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Stefan und Jürgen Ströker - BC "Jaws of Death"

BC "Jaws of Death" - Roman

1 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Fouque Literaturverlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 91

ISBN: 9783826742392

Termin: Juli 1998

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  • Riesenwarane sind auf dem Vormarsch und verteidigen ihr Revier. Ein von Menschenhand verursachtes Fiasko - entstanden durch unkontrollierte Genmanipulationen der Firma Biotronic Cooperation, einem Pharmaunternehmen mit Hang zu riskanten Experimenten... (Auszug aus dem Klappentext).

    Auf einer tropischen Insel vor Indonesien ist ein Experiment zur biologischen Kriegsführung außer Kontrolle geraten. Während der Sicherheitschef des verantwortlichen Unternehmens versucht die Spuren zu verwischen, strandet ein, durch einen Blitzeinschlag manövrierunfähiges Schiff, mit einer in Deutschland lebenden amerikanischen Biologin, ihrem Freund; einem Fotografen, einem australischen Großwildjäger, dem Besitzer des hochmodernen Schiffes, dessen Techniker und einem Smutje an Bord auf der Insel. Zeitgleich schickt die US-Regierung ein Atom-U-Boot mit zwei CIA-Agenten an Bord los, um herauszufinden, ob die Biotronic Cooperation wirklich genmanipulierte Killerechsen geschaffen hat.


    Das brüderliche Autorenduo dieses Kurzromans, handelt das Science Fiction Element der Geschichte kurz und beiläufig ab, nachdem das letzte Mitglied des ursprünglichen Forscherteams im Prolog bereits den Tod findet. Auch gibt es keinen knackigen Tierhorror (wie ihn der Titel des Buches suggeriert), da die menschenfressenden Monsterwarane nur sehr selten und kurz auftauchen. Stattdessen wird der Plot als Abenteuergeschichte aufgezogen; die Vorstellung der Protagonisten ist dabei belanglos, wenn nicht sogar die Personen selber (wie die beiden CIA-Agenten) am Ende absolut Nichts zur Handlung beigetragen haben.

    Inhaltlich kann man sich an die, zum überwiegenden Teil unsäglich nervigen, Trashfilme der Billig-Schnellschuss-Produktionsfirma The Asylum (Sharknado, Mega Piranha) erinnert fühlen, dazu tragen auch die plumpen Dialoge und einige lächerliche Wendungen (ein ehemaliger Pilot von Passagierflugzeugen kann problemlos einen Hubschrauber bedienen) bei.

    Den Schreibstil fand ich unausgereift und teilweise verwirrend, etwa weil die Personen sich untereinander zumeist mit dem Vornamen ansprechen, in der Erzählerperspektive aber überwiegend nur mit dem Nachnamen benannt werden. Auch ist mir nicht klar, wie jemand "allem Anschein nach" einen Bart tragen kann, noch dazu, wenn gar keine andere Person anwesend ist.


    Das Buch wurde seinerzeit von den Autoren als erster Teil einer Trilogie angekündigt, deren wiederkehrende Elemente offenbar die Agenten Johnson und White (die, wie oben bereits erwähnt, für den vorliegenden Roman vollkommen entbehrlich sind) und die dem Titel vorangestellten Anfangsbuchstaben des Firmennamens der Übeltäter (hier BC für Biotronic Cooperation, in der Fortsetzung NS für New-Saviours) werden sollten. Letztendlich ist der dritte Band niemals erschienen, möglicherweise ist den Stökers das Geld ausgegangen, nachdem sie die ersten zwei Bände bei einem Selbstkostenverlag (vornehm für Pseudoverlag) herausgebracht hatten.


    Wenn die blutrünstigen Killerwarane nicht wären, würde ich nicht mal einen Stern vergeben wollen, ansonsten kann ich das Werk eher als Textverarbeitung denn als Literatur bezeichnen. Schließen möchte ich aber mit einem weiteren Zitat aus dem Klappentext:

    "Das Autorenteam läutet mit dem vorliegenden Roman eine neue literarische Ära ein. Das zweite Meisterwerk, ein Sektenthriller, ist bereits in Arbeit."

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