Melanie Lahmer - Unter der Mauer

  • Kurzmeinung

    Mojoh
    Solider Krimi mit interessantem Hintergrund. Braucht ein paar Seiten um in Gang zu kommen, ist dann aber gut.

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  • Klappentext (Quelle Amazon)

    Eine verschwundene Studentin.

    Eine unüberwindbare Grenze.

    Und ein Verbrechen, das mehr als 30 Jahre lang ungesühnt bleibt.


    Leipzig, 1984: Die Studentin Michaela Wolff verschwindet spurlos. Alles, was ihrer Familie bleibt, ist ein Abschiedsbrief. Auch nach dem Fall der Mauer findet man kein Lebenszeichen von ihr. Die Familie zerbricht beinahe an diesem Schicksal.


    Fünfunddreißig Jahre später stößt die Psychologin Nike Klafeld in Siegen auf ein altes Tagebuch, versteckt in einem Weltkriegsbunker.

    Die Suche nach der jungen Frau führt sie auf eine Reise in ihre eigene Vergangenheit und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Doch Nike ahnt nicht, dass sie sich bei ihrer Suche nach Gerechtigkeit selbst in große Gefahr bringt ...


    Autorin (Quelle Amazon)

    Melanie Lahmer, geboren 1974 in Rotenburg/Fulda, lebt mit ihrer Familie in Siegen.

    Nach dem Studium der Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie arbeitete sie unter anderem als Redakteurin bei verschiedenen Magazinen, begann dann aber mit dem Schreiben von Romanen.

    Sie veröffentlicht Kriminalromane und Ratgeber über Nachhaltigkeitsthemen sowie Liebesromane unter Pseudonym.

    Für ihr Krimidebüt "Knochenfinder" erhielt sie ein Literaturstipendium der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen, der Roman wurde später Quartalssieger beim "Entdeckt!"-Autorenpreis von Amazon.

    Wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, ist sie draußen in der Natur - entweder im Garten oder beim Wandern.


    Meine Meinung

    Mit einem Abschiedsbrief beginnt die spannende Geschichte um die Psychologin Nike Klafeld. Sie stolpert über Fragmente eines Tagebuches, die sie zurückführt in die letzten Jahre der DDR und dem rätselhaften Verschwinden einer jungen Frau.

    Die Geschichte wird in drei verschiedenen Zeitebenen erzählt, immer wieder werden gut dosiert Informationen über die Protagonisten preisgegeben – Michi, ihre Familie und Nike auf der Suche nach den Ereignissen vor 35 Jahren. Und somit begibt man sich als Leser auf eine turbulente Berg- und Talfahrt auf dem Hintergrund eines spannenden Stückes Zeitgeschichte Deutschland. Dabei nimmt man der Autorin jede geschilderte Person ab, sie sind absolut aus dem Leben gegriffen mit all ihren Zweifeln, Überlegungen und Handlungen. Zu keinem Zeitpunkt habe ich bei der Lektüre gestockt und irgendetwas in Frage gestellt. Das meiner Meinung nach die große Stärke der Autorin, die mir auch in den beiden letzten Büchern um die Siegener Kommissarin Natascha Krüger sehr gefallen hat. Alles führt den Leser zu einem spannenden Finale, das keine Fragen offenlässt.

    Eine solide Geschichte, interessanter Hintergrund, sehr süffig zu lesen und glaubwürdige, sympathische Protagonisten – diese Komponenten versprechen nicht zu viel. Wirklich lesenswert. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett


    :study:

    Ewald Arenz - Der große Sommer

    Umberto Eco - Die Geschichte der legendären Länder und Städte

    :bewertung1von5: 2021: 33 :bewertung1von5:

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