Richard Schwartz - Die Starfarer-Verschwörung

  • Genzo hat Sax im Alter von 2 Jahren gefunden und zur Diebin und Betrügerin ausgebildet. Bei einem Taschendiebstahl erwischt sie eine Brieftasche Sekunden bevor der Besitzer und seine Begleiterin bei einem Anschlag von Plasmagranaten getötet werden. Sax selber kann nur knapp in eine Wartungsröhre entkommen.


    Zu seinen Lebzeiten hat Genzo die junge Sax mit diversen Nanniten verbessern lassen, was Heilung, Reflexe, Sinne und Sicht angeht. Trotz der Verletzungen, die sie bei der Flucht erlitten hat, bleibt ihr nichts anderes übrig als in die Tiefe der Schächte herabzusteigen. Da die Nanniten aber lange nicht aufgefrischt wurden haben sie an Wirkung verloren. In den Tiefen irrt sie zunächst verzweifelt umher und stößt so zufällig in den Tunneln und Resten der alten Stadt Eltyr auf ein Shuttle der terranischen Hegemonie.


    Wahrscheinlich wurde dieser Teil der Stadt während des Orbital Bombardements vor einigen hundert Jahren verschüttet. Die Besatzung ist tot und zum Teil mumifiziert, sie wurden von den Gammastrahlen der Neutronen Bomben getötet. Die Bedienelemente des Shuttles sagen ihr nichts. Vieles hat noch Strom und ist funktionstüchtig, da sie nicht weiß wie sie wieder entkommen soll, macht sie es sich zunächst im Shuttle gemütlich.


    Die damalige Hochtechnologie, die sie bei der Besatzung findet, gibt es heute aufgrund des Niedergangs der Wissenschaften nicht mehr in dieser Form. Die Stadt Eltyr befindet sich auf der Kolonie Karstein. Man weiß auch nicht mehr, ob die Erde überhaupt noch existiert. So ist das gefundene Nimplant schon quasi ein magisches Artefakt. Seit Jahrzehnten steht eine Belohnung in Millionenhöhe für jedes gefundene aus. Durch einen versehentlich Schnitt wird das Implantat aktiv und sie findet sich nach einer beinahe tödlichen Umwandlung in ihrem Geist mit Maya wieder. Sie ist eine hochgeheime neuronale Kampfaufwertung. Sax und Maya teilen sich nun ihren Körper und die Erinnerungen der früheren Trägerin. Es entspinnen sich zwischen den beiden schwierige Dialoge. Maya kommt ihr selbstzufrieden und arrogant vor. Sax hat dort unten noch für 60 Tage Nahrung, Wasser gibt es ausreichend. Mit Mayas Hilfe kann sie sich jedoch aus dem eingebrochenen Bereich befreien und wieder nach oben in die Welt gelangen.


    Sax beschließt mit einem früheren Hehler das Shuttle zu bergen. Doch dann spürt sie Kommissar Herzog auf, der versucht den Attentäter zu finden, der den Baron getötet hat.


    Dieser Roman ist spannend und interessant. Der Autor hat eine eigene Welt sehr gut entwickelt, mit besonderer Technik und eigentümlichen Fuguren. Immer wieder kommt es zu neuen und auch unerwartete Entwicklungen. Die Geschichte wir von guten, ansprechenden Nebenfiguren bereichert.


    Der Autor hat eine unglaubliche Begabung Kampfszenen zu beschreiben. Man fühlt sich mit etwas Fantasie quasi wie in einem Matrix-Film. Es kommt zu einem sehr spannenden, emotionalen und überzeugenden Ende für den ersten Teil. Das Buch findet einen gewissen Abschluss, aber mit klarer Hinleitung zum nächsten Band.


    Ich freue mich schon auf Teil 2!

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Richard Schwartz - Die Starfarer-Verschwörung: Die Sax-Chroniken 1“ zu „Richard Schwartz - Die Starfarer-Verschwörung“ geändert.
  • Klappentext:

    Die Diebin Sax ist auf dem Tiefpunkt ihrer Karriere angekommen. Ihre Verbündeten lassen sie im Stich und ein Unbekannter trachtet ihr nach dem Leben. Doch dann entdeckt Sax durch Zufall ein Artefakt aus ferner Vergangenheit. Und ihre Entdeckung zieht sie in eine hochgefährliche Verschwörung hinein, die den Kampf um die Vorherrschaft in der Galaxie neu entfacht ...


    Autor:

    1958 in Frankfurt geboren, studierte Richard Schwartz nach einer Ausbildung zum Flugzeugmechaniker Elektrotechnik und Informatik. Er arbeitete als Tankwart, Postfahrer und Systemtheoretiker und versteht sich auch auf das Restaurieren von Autos und Motorrädern. Seiner eigentlichen Leidenschaft aber geht er nachts nach, wenn er als Rollenspieler in fantastischen Welten agiert. Das Ergebnis: die äußerst erfolgreiche „Askir“-Reihe, die ihm eine stetig wachsende Fangemeinde sichert. Wie es sich für einen Rollenspieler gehört, taucht allerdings immer wieder das Gerücht auf, Schwartz sei ein Pseudonym. Wer weiß, aber passen würde es schon für den Flugzeugmechaniker, Systemtheoretiker und Tankwart...


    Allgemeines:

    Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2019

    Seitenanzahl: 528

    Verlag: Piper


    Eigene Meinung:

    Also eigentlich lese ich Richard Schwartz sehr gerne. Ich mag wie er seine Charaktere agieren lässt und wie sich sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln. Auch in diesem Buch schafft er es wieder mich an sie zu binden und beim Geschehen dabei zu sein.

    Dennoch konnte mich irgendwas an diesem Buch nicht ganz fesseln wie sonst. Ich bin mir nicht sicher ob es am Setting oder an der Geschichte selber liegt, doch zu Beginn ging mir das Ganze ein wenig zu langsam. Es war mir nach einiger Zeit langweilig zu lesen, wie sie nun das, was sie gefunden haben (will ja nicht spoilern), an die Oberfläche zu bringen.

    Und gegen Ende gab es dann wieder einige Entwicklungen zuviel, so dass es etwas überladen wirkte, nachdem vorher nicht so viel passierte und mehr gequatscht wurde.

    Interessant sind aber die Charaktere und die Beziehung unter ihnen. Das war wie immer schön zu lesen. Ich hatte einfach das Gefühl Teil von ihnen zu sein. Besonders die Beziehung zwischen Sax und Soren hat mich mitgenommen und berührt.


    Fazit: Trotz weniger Kritikpunkte glaube ich nicht, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Es hat mich nicht ganz packen können, obwohl Richard Schwartz bei bekannten Mustern bleibt, die sonst auch funktionieren. Möglicherweise war es einfach der falsche Zeitpunkt für das Buch, doch ich fand es im Gegensatz zu den anderen bisher Gelesenen von ihm um Einiges langweiliger. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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