S. D. Perry - Stadt der Verdammten / City of the Dead

Anzeige

  • Resident Evil


    Inhalt: In der kleinen abgelegenen Bergstadt Racoon City ist die Apokalypse ausgebrochen. Nach einigen fehlgeschlagenen Experimenten in der Biowaffenforschung der nahegelegenen Umbrella - Einrichtung ist die Stadt von Zombies bevölkert, die Jagd nach den wenigen sich dort noch verschanzten Überlebenden macht. Ausgerechnet heute hat der junge Polizist Leon Kennedy seinen ersten Arbeitstag bei dem Racoon City Police Department und trifft dort auf die attraktive Jill Valentine. Sie ist auf der Suche nach ihrem Bruder Chris, ein Mitglied der verschollenen S.T.A.R.S Einsatzgruppe, die scheinbar in die Machenschaften der Umbrella Corp. verstrickt ist…


    Seit den Tagen der altehrwürdigen Playstation 1 in den 90er Jahren bin auch ich vom „Virus“ Resident Evil infiziert. Die stets düstere Atmosphäre, das bedrückende Setting und die Spannung der Spiele sind nach meiner Meinung auf dem Sektor noch immer unerreicht. Einige herausgebrachte Filmadaptionen des Spieles konnten meine Erwartungen nicht erfüllen. Daher hatte ich mich für den Kauf dieses Buches entschieden, als ich es zufällig bei meinem Händler entdeckte.


    Die Geschichte hält sich dabei dicht an die Ereignisse und ist ein romanartiges „Walkthrough“ des Computerspieles Resident Evil II. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die Atmosphäre des Computerspieles nicht einfach eins zu eins auf ein Buch übertragen lässt. Das interaktive Handeln und die subtile Hintergundmusik des Spieles sind natürlich nicht vorhanden. Das Setting entsteht im Kopf des Lesers und nicht auf dem Bildschirm. Darüber muss man sich natürlich im Klaren sein. Wenn man dies für sich beherzigt, dann entwickelt sich das Buch zu einem wahren Pageturner, in dem man in einem Kopfkino voller Spannung von Raum zu Raum wandert.


    Die Prosa der Autorin Stephanie Danielle Perry, die schon einige Geschichten des Genres Horror, SF und Fantasy veröffentlichte, ist einfach und verständlich, so dass das Buch auch für Einsteiger und ohne Vorkenntnisse problemlos und flüssig gelesen werden kann. Die Darstellung der Ereignisse aus den verschiedenen Sichten der Figuren kann ab und an etwas verwirren, ist aber für den Aufbau der Spannung unerlässlich.


    Nach dem enttäuschenden Spielfilmadaptionen sehe ich diese beiden Teile der Buchserie durchaus als gelungen an. Sie baut unter Berücksichtigung der vorgegebenen Spielabläufe und der Örtlichkeiten eine kurzweilige Spannung auf, die kaum Durchhänger hat. Interessierte Spieler bekommen auf gut -540 Seiten- jede Menge Hintergründe und Geschichten zu den bekannten Spielfiguren wie Leon Kennedy, Jill Valentine, Rebbeca Chambers und Ada Wong geliefert, die das Spiel nicht bietet und den Charakteren so mehr Tiefe verleihen.


    Fazit: Für alle geeignet, denen das Game zu gut, die Spielfilmadaption zu schlecht ist und vor allem für die, die einen rasanten und blutigen Survivalhorror lieben!

    Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.



    H.H.

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Resident Evil, Band 3, Stadt der Verdammten“ zu „S. D. Perry - Stadt der Verdammten / City of the Dead“ geändert.

Anzeige