Frederike Labahn (Herausgeber) - Lametta, Lichter, Leichenschmaus

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  • Seit Jahren erscheint im Oktober im Knaur Verlag eine Krimi-Kurzgeschichten-Anthologie im Adventskalender-Format. So ist dem einen oder anderen evtl. schon das Buch „Türchen, Tod und Tannenbaum“, „Maria, Mord und Mandelplätzchen“ oder „Plätzchen, Punsch und Psychokiller“ in den letzten Jahren über den Weg gelaufen. Mit „Lametta, Lichter, Leichenschmaus“ geht die Reihe in eine neue Runde. Erneut natürlich mit 24 regionalen Weihnachtskrimis, damit man im Dezember täglich bis zum Heiligabend eine Geschichte genießen kann.


    Die Krimischauplätze ziehen sich quer über Deutschland, bis in die Schweiz und nach Österreich. Vom kleinen Ort in Schleswig-Holstein bis zur deutschen Hauptstadt ist alles dabei. Genauso breit gefächert ist der Inhalt der Geschichten. Manche sind humorvoll, andere gruselig und spannend. Auch die Tötungsmotive sind sehr unterschiedlich: Mord aus Liebe und Eifersucht, aus Langweile oder Neid – es ist alles vertreten.

    Die namenhaften Autor*innen sind Sina Beerwald, Raoul Biltgen, Katja Bohnet, Wolfgang Burger und Hilde Artmeier, Dina El-Nawab und Markus Stromiedel, Catalina Ferrera, Nicola Förg, Christiane Franke, Elisabeth Kabatek, Michaela Kastel, Thomas Kastura, Ivonne Keller, Vincent Kliesch, Regine Kölpin, Cornelia Kuhnert, Iny Lorentz, Judith Merchant, Alexander Oetker, Gisa Pauly, Jürgen Seibold, Angelika Svensson, Sabine Trinkaus, Anne von Vaszary, Tom Zai.


    Das Buch ist ideal für alle, die zwar etwas Weihnachtliches lesen möchten, aber eben nicht diesen typischen Kitsch und dieses „Friede, Freude, Eierkuchen, denn es ist ja Weihnachten“. Ich persönlich mag zwar diese typischen Weihnachtsromane, aber habe auch etwas Abwechslung gerne und da kommt diese Anthologie genau richtig. Die Kurzgeschichten benötigen im Schnitt eine Lesezeit von ca. 15 bis 20 Minuten. Das ist also durchaus in der stressigen Weihnachtszeit machbar.


    Mich haben fast alle Krimis gut bis sehr gut unterhalten. Toll ist der Einfallsreichtum der Autor*innen, wodurch alle Geschichten unterschiedlich sind und keine Langeweile aufkommt. Bei manchen hätte ich mir eine bessere Pointe gewünscht, aber oft gab es eine schöne Wendung. Am besten gefallen hat mir die Kurzgeschichte „Driving Home for Christmas“ von Judith Merchant, deren Auflösung kam erst kurz vor Schluss und ich habe es nicht kommen sehen.


    Fazit: Tolle Unterhaltung für die Vorweihnachtszeit – ideal für Krimiliebhaber oder Weihnachtsfans, die dem Kitsch entgehen möchten.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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