Tom Saller - Wenn Martha tanzt

Wenn Martha tanzt

3.7 von 5 Sternen bei 10 Bewertungen

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783548060521

Termin: März 2019

  • Kurzmeinung

    anemone75
    Der Autor, ein Psychotherapeut, kann sicherlich zuhören, nur schreiben kann er nicht. Endloses Geschwafel.
  • Kurzmeinung

    BarbSie
    Spannende Geschichte in kurzen Sätzen mit überraschenden Wendungen.
  • Klappentext: Ein junger Mann reist nach New York, um das Notizbuch seiner Urgroßmutter Martha bei Sotheby's versteigern zu lassen. Es enthält bislang unbekannte Skizzen und Zeichnungen von Feininger, Klee, Kandinsky und anderen Bauhaus-Künstlern. Martha wird 1900 als Tochter des Kapellmeisters eines kleinen Dorfes in Pommern geboren. Von dort geht sie ans Bauhaus in Weimar - ein gewagter Schritt. Walter Gropius wird auf sie aufmerksam, Martha entdeckt das Tanzen für sich und erringt so die Bewunderung und den Respekt der Bauhaus-Mitglieder. Bis die Nazis die Kunstschule schließen und Martha in ihre Heimat zurückkehrt. In ihrem Arm ein Kind und im Gepäck ein Notizbuch von immensem Wert - für sie persönlich und für die Nachwelt. Doch am Ende des Zweiten Weltkriegs verliert sich auf der Flucht Marthas Spur …


    Autoreninfo(von Ullsteinbuchverlage): Tom Saller, geboren 1967, hat Medizin studiert und arbeitet als Psychotherapeut in der Nähe von Köln. Falls er nicht gerade schreibt, spielt er Saxophon in einer Jazzcombo. 2018 erschien Sallers Debütroman Wenn Martha tanzt und wurde umgehend ein Bestseller.


    Rezension:


    Wenn Martha tanzt


    Die Geschichte: Thomas Wetzlaff, der Erzähler, findet nach dem Tod seiner Oma, Hedi Wetzlaff, bei der Durchsicht ihrer Hinterlassenschaft, ein Tagebuch. Er liest es und wird neugierig. Es enthält die interessante Geschichte von Martha Wetzlaff, seiner Urgroßmutter. Eine sehr interessante Frau, wächst in einem musikalischen Haushalt in Türnow in Pommern auf, ist selbst aber nicht in normalem Sinn musikalisch. Aber sie hat ein anderes Talent, sie kann Musik fühlen und in geometrischen Formen erkennen. Schließlich geht sie nach Weimar ans Bauhaus, unter der Leitung von Walter Gropius. Und hier hat sie eine wunderbare Zeit und kommt in Kontakt mit interessanten Menschen und Künstlern. Welche sich ebenso in ihrem Tagebuch verewigen. In der Erzählung werden genauso die geschichtlichen Hintergründe beleuchtet, als das dritte Reich dann erstarkt, wird das Bauhaus geschlossen und Martha kehrt mit einem kleinen Kind, einem Mädchen, nach Türnow zurück. Die Familie nimmt sie gut auf, macht ihrer unverheirateten Tochter keine Probleme. Im letzten Teil des Tagebuches werden dann noch Marthas Erlebnisse in Türnow zur Zeit des zweiten Weltkrieges bis zur Flucht aus Pommern erzählt. Eine insgesamt sehr interessante Geschichte. Aufgrund der Zeichnungen in dem Tagebuch entschließt sich in der heutigen Zeit die Familie das Tagebuch zu verkaufen. Dies geschieht in New York, und zu einem sehr hohen Preis. Und der Käufer stellt einen Kontakt zu Thomas Wetzlaff her und entpuppt sich als alte Dame. Und Thomas Wetzlaff erfährt einige Neuigkeiten …



    Dieses Buch ist in zwei Erzählsträngen geschrieben, der eine beschreibt das Leben von Martha und der andere beleuchtet die Geschehnisse in New York. Der Schreibstil und die Sprache dieses Buches sind für meine Begriffe etwas gewöhnungsbedürftig. Ich kam nicht damit zurecht und hab mich damit recht schwergetan. Die Geschichte ist eine sehr schöne, und wäre für mich in einer anderen Form deutlich besser lesbar gewesen. Damit meine ich vor allem Marthas Geschichte, der Autor wollte damit wahrscheinlich die Tagebuchform verdeutlichen, aber diese Art von Formulierung ist mir persönlich zu kalt/zu emotionslos. Die Sätze sind sehr kurz, fast wie abgehackt. Aber dennoch ist ein kleiner Sog wahrnehmbar und auch ein leiser Humor, welcher mir gefallen hat. Aber trotzdem plätschert mir die Geschichte zu sehr.



    „Kurz vor Mitternacht verliert Martha in der Garderobe ihre Unschuld. Umbo hat sie gefunden und aufgehoben – ihre Unschuld.“

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns." Franz Kafka

  • Gerade die kurzen Sätze haben mir bei diesem Roman sehr gut gefallen. Ohne viel Schnörkel wird das Wesentliche beschrieben.... ist das nicht auch der neugeschaffene Stil des Bauhaus gewesen?

    Von mir gibt's deshalb 5 Sterne

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: