Nicole Peters – Letzte Ausfahrt Auerberg

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  • angenehmer Schreibstil, aber überzeichnete Handlung


    Buchmeinung zu Nicole Peters – Letzte Ausfahrt Auerberg


    „Letzte Ausfahrt Auerberg“ ist ein Kriminalroman von Nicole Peters , der 2019 bei KBV erschienen ist.


    Zum Autor:
    Nicole Peters (* 1968) hat in Bonn Geografie studiert, entschied sich anschließend jedoch dazu, im Lektorat eines Verlages zu arbeiten. Sie ist eine der „Mörderischen Schwestern“ und Mitglied der Literaturwerkstatt Hennef, ihrer Heimatstadt. „Land im Nebel“, ein historischer Roman, erschien 2018. „Letzte Ausfahrt Auerberg“ ist Nicole Peters’ erster Kriminalroman.


    Klappentext:

    Unter einer Autobahnbrücke im Bonner Norden wird eine Frauenleiche gefunden, zu deren Identität es keinerlei Hinweise gibt. Sicher ist nur, dass sie eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Bei der als Opfervertreterin bekannten Rechtsanwältin Helen Freitag meldet sich kurz darauf ein Ehepaar, das glaubt, auf den Zeitungsfotos ihre vor zwanzig Jahren verschwundene Tochter Natalie wiedererkannt zu haben.
    Schnell stellt sich heraus, dass die Mandanten gut daran getan haben, sich nicht unmittelbar an die Polizei zu wenden. Denn der ermittelnde Kriminalhauptkommissar weigert sich, eine Verbindung zwischen dem damaligen Vermisstenfall und dem Leichenfund herzustellen, womöglich um seine eigenen, vor zwanzig Jahren begangenen Fehler, zu vertuschen.
    Helen muss sich tiefer in die Ermittlungsarbeit einlassen, als ihr lieb ist. Als sie anonyme Emails erhält, erkennt sie, dass jemand ihre Nähe sucht, der mehr über den Mord zu wissen scheint. Sie beginnt zu ahnen, dass ihre Nachforschungen gefährlich für sie werden könnten …


    Meine Meinung:
    Dieses Buch besticht durch den angenehm zu lesenden Schreibstil der Autorin. Sie erzählt flüssig und doch informativ. Die Figuren werden anschaulich dargestellt und haben doch ihre Ecken und Kanten. Die Geschichte spielt auf mehreren Zeitebenen. In Rückblenden wird aus der Sicht des späteren Opfers die tragische Entwicklung ihrer Beziehung dargestellt. In der Gegenwart lernen wir die Anwältin Helen und ihre neue Auszubildende Marie mit ihren Sichtweisen kennen. Die Emotionen der Beteiligten werden deutlich und doch blieben sie mir weitgehend fremd. Leider hat mir auch die Geschichte selbst weniger gefallen. Auf mich wirkte fast alles ein wenig überzogen. Alle Figuren haben recht große Probleme im privaten Bereich und der Plot war überkonstruiert. Die Spannung wurde hoch gehalten, aber die Authenzität der Figuren ging verloren. Gerade Helen agierte mit zu viel Herz und Wagemut, insbesondere für eine Anwältin. Ich denke, dass die Autorin hier zu viel wollte.


    Fazit:

    Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, aber die erzählte Geschichte war mir eindeutig zu konstruiert und hat mich nicht überzeugt. Deshalb kann ich nur zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten) vergeben. Ich werde der Autorin aber eine weitere Chance geben.

    :study: Ulf Schiewe - Die Mission des Kreuzritters

    :study: Mark Franley - Der Angst verfallen

    :study: Mac P. Lorne - Sie nannten ihn Cid

    :musik: Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

  • Ich lese dieses Buch gerade und bin aufgrund deiner Rezension nun ziemlich gespannt.

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