: Alles, was wir sind


    Verlag: Rütten & Loening

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 475

    ISBN: 9783352009358

    Termin: Neuerscheinung November 2019

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Alles, was wir sind"

    Es geht um Liebe. Es geht um uns. Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest. Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll. Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und – die Liebe.
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  • Polit-Thriller


    Doktor Schiwago, wie der Titel in der deutschen Übersetzung von Pasternaks Hauptwerk lautet, ist als Buch ein Welterfolg, moderne Weltliteratur, ergreifend, spannend, ein historisches Panorama aus der Zeit der Revolution, als Film ein Klassiker der Cineasten. Der jungen Autorin Lara Prescott ist es zu danken, dass der Blick jetzt auch auf die Hintergründe der Veröffentlichung gelenkt wird. Mehrere Aspekte kommen in ihrem Debütroman zum Tragen: mehrere Liebesgeschichten sind mit dem Geschehen verwoben, am ergreifendsten die Beziehung zwischen dem Dichter Psternak und seiner langjährigen Geliebten. Daneben erhält der Leser Einblick in Willkür und Terror des Sowjet-Regimes. Millieuschilderungen aus verschiedenen Lebensbereichen diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs bereichern das Bild. Doch atemlos macht die Lektüre des Polit-Thrillers, der letztlich auch zur Verbreitung von Pasternaks Werk im Land seiner Entstehung führte. Schon der Auftakt ein Meisterstück: ein geschickt komponierter Romananfang, aufgebaut in strengem Antagonismus, in Nuancen der Verschiebung. Die beiden Schauplätze jeweils in den Hauptstädten der beiden Großmächte lokalisiert, Washington und Moskau. Die Atmosphäre in beiden Kapiteln aufgeladen durch die Ansiedelung im Geheimdienstmilieu. Zwei weibliche Personen, die nurmehr Atome der Bedeutungslosigkeit repräsentieren, austauschbare Schreibkraft die eine, Opfer des Systems die andere, die im gefürchteten Labyrinth der Lublianka verschwindet, der Willkür des Verhörs ausgeliefert. Ärgerlich nur der eher dümmlich-nichtssagende deutsche Titel - der lässt eher eine anspruchslose Schmonzette vermuten!

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Alles, was wir sind“ zu „Lara Prescott - Alles, was wir sind / The Secrets We Kept“ geändert.
  • Darum gehts:

    Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest.
    Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken – mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll.
    Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und – die Liebe.
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    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • In diesem Roman soll es um geheime Heldinnen und die Kraft der Liebe und Literatur gehen.


    Olga Iwinskaja, die Geliebte von BorisPasternak und Vorbild für Lara wird verhaftet und interniert. DochPasternak schreibt unermüdlich weiter an seinem Dr. Shiwago. Moskau versucht eine Veröffentlichung mit allen Mitteln zu verhindern.


    Die CIA will diesen Roman zu einer Waffe gegen die Sowjetunion machen und lässt hierzu die junge Irina zu einer Agentin ausbilden.


    Die amerikanische Schriftstellerin Lara Prescott hat jahrelange, intensive Recherche hierzu betrieben. Leider bringt sie das nicht vollkommen in ihrem Buch rüber. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und auch unterhaltsam. Ich habe aufgrund der Geschichte und der Vorarbeit von Prescott doch mehr erwartet. Der Roman ist in meinen Augen einfach zu schlicht gehalten. Als nette Unterhaltung geht er aber durch.

  • Beitrag an bestehenden Thread angehängt :wink:


    frthkrue Bitte schau immer erst, ob es bereits einen Rezensionsthread zum Buch gibt. Falls ja, dann häng deinen Beitrag dort an. Falls nicht, dann gehören in die Titelzeile immer der Autor und der Titel des Buches, sonst nichts. Wenn Du dort etwas anderes einträgst, kann dein Beitrag weder über die Suchfunktion noch über den Rezensionsindex gefunden werden. Danke :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Rafik Schami - Ich wollte nur Geschichten erzählen

    :study: Irène Némirovsky - Meistererzählungen


  • Das Buch kam mir vor wie ein Fenster in die Vergangenheit, die ich selbst nicht erlebt habe, aber als sehr spannend empfinde. Ein Autor der Weltliteratur, der seine Seele in ein Buch fließen lässt, jedoch Angst um die Wirkung des Buches haben muss, um sich und seine Lieben. Glücklicherweise geht es in diesem Buch jedoch nicht um Männer und ihre Egos, obwohl sie dennoch eine Rolle spielen. Es geht um starke Frauen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs, die ihre eigenen Rollen zu spielen haben, um in ihrer jeweiligen Welt, die doch eigentlich eine sein sollte, zu überleben. Die Opfer, die die Protagonistinnen dabei bringen müssen, sind in jedem Fall lebensverändernd. Zwischen der Entdeckung der eigenen Weiblichkeit und der damit verbundenen Kraft und dem vorherrschenden Rollenbild der Gesellschaft zu balancieren, schafft die Autorin außerordentlich gut. Die Charaktere sind nahbar, verständlich und kraftvoll, sodass der Leser gut die Gefühle, das Glück und Leid des Lebens nachvollziehen kann.


    Fazit: Ein Roman aus dem Kalten Krieg, gut und clever erzählt, authentisch und fesselnd!


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    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
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