Dania Dicken - Todesliebe

Die Seele des Bösen: Todesliebe

5 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 20 der

Verlag: Independently published

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 281

ISBN: 9781078486446

Termin: Juli 2019

  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Ein würdiger Abschied für die Kultprofilerin.
  • Kurzmeinung

    claudi-1963
    Grandioser, gelungener Abschluss der Sadie Reihe mit einer Thematik die mir Gänsehaut bescherte.
  • "Jetzt gehörte sie ihm, war ihm ganz nah. Jetzt würde er eins mit ihr werden und die Einsamkeit vertreiben. Das alles ging nur, so lange sie noch warm war." (Buchauszug)

    Sadie begleitet Matt voller Stolz zu seiner ersten Fotoausstellung in Los Angeles. Für die Fotoreihe "Street Laws: Images of Crime and Justice" hat Matt maßgeblich viele seiner Fotos über Verbrechen, Tätern, Gefängnisse und ihre Insassen geliefert. Natürlich hat ihm dabei sein ehemaliger Job als FBI Agent und Polizeifotograf geholfen. Sadie ist allerdings überrascht als sie an dem Abend Nick Dormer von der BAU entdeckt. Dieser ist nicht nur wegen der Fotoausstellung von Matt hier, sondern er unterstützt Cassie bei einem Fall eines kannibalistischen Serientäters. Da sich die Ermittler momentan im Kreise drehen, bittet er Sadie als Beraterin ihnen zu helfen. Für Sadie ist es selbstverständlich, dass sie gerne dabei ist, den dieses Thema interessiert sie sehr. Weitere Opfer verschwinden, trotzdem sie mit dem Täterprofil vorankommen. Bei der Überprüfung eines Verdächtigen scheinen Nathan und Sadie den richtigen Riecher gehabt zu haben. Kein Wunder also das von den beiden danach jede Spur fehlt und es wieder einmal ein Wettlauf um Leben und Tod geht.


    Meine Meinung:
    Mit einem weinenden Auge habe ich mich auf die letzte Folge der Reihe "Die Seele des Bösen" gefreut. Nach 20 Folgen sollte jetzt das wohlverdiente Ende für Profilerin Sadie Whitman kommen. Schon zwei Folgen zuvor haben sich ja Matt und Sadie vom FBI verabschiedet und leben nun etwas ruhiger in Pleasanton in der Nähe von San Francisco. Jedoch geraten sie nach wie vor immer wieder in irgendwelche kritischen Situationen, die teils auch gefährlich für die ganze Familie war. Deshalb ist für Sadie klar das sie diesmal lediglich als Beraterin Nick und Cassie unterstützen würde und nicht vor Ort. Jedoch wissen wir ja, dass meist alles ganz anders kommt, wie man möchte, und so begleitet sie Nathan zusammen zu einem Verdächtigen. Dass sie dabei in eine Falle tappen und es für beide sehr gefährlich wird, konnte da keiner ahnen. Mit ihrer bekannten, interessanten Schreibweise hat mich die Autorin wieder nach wenigen Seiten gepackt. Einmal begonnen kann ich bei so einer seltenen Thematik, bei der es um Nekrophilie und Kannibalismus geht, kaum noch das Buch weglegen. Gute Recherchen, eindrucksvolle Protagonisten und jede Menge Spannung haben mich schnell überzeugt. Wie in gewohnter Manier lässt mich Dania Dicken teilhaben wie viel grausame Täter mit dieser Neigung es schon im realen Leben gegeben hat. Zahlreiche Fallbeispiele werden wieder einmal aufgeführt, bei dem mir regelrecht die Haare zu Berge stehen und ich Gänsehaut bekomme. Ich kann nicht nachvollziehen, wie jemand einen Menschen töten kann, um diesen danach zu verspeisen. Vielen ist sicher der Film bekannt von der argentinischen Rugby Mannschaft, deren Flugzeug in den Anden abstürzt und die aus einer Not heraus ihre toten Mannschaftskameraden gegessen haben, nur um nicht zu verhungern. Doch dies ist etwas ganz anderes, als aus Lust oder sexueller Erregung so etwas zu tun, das ist einfach nur krank. Selbst Deutschland bildet da mit dem "Kannibalen von Rothenburg" keine Ausnahme. Darum ist dieser letzte Fall für Sadie nicht nur eine Herausforderung, sondern es wird für sie auch wieder äußerst brenzlig. Dass ihre älteste Tochter Libby inzwischen Verhaltensforschung studiert, um Profilerin zu werden, kommt da sehr gelegen. In einem Highlight bekam ich dann schon die ersten Eindrücke von Dania Dickens neuste Reihe, bei der Libby Whitman in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt, in dem sie vor Ort gute Verhandlungsarbeit leistet. Hier spürt man wie die Mutter so die Tochter, weil sie in einer Situation wie eine Löwin kämpft. Für mich war dies ein krönender, gelungener Abschluss und ich freue mich schon auf die neue Reihe die mit "Brave Mädchen schreien nicht", bald beginnen wird. Ich jedenfalls kann dieses Buch und die ganze Reihe nur empfehlen und gebe 5 von 5 Sterne.
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  • Sadie begleitet ihten Mann Matt nach Los Angeles, wo seine Fotos in einer renommierten Galarie ausgestellt werden. Die Eröffnung der Präsentation nutzen auch Freunde und ehemalige Kollegen um Matt und Sadie wiederzusehen. Auch Nick Dormer, sadies ehemaliger Chef bei der BAU ist da, denn er unterstützt Nathan Morris bei den Ermittlungen zu einem Serienmörder. Dormer nutzt die Chance und bittet Sadie dem FBI in diesem Fall als Beraterin zur Seite zu stehen, und Sadie kann diesem Angebot nicht widerstehen. Für das Profil muss sie über Kannibalismus recherchieren, denn der gesuchte Serienmörder verspeist Teile seiner Opfer nach dem Tod. Zusammen erarbeiten sie ein Täterprofil, das aber leider nicht verhindert das eine weitere Frau anscheinend Opfer dieses Täters wird. Bei ihren Befragungen anhand des Profils kommen sie dem Täter gefährlich nahe und zwei von ihnen kommen von den Befragungen nicht mehr zurück...


    Die Seele des Bösen - Todesliebe ist der zwanzigste und abschließende Teil der Sadie-Scott-Reihe aus sder Feder von Dania Dicken.


    Matt ist glücklich mit seinem Leben als Fotograf. Die Ausstellung einiger seiner Fotos in einer renommierten Galarie krönt seine Arbeit, und so reisen Sadie und Matt natürlich nach Los Angeles zur Eröffnung seiner Ausstellung. Freunde und ehemalige Kollegen lassen es sich nicht nehmen beimder Eröffnung mit dabei zu sein. Dabei erhält Sadie das Angebot als Beraterin bei einem mehr als ungewöhnlichen Fall dabei zu sein. Da sie nur am Profil mitarbeiten soll und sich sonst im Hintergrund halten kann kann sie dem Angebot nicht widerstehen und auch Matt der seine Frau kennt, hat nichts dagegen.


    Kannibalismus ist kein einfaches Thema, denn schnell kann dies ganz schnell ins eklige abrutschen und aus einem Thriller wird ein "Splatter-Horror"-Roman. Der Autorin ist es hier wirklich sehr gut gelungen die Beschreibungen über das was der Täter alles mit seinen Opfern anstellt so zu beschreiben, das man zwar genau weiß was passiert, aber ohne es dabei bis ins Detail zu beschreiben. Hier reicht wirklich das entstehende Kopfkino aus um einem eine Gänsehaut zu bereiten.


    Zum Glück ist Kannibalismus kein so häufiges Phänomen, aber wie schon in vielen Teilen der Reihe vorher, bekommt man als Leser viele Informationen aus tatsächlichen Fällen dazu, was mir imer besonders gut gefallen hat. Die Erarbeitung des Profils empfand ich wirklich sehr interessant, dabei wurden die verschiedenen Ansichten, Wissenstände und Erfahrungen der einzelnen Profiler mit den bisher gefundene Beweisen zusammengefügt und zu einem Profil zusammen gefügt.


    Das Sadie hier nicht widerstehen kann und gerne helfen möchte ist gut nachzuvollziehen. Sie hat ihren Beruf immer geliebt und ihn eigentlich nur aufgegeben damit ihre Familie nicht mehr in Gefahr gerät, und hier konnte sie die Chance nutzen im Hintergrund an einem Fall mit zuarbeiten. Anhand des Profils kommen sie dem Täter sehr nahe und zwei der Ermittler verschwinden dann auch spurlos. Ich bin kein Freund davon wenn ständig Ermittler in einer Reihe persönlich in ihre Fälle verstrickt werden, wie es auch hier wieder der Fall war. Allerdings konnte mich die dadurch ansteigende Spannung und der tiefere Einblick in die Psyche des Täters schnell über diesen kleinene Störfaktor hinwegtrösten. Bei dem Einblick den man über den Täter bekommt, entwickelt man ganz kurz fast schon so etwas wie Mitleid mit ihm, allerdings nur fast und nur sehr kurz, denn natürlich bleibt immer dabei klar das er ein Mörder ist und für seine Ziele auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen wird.


    Der Spannungsbogen baute sich für mich langsam aber stetig auf, mit dem verschwinden der Ermittler gab es für mich einen deutliche Anstieg in der Spannung und im Erzähltempo, das die Autorin bis zum Showdown aufrecht halten konnte und mich dadurch fast atemlos an den Seiten kleben ließ. Am Ende konnte sie mich auch noch wirklich überraschen, logisch und verständlich aufgebajt und erklärt, aber als Thrillerleser war es überraschend und ungewohnt.


    Libby, Sadies und Matts Adoptivtochter, hat auch hier wieder einen starken und spannenden Auftritt, der mir richtig gut gefallen. Sie hat sich zu einer starken, sympathischen und engagierte Frau entwickelt, der man auch gerne durch eine Geschichte folgen würde. Meine Neugierde auf ihre eigene Reihe, die bald veröffentlicht wird, wurde dabei weiter angeheizt und ich bin gespannt was sich die Autorin für sie ausgedacht hat.


    Mein Fazit:

    Ein wirklich gelungener Abschluss dieser Thriller-Reihe, der mich nicht nur mit seiner Thematik für sich einnehmen konnte sondern auch mit seiner Spannung begeistern konnte.


    ⭐⭐⭐⭐⭐

  • Matt feiert mit seinen Fotografien große Erfolge. Zur Präsentation kommen natürlich auch viele Freunde von Sadie und Matt. Auch Nick Dormer - Leiter der BAU und Freund von den Beiden kommt und bittet Sadie als Beraterin um Mithilfe in einem Fall. Eigentlich wollte Sadie ja nicht mehr für das FBI arbeiten, um sich und ihre Familie nicht in Gefahr zu bringen, doch bei diesem Fall, bei dem es um Nekrophilie und Kannibalismus geht, kann sie nicht anders. Währenddessen macht ihre Adoptivtochter Libby die Ausbildung zur Profilerin.


    Das Cover passt natürlich zur bisherigen Reihe.


    Über den Schreibstil der Autorin kann ich - wie immer - nichts Negatives sagen. Die Charaktere entwickelten sich im Laufe der Reihe kontinuierlich fort und blieben sich dabei doch selbst treu. Auch die Orte werden bildhaft beschrieben. Die Spannung ist auch in diesem Band das ganze Buch über auf hohem Niveau und auch die Emotionalität kommt dabei nicht zu kurz.


    Nach Andrea Thornton heißt es also auch bei der 2. Profilerin der Autorin Abschied nehmen. Aber ganz heißt es nciht Abschied nehmen, denn hatte Andrea Cameo-Auftritte bei Sadie, werden Sadie und Co. sicher auch bei der neuen Reihe ihren Auftritt bekommen. Denn dort ermittelt Libby, die schon in diesem Fall ihre Fähigkeiten unter Beweis stellt und eine vielversprechende weitere Reihe erwarten lässt.


    Fazit: Abschied von der Kultprofilerin mit Vorfreude auf die nächste. 5 von 5 Sternen