Renee Carlino - Dieser eine Augenblick / Wish You Were Here

Dieser eine Augenblick

1 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783431041323

Termin: September 2019

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  • Die Endzwanzigerin Charlotte lebt in Los Angeles und verdient ihr Geld als Kellnerin, weil sie sich bisher noch nicht für eine berufliche Richtung entschieden hat. Doch auch beziehungstechnisch floppt es bei Charlotte immer wieder, denn sie verliert ihr Herz immer wieder an recht schräge Typen. Als sie auf den Künstler Adam trifft, der gerade in der Bredouille steckt, hilft Charlotte ihm und landet mit ihm sofort in der Kiste. Am nächsten Morgen ist es wie bei einem One-Night-Stand: er ist froh, wenn sie bald geht und Charlotte bekommt den Typen nicht mehr aus dem Kopf und will ihn unbedingt wiedersehen. Doch Vorsicht mit den Wünschen – sie könnten in Erfüllung gehen…


    Renée Carlino hat mit „Dieser eine Augenblick“ einen seichten und nichtssagenden Liebesroman vorgelegt, dessen Hype überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Der Schreibstil ist zwar flüssig, jedoch fehlt es ihm an Gefühl und Stetigkeit, der Leser wird in der Geschichte sehr gefordert, denn schon die Hauptprotagonistin bringt ihn mit ihrem Verhalten an den Rand der Verzweiflung. Aber auch die sprunghafte Handlung ist nicht dazu angetan, Lesefreude zu empfinden und die Geschehnisse nachzuvollziehen. Schlimm ist schon die Tatsache, dass eine Frau in dem Alter bisher noch keinerlei Entscheidungen treffen konnte, was sie beruflich machen will. Auch ihr Männerverschleiß ist grenzwertig und wie sorglos sie sich von einer Beziehung in die nächste stürzt. Die große Liebe findet man so bestimmt nicht. Ebenso merkwürdig ist die Tatsache, dass ihr Adam nicht aus dem Kopf geht, sie aber wie ein Schmetterling gleich mit dem nächsten rummacht. Die Handlung ist mehr als flach, dass sich der Eindruck nicht verdrängen lässt, dass es sich hier eher um einen Groschenroman handelt. Der Geschichte fehlt es zudem an Spannung und einer gewissen Struktur sowie glaubhafter Dialoge, um annähernd interessant zu werden.


    Die meisten Charaktere sind oberflächlich gestaltet und strahlen keinerlei Sympathie aus. Der Leser läuft so am Rand mit, kann viele ihrer Handlungsweisen überhaupt nicht nachvollziehen und nur mit dem Kopf schütteln bei dem Gedanken, wie sie sich für ihr Alter verhalten. Charlotte benimmt sich nicht wie eine Erwachsene, sondern eher wie ein Teenager in ihrer Ausprobierphase. Sie ist nicht nur unzuverlässig, wankelmütig und unreif, sie ist auch extrem flatterhaft und benimmt sich oftmals wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Sie vermittelt durchgehend den Eindruck, dass sie nicht weiß was sie eigentlich will. Das ist anstrengend und geht auf die Nerven. Helen ist Charlottes Freundin, die diese eigentlich gar nicht verdient hat. Helen ist eine offene, fröhliche und hilfsbereite Frau. Adam ist ein Typ, der ein Geheimnis hütet, das aber eigentlich schon durch sein Verhalten und seine Wohnung schon zu Beginn offensichtlich ist. Seth ist ein ehrlicher und freundlicher Mann, er zeigt Einfühlungsvermögen und Verständnis.


    „Dieser eine Augenblick“ ist eine durchweg konstruierte, langeweilige und unglaubwürdige Geschichte, die keinerlei Emotionen hervorruft. Die Moral dieses Romans ist: lese ihn lieber nicht! Durchgefallen!


    :bewertung1von5:

    1. (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)


    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2018: 326/ 128525 Seiten

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Renee Carlino - Dieser eine Augenblick“ zu „Renee Carlino - Dieser eine Augenblick / Wish You Were Here“ geändert.
  • Leider sehr unrealistische Handlung


    Inhalt:

    Als Charlotte auf Adam trifft, ist es, als würden sie sich schon ewig kennen. Sie verbringen eine wunderbare Nacht zusammen, am nächsten Morgen jedoch ist er wie verwandelt und zeigt ihr die kalte Schulter. Aber Charlotte kann den mysteriösen Fremden nicht vergessen, der ihr in nur einer Nacht das Herz gebrochen hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, um endlich Klarheit zu bekommen. Doch sie ahnt nicht, dass Adam ein Geheimnis hat, das ihr Leben für immer verändern wird.

    Quelle: Buchrücken „Dieser eine Augenblick“ von Renée Carlino


    „Dieser eine Augenblick“ verspricht eine romantische Liebesgeschichte verbunden mit ein bisschen Drama. Passend zu diesem Gedanken ist das wundervolle Cover gestaltet. Es wirkt sehr harmonisch und romantisch mit seiner großartigen Farbkombination. Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig mit einer humorvollen Note und ist grundsätzlich ein gutes Zeichen für ein schönes und entspanntes Leseerlebnis.


    Leider hat mich mein erster Eindruck bei diesem Werk absolut getäuscht.

    Die Geschichte handelt von der 27-jährigen Charlotte, die mit ihrer besten Freundin zusammenwohnt, als Kellnerin arbeitet und noch dazu Single ist. Die beiden sind in ihren Launen ziemlich sprunghaft. Mal kommen sie gut miteinander zurecht, mal nicht. Mal wollen sie dies und dann auf einmal nicht mehr.

    Adam lernen sie nach einer durchzechten Partynacht kennen und damit fängt das Chaos direkt an.

    Er wirkt auf den ersten Blick ein bisschen verwirrt und zurückgezogen. Je mehr Zeit man aber in der Geschichte verbringt, umso merkwürdiger findet man ihn und seine Worte und Handlungen. Ziemlich lange wird man als Leser im Unklaren gelassen, was mit ihm los ist.

    Und dann gibt es noch Seth, den Charlotte nach dem Verschwinden von Adam (Klappentext-Info) kennenlernt. Er ist der einzige Charakter in diesem Buch, der mir auch nur annähernd sympathisch ist. Mit den anderen bin ich überhaupt nicht warm geworden.


    „Dieser eine Augenblick“ soll eigentlich eine emotionale Geschichte mit sehr ernstem Thema erzählen. Die Geschichte hatte sehr viel Potential, aber leider hat mich die Autorin mit ihrer Story überhaupt nicht erreicht. Die Handlung ist viel zu verrückt und sprunghaft gestaltet und kratzt eigentlich nur oberflächlich an den verschiedenen Ereignissen, sodass man die komplette Tiefe der einzelnen Situationen überhaupt nicht nachempfinden kann. Die gestalteten Charaktere wirken auf mich nicht mal annähernd realistisch oder authentisch, denn sie neigen fast alle dazu, vollkommen irrationale Entscheidungen zu treffen, deren Logik sich mir vollkommen entzieht. Innerlich herrscht, vor allem bei den Protagonisten Charlotte und Adam, ein sehr großes Gefühlschaos, was diese Handlungen noch unterstützt. Allerdings wird daraus sehr viel Drama gemacht und zusätzlich wirkt alles sehr gestresst und hektisch, sodass bei mir absolut keine Gefühle geweckt worden sind. Das Ende, welches ich wirklich heiß herbeigesehnt habe, wirkte auf mich ziemlich gezwungen und auf „Happy End“ getrimmt – in meinen Augen ziemlich unpassend.


    Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass dieses Buch meine Erwartungen absolut nicht erfüllt hat und ich wirklich mehr als enttäuscht bin.

    1. (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth)


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