Olga Tokarczuk - Ur und andere Zeiten (ab 06.12.2019)

  • Um sie in die Überschrift der jeweiligen Beiträge einzufügen, damit alle wissen, auf welchen Abschnitt sich der Beitrag bezieht? Und wer mit dem Lesen noch nicht so weit ist, liest dann die entsprechenden Beiträge einfach noch nicht? Dann könnten auch Leute gemütlich "hinterherlesen".

    Ah okay, verstehe. Ich kenne aus den großen Leserunden hier nur Seitenzahl und/oder Kapitel, so kann man es theoretisch noch genauer angeben, wo man gerade ist. Oder postet man dann erst, wenn man Abschnitt eins beendet hat? :scratch:

    Sowas fällt mir persönlich schwer, denn wenn ich schon weiter gelesen habe, weiß ich ja im Nachhinein nicht mehr unbedingt, was am Ende des vorigen Leseabschnitts los war, und laufe dann Gefahr, Inhalte zu spoilern.

    Naja, dann kann man ja zurückblättern und sich Notizen machen, bevor man weiterliest. So kann man quasi den Eindruck wiedergeben, den man in dem Moment hatte, selbst wenn man danach weitergelesen hat. Aber optimal ist es natürlich nicht, das stimmt. Wenn Dein Plan von oben ein Wochenpensum wäre, fände ich das etwas lang. Also, einen Roman von etwas über 300 Seiten auf 5 Wochen zu strecken.

    :study: Perlen im Haar / Morten König

    :study: What I like about you / Marisa Kanter

  • Ah okay, verstehe. Ich kenne aus den großen Leserunden hier nur Seitenzahl und/oder Kapitel, so kann man es theoretisch noch genauer angeben, wo man gerade ist. Oder postet man dann erst, wenn man Abschnitt eins beendet hat?

    Ich kenne die verschiedenen Gepflogenheiten hier nicht so gut. Bin aus anderen Foren Leseabschnitte wie oben von mir vorgschlagen gewöhnt, bei denen man entweder tatsächlich erst dann postet, wenn man sie fertiggelesen hat, oder andernfalls selbst dafür verantwortlich ist, wenn man sich spoilert.


    Falls jemand bessere Vorschläge zur Einteilung oder zum Prozedere hat, bitte her damit. :wink:

  • Ich kenne die verschiedenen Gepflogenheiten hier nicht so gut. Bin aus anderen Foren Leseabschnitte wie oben von mir vorgschlagen gewöhnt, bei denen man entweder tatsächlich erst dann postet, wenn man sie fertiggelesen hat, oder andernfalls selbst dafür verantwortlich ist, wenn man sich spoilert.

    Naja, bei meinen großen Leserunden sind für jeden Abschnitt extra Threads angelegt. Das verringert natürlich die Gefahr, dass man sich beim Drüberscrollen spoilert - für eine Minileserunde geht das natürlich nicht. Ich frage auch nur so doof, weil ich die Gepflogenheiten in Mini-Leserunden auch nicht kenne, will ja nichts falsch machen.

    :study: Perlen im Haar / Morten König

    :study: What I like about you / Marisa Kanter

  • Ja, das mit den Extra-Threads fände ich auch super, aber es geht ja leider bei einer MLR nicht. Meinen Vorschlag hatte ich für die zweitbeste Lösung gehalten, habe aber auch nichts gegen andere Vorschläge und will hier auf keinen Fall feste Gepflogenheiten verletzen. :lol:

  • So das Buch war vorrätig uns somit habe ich es nun auch Zuhause.


    Ich finde die Einteilung an sich so gut.

    Mir gefällt es, wenn man ein Wochenpensum hat, weil man dann ungefähr an der gleichen Stelle ist und ich das als angenehme Diskussionsgrundlage empfinde. Aber ich schließe mich auch gerne der Mehrheit an, wenn kein Wochenpensum gewünscht ist. Mir ist nur in Leserunden schon aufgefallen, dass ich es sehr schade fand, dass andere irgendwann deutlich weiter waren und man sich über das Akutelle nicht mehr so gut austauschen konnte, weil sie natürlich deutlich mehr Wissen hatten. Ich weiß nicht, ob man das gerade so versteht, wie ich es erkläre 😅


    Mir war aber auch nicht klar, dass man in Mini Leserunden keine unterschiedlichen Threads für die Abschnitte bekommt. Das ist ja schade.

  • Mir welche das eBook liest, kommt die Einteilung wie Sarange sie vorgeschlagen hat sehr entgegen. Ich denke wichtig ist einfach immer jeweils den Titel zu erwähnen wenn man etwas postet, sei es wenn man einen eigenen Beitrag schreibt aber auch wenn man auf einen Beitrag antwortet. So wissen alle Mitlesende Bescheid und können sich orientieren.


    Man kann sich zugleich auf ein Wochenpensum einigen somit sind immer alle aktuell dabei und jeder kann in seinem eigenen Tempo lesen.
    Das würde zum Beispiel bedeuten jeweils pro vorgeschlagenen Abschnitt eine Woche. Aber ich passe mich gerne an.

  • Da ich die Abschnitte mit je etwa 65 Seiten recht kurz gesetzt habe, können wir sie aus meiner Sicht auch gern als Wochenpensum betrachten, ohne damit (hoffentlich!) jemanden zeitlich zu überfordern. Das würde die Übersicht bei den Beiträgen natürlich verbessern - um den Preis, dass schnellere LeserInnen sich selbst bremsen müssen oder aber auf die Methode mit den Notizen zurückgreifen, die dann erst später gepostet werden.


    Können die anderen TeilnehmerInnen sich bitte noch bezüglich ihrer Wünsche äußern? :winken:

  • Mir gefällt es, wenn man ein Wochenpensum hat, weil man dann ungefähr an der gleichen Stelle ist und ich das als angenehme Diskussionsgrundlage empfinde. Aber ich schließe mich auch gerne der Mehrheit an, wenn kein Wochenpensum gewünscht ist. Mir ist nur in Leserunden schon aufgefallen, dass ich es sehr schade fand, dass andere irgendwann deutlich weiter waren und man sich über das Akutelle nicht mehr so gut austauschen konnte, weil sie natürlich deutlich mehr Wissen hatten. Ich weiß nicht, ob man das gerade so versteht, wie ich es erkläre

    Ja, ich verstehe, was Du meinst. :thumleft:

    Das würde zum Beispiel bedeuten jeweils pro vorgeschlagenen Abschnitt eine Woche.

    Können wir auch machen - ich würde nur dann vermutlich den Abschnitt auf einmal lesen und das Buch dann den Rest der Woche liegen lassen.

    :study: Perlen im Haar / Morten König

    :study: What I like about you / Marisa Kanter

  • Da ich die Abschnitte mit je etwa 65 Seiten recht kurz gesetzt habe, können wir sie aus meiner Sicht auch gern als Wochenpensum betrachten, ohne damit (hoffentlich!) jemanden zeitlich zu überfordern. Das würde die Übersicht bei den Beiträgen natürlich verbessern - um den Preis, dass schnellere LeserInnen sich selbst bremsen müssen oder aber auf die Methode mit den Notizen zurückgreifen, die dann erst später gepostet werden.


    Können die anderen TeilnehmerInnen sich bitte noch bezüglich ihrer Wünsche äußern? :winken:

    Damit bin ich einverstanden.

    Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.
    (Jorge Luis Borges)

  • Da ich die Abschnitte mit je etwa 65 Seiten recht kurz gesetzt habe, können wir sie aus meiner Sicht auch gern als Wochenpensum betrachten, ohne damit (hoffentlich!) jemanden zeitlich zu überfordern. Das würde die Übersicht bei den Beiträgen natürlich verbessern - um den Preis, dass schnellere LeserInnen sich selbst bremsen müssen oder aber auf die Methode mit den Notizen zurückgreifen, die dann erst später gepostet werden.


    Können die anderen TeilnehmerInnen sich bitte noch bezüglich ihrer Wünsche äußern? :winken:

    Damit bin ich einverstanden.

    Wie gesagt, ich lese das eBook, italienisch. Also muss ich mich an die vorgeschlagenen Abschnitte halten da die Seitenanzahl nicht gleich ist. Jedoch stellt dies für mich absolut kein Problem dar, denn ich bin es aus anderen Leserunden gewohnt und passe mich jeweils an :wink:

  • Können die anderen TeilnehmerInnen sich bitte noch bezüglich ihrer Wünsche äußern?

    Gerne!

    Ich finde Deine Einteilung als Wochenpensum sehr gut. Es setzt allerdings voraus, dass wir gleichmäßig lesen können, auch über die Feiertage.

    Und das weiß ich nicht genau, ob ich das so hinkriege: wir sind die ganzen Feiertage über zu 11 Leuten, einmal 14, und da schlafe ich abends auch ohne Buch ein :wink:Und Lesestress will ich auch nicht haben.


    Ich habe übrigens mein Buch immer noch nicht.

    Also:

    Macht Ihr mal, wie Ihr denkt, ich kann sowieso noch nicht starten.

    Ich sehe dann, ob ich den Anschluss finde.

    :musik: Agatha Christie, Hercule Poirot. Das Haus an der Düne. Gelesen von Wolf Frass.

    :musik: Imre Kertész, Der Spurensucher. Gelesen von Walter Kreye.

    :study: Daniela Arnold, Düsterwald. Ein Finnland-Thriller.

  • Es freut mich meine ersten Eindrücke beschreiben zu dürfen

    Ur und andere Zeiten Olga Togarczuk


    Das vorliegende Buch ist unter dem Titel „Nella quiete del tempo“ (In der Stille der Zeit) 2013 in italienisch publiziert worden.


    In deutsch beginnt der erste Satz „Ur ist ein Ort mitten im Weltall“ (kopiert aus amazon.de)


    In italienisch lautet der gleiche Satz „Prawiek ist ein Ort im Zentrum des Universums“


    Prawiek (polnisch) italienisch „tempi remoti“ „entfernte Zeiten“


    Dies nur als kurze Erklärung. Werde jedoch um keine Verwirrung zu stiften jeweils „Ur“ schreiben wo es angebracht ist.


    Abschnitt 1: bis einschl. Seite 62 "Die Zeit Elis"

    Die Zeiten von Ur

    Wie wir erfahren von Nord nach Süden hat man Ur in einer Stunde durchschritten, wie auch wenn man den Weg von Osten nach Westen nimmt. Einen ganzen Tag wird benötigt langsamen Schrittes gehend alles bis in kleinste Detail betrachtend.

    Das ist Ur.

    Die Grenzen werden von Vier Erzengel flankiert.

    Raphael welcher als Engel der Heilung gilt. Dem jedoch je nach Religion auch andere Attribute zugeschrieben werden.

    Michael dem Barmherzigkeit und Langmut zugeschrieben wird. Ein Erzengel der Kraft und des Mutes.

    Gabriel welcher als Erklärer von Visionen gilt.

    und

    Uriel- da bräuchte ich Nachhilfe denn ich weiss nicht welche Attribute diesem Erzengel zugeschrieben werden.

    Soweit zu den Engeln welche die Grenzen bewachen. Und dies sicher nicht ohne Grund, den man sicher im Verlauf des Lesens erfahren wird.


    Auffällig ist die Beschreibung des von Gott aufgeschütteten Berges welchen die Menschen den Maikäferhügel nennen .

    Erinnert etwas wenn auch diesbezüglich nichts explizit erwähnt wird an

    Genesis 2, 9


    Wie auch die folgenden Zeilen Seite 7 (ich werde zwar die Seite angeben wird jedoch nicht der deutschen Ausgabe ansprechen. Ausserdem kann die deutsche Übersetzung vom italienischen abweichen.

    Zitat

    Compito di dio è infatti creare, compiti degli uomini assegnare nomi

    Die Aufgabe Gottes ist es zu erschaffen, Aufgaben der Menschen Namen zuzuweisen.


    Genesis 2,19


    Durch Ur fliessen auch zwei Flüsse welche bezeichnenderweise der Schwarze und der Weisse genannt werden. Beide mit unterschiedlichen Charakteren. Stürmisch, wild der Schwarze, geschmeidig und klar so fliessen sie dahin bis sich sich an der Mühle zusammenschliessen.

    Unverkennbar sind auch hier die biblischen Elemente welche verwoben werden.

    Genesis 2 10-14


    Schon in dieser kurzen Einführung erkennt man wie stark Religion und Mystik in diesem Buch verknüpft sind.

  • In der Tat alles voller jüdisch-christlicher Motive und Mystik!

    Ich ergänze mal noch ein wenig: Diese Kapitelüberschriften "Die Zeit des... / der...", die an den Prediger Salomo mit seinem "Alles hat seine Zeit, und ein jegliches Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde" (frei zitiert) erinnern. Die faszinierenden Betrachtungen über das Wesen der Engel. Die mystischen Visionen von Ähre nach der Geburt ihres Kindes. Die Theodizeefrage, aufgeworfen vom Freiherrn Popielski: 'Woher kommt das Böse auf die Welt? Warum lässt Gott das Böse zu, da er doch gut ist? Aber vielleicht ist Gott nicht gut?' (Seite 41 in der druckfrischen Printausgabe)

    So etwas mag ich und bin gespannt, welche Bezüge Tokarczuk da noch alles herstellen wird.


    Ich bin ansonsten ja außerordentlich erleichtert, dass meine Befürchtungen sich bisher nicht bestätigt haben und die einzelnen Kapitel dieses Buches sinnvoll miteinander verknüpft sind. :lol:


    So, jetzt flott weiterlesen, der Abschnitt hat noch einige Seiten... *freu* :study: Danach werde ich mindestens das Kapitel über Misias Engel direkt noch einmal lesen! :D

  • Leider konnte ich gestern doch nicht mehr weiterlesen - das zum Glück nur noch halbkranke Kind brauchte meine Aufmerksamkeit...


    drawe Mach dir nicht so viele Gedanken, du kriegst bestimmt noch den Anschluss - ich finde, das Buch liest sich gut, und wenn wir uns jetzt tatsächlich bei einem Wochenpensum von nur etwa 65 Seiten einpendeln, schaffst du das bestimmt auch dann, wenn die Weihnachtstage anderweitig belegt sind. :winken: Wichtiger wäre jetzt wohl, dass du dein Buch erstmal überhaupt bekommst... Was ist denn da los bei diesem Hugendubel!? :roll:

  • du kriegst bestimmt noch den Anschluss

    Möglich, aber Lesedruck bei einer MLR ist nicht das, was ich möchte.

    Ich denke, ich verabschiede mich hier und lese das Buch "privat" in aller Ruhe.

    :musik: Agatha Christie, Hercule Poirot. Das Haus an der Düne. Gelesen von Wolf Frass.

    :musik: Imre Kertész, Der Spurensucher. Gelesen von Walter Kreye.

    :study: Daniela Arnold, Düsterwald. Ein Finnland-Thriller.

  • du kriegst bestimmt noch den Anschluss

    Möglich, aber Lesedruck bei einer MLR ist nicht das, was ich möchte.

    Ich denke, ich verabschiede mich hier und lese das Buch "privat" in aller Ruhe.

    Das finde ich wirklich sehr schade, denn auf eine Leserunde mit dir habe ich mich besonders gefreut.

    Besteht denn die Möglichkeit dass wir diese Leserunde verschieben und erst Im Januar wenn die “unruhigen“:wink: Festtage und all der Stress welcher der Dezember für viele ist, sich erledigt hat?

    Auch Sarange kann sich somit ihrem Kind widmen ohne sich Gedanken machen zu müssen.


    Ich überlasse die Entscheidung jedoch euch.
    Einen schönen Tag wünsche ich.

  • Besteht denn die Möglichkeit dass wir diese Leserunde verschieben und erst Im Januar wenn die “unruhigen“ :wink: Festtage und all der Stress welcher der Dezember für viele ist, sich erledigt hat?

    Da auch ich im Dezember sehr wenig Zeit habe und auch noch in einer anderen MLR beschäftigt bin, fände ich eine Verlegung in den Januar

    recht gut. Ich fürchte, für den Dezember müsste ich passen.....

    Wir sind der Stoff aus dem die Träume sind und unser kleines Leben umfasst ein Schlaf.

    William Shakespeare


    :study:T.C. Boyle - Sind wir nicht Menschen (stories)

    :study:James A. Michener - Die Kinder von Torremolinos

  • Ich richte mich da nach euch. Da ich nie an Buchnachschub leide :loool:, kann ich auch im Januar weiterlesen. Ich habe dann zwar weniger Zeit als aktuell, aber dennoch ausreichend, denke ich.

    :study: Perlen im Haar / Morten König

    :study: What I like about you / Marisa Kanter

  • Meinem Kind geht es wieder gut. :winken:


    Ich habe im Januar nicht weniger zu tun als im Dezember, kann das Buch aber auch nochmal schieben. Falls ich es schaffe, mir das neugierige Weiterlesen nach dem schönen Anfang zu verkneifen...


    Unter Mangel an alternativem Lesestoff leidet hier sicher niemand. :lol: