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Thomas Heimgartner - Kaiser ruft nach

Kaiser ruft nach: Nekrovelle

5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: pudelundpinscher, edition

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 140

ISBN: 9783906061177

Termin: Juni 2019

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  • „Kaspar Kaiser ist Fachmann für Geschichten, die tödlich enden. Er schreibt Nachrufe - als Beruf. Die Geschichte seines eigenen Lebens will er keinem Laien anvertrauen, auch nicht seinem angeblich besten Freund.“


    Quelle ist die Homepage des Verlags:

    »Die Lebenden kümmert allein das Leben und der Tod nur die Toten. Wäre da nicht der lebendige Nachruf auf die Verstorbenen. Und so gibt es auch einiges zu erzählen von diesem mit zweiunddreißig Jahren angeblich dahingegangenen Kaspar Kaiser, dem Protagonisten von Thomas Heimgartners Nekrovelle.

    Von Beruf war Kaspar selber emsiger Verfasser von Nekrologen, diesen vielgelesenen Lebensbeschreibungen von Verblichenen, deren Fehler darin zu großartigen Tugenden aufgestutzt werden. Sein Leben – vom großsprecherischen Einzelkind über den flatterhaften Studenten, dem früh die Eltern abhandenkommen, bis zum passiven Eigenbrötler in der Reuß-Stadt Luzern – ist reich an Geschichten. Mit einem gelungenen Salto nell'amore zu Sara und einem furiosen Salto mortale weg aus der Ehe geht es munter – »nekrovellistisch« eben – den Lebensfluss hinunter bis zu Kaspars vermeintlichem Ende im fernen Nepal.

    Thomas Heimgartners sprunghaft kühne wie amüsante Erzählweise läuft keineswegs auf üble Nachrede hinaus. Sie ergibt vielmehr einen geradezu idealen Leitfaden für zukünftige »Nekrologisten«: Man rücke nur einmal seinen eigenen Nachruf in die Zeitung, und schon hat man das nachhallende Lesevergnügen beim morgendlichen Kaffee.«

    Severin Perrig


    »Das schmucke, klappbroschierte Büchlein aus dem Verlag pudelundpinscher mutet auf den ersten Blick harmlos an. Erst beim zweiten, genauen Blick entdeckt man mit Thomas Heimgartner hier einen Erzähler, der nicht nur sichtlich Freude am Vorantreiben seiner Geschichte hat, sondern auch einen, der genau weiß, wie er eine Geschichte zu komponieren hat. So bleibt der Ernst an der Sache im heiter-amüsanten Erzählton nicht vergessen, so wechselt die Erzählperspektive genau im richtigen Moment und so entsteht eine komplexe Figur, deren Nekrolog eine durchweg lesenswerte Geschichte darstellt.«

    Nick Lüthi auf http://www.bookgazette.ch


    »Kaspar Kaiser ist als Hauptfigur so skurril wie berührend, etwa als er sich mit der wirbligen Sara erstmals in eine echte Liebesbeziehung wagt. In diesem Kontext springt er gleich zweimal in die Reuß: Erstens als er Sara beim ersten Aufeinandertreffen beeindrucken will. Und zweitens, als er sich Jahre später beim vermeintlichen Ende der Beziehung als vermeintlich Ertrunkener aus dem Staub macht. In Wirklichkeit geht es weiter nach Nepal, mit tatsächlich fast tödlichen Folgen. Aber das ist nur eine der herrlichen Episoden, von denen es in diesen nur 130 Seiten reichlich gibt. Die Lektüre macht Spaß und ist ein sprachlicher Genuss.«

    Arno Renggli in der »Luzerner Zeitung« vom 27. Juni 2019


    »So führt uns Thomas Heimgartner auf amüsante Weise durch die Lebensgeschichte von Kaspar Kaiser. […] Ein Nekrolog at its best. Und damit auch ein Hoch auf eine Textgattung, die sich größter Beliebtheit bei Leserinnen und Lesern erfreut, aber im Zuge der Digital-First-Strategien der irrlichternden Verlagshäuser bald das Zeitliche segnen wird.«

    Reto Bruseghini in »041–Die unabhängige Stimme für Kultur in der Zentralschweiz«, 07/08 2019


    »Begeisterung zu wecken, das könnte dem erfahrenen Texter Heimgartner auch mit seinem neuen Werk gelingen: Er setzt auf freche und frische Sprache, abwechselnd in verschiedene stilistische Formen gegossen, in knappe 140 Seiten verpackt – ein modernes, weil schnelles Buch. Eich Buch auch, das in Zeiten des Jugendwahns und Bodytunings die Frage nach dem ewigen Leben und dem stets drohenden Tod nicht scheut.«

    Mathias Haehl am 18. Juni 2019 auf http://www.zentralplus.ch


    »Was geschieht, wenn man seinen Nachruf vorzeitig selber schreibt? Auf diese irrwitzige Frage versucht der Autor und Kantonsschullehrer Thomas Heimgartner in seinem neuen Buch eine Antwort zu finden.«

    »Zug Kultur«, Juni 2019


    Meine Meinung:

    Wirklich sehr nett geschrieben.

    Ich hatte mich an der Lektüre, dem Schreibstil und dem Inhalt, erfreut.

    Ansonsten kann ich mich den obigen Loben (? Plural von Lob ?) nur anschließen.


    Bei der Frage danach, wie viele Sterne ich vergeben möchte, schwankte ich zwischen 4 und 5 Sternen.

    Zuerst war ich bei 4 Sternen, weil ich die Geschichte „echt nett“ fand (dies ist ehrlich und nicht abwertend gemeint).

    Und als ich dann noch mal in mich gegangen bin und der Frage nachspürte „Was ist dir von der Geschichte hängen geblieben?“, muss ich sagen, dass es eigentlich so einfach sein kann: Er hätte sie nur fragen müssen!

    [ Ausführlicher möchte ich hier gar nicht werden, um nichts aus dem Inhalt zu verraten. ]


    Fazit:

    „Klein, aber fein.“

    Dies trifft, meiner Meinung nach, auf dieses Büchlein ganz besonders zu.

    → Lesenswert.


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