Vonda N. McIntyre – Der Entropie-Effekt / The Entropy-Effect

Der Entropie- Effekt: STAR TREK

3.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 268

ISBN: 9783453309234

Termin: November 1994

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  • Die USS Enterprise erhält den Befehl, einen gefährlichen Verbrecher vom Gefängnis auf Aleph Prima zueinem Rehabilitations-Lager zu transportieren: den genialen Physiker Dr. Georges Mordreaux. Laut Urteil versprach er seinen Anhängern, sie in die Vergangenheit zurückzuschicken – und tötete sie stattdessen.

    Als Mordreaux aus seiner bewachten Kabine ausbricht, auf die Brücke stürmt und Captain Kirk ermordet, muss Spock in die Vergangenheit reisen, um eine Katastrophe zu verhindern, BEVOR sie geschieht.

    Es steht nämlich mehr auf dem Spiel als nur das Leben Captain Kirks. Mordereaux' Experimente haben das ganze Universum in eine tödliche Zeit-Verwerfung gestürzt. Spock kämpft verzweifelt gegen die Zeit...und das Universum drängt sich in sich zusammen, mit dem unwiderstehlichen Druck des Entropie-Effekts! (Quelle: Klappentext)


    So las sich 1983 der Klappentext des zweiten bei Heyne erschienenen Star Trek Romans, dessen deutsche Übersetzung Hans Maeter besorgte. Vonda N. Mcintyre webt ein spannendes Garn, das kaum Zeit zum Luftholen lässt. Über mehrere Zeitebenen hinweg agieren die Charaktere und die Autorin schafft das Kunststück, sich dabei nicht zu verheddern. Die bekannten Star Trek Figuren sind mit wenigen Ausnahmen (Scotty) sehr gut getroffen, und neu eingeführte Personen werden interessant beschrieben. Das es sich bei diesem professionellen Roman im Kern um einen in der Fan-Fiction „Mary-Sue-Story“ * genannten Handlungsbogen handelt – geschenkt. Denn McIntyre legt ein Tempo vor, bei dem der Leser gar nicht zum Nachdenken kommt. Trotzdem ist die Handlung schlüssig, es gibt keine Logiklöcher, was beim Thema Zeitreise ja eine Leistung für sich darstellt. Jede noch so kleine Nebenhandlung wird aufgelöst, und alle Charaktere machen eine Entwicklung durch. Das diese nicht jedem gefällt ist erstens klar, und zweitens handelt es sich um einen Roman einer Serie aus Einzelabenteuern. Also wird am Ende alles wieder auf Null gesetzt.

    Trek-historisch bedeutsam ist noch, das Sulus Vorname Hikaru hier erstmals erwähnt wird und seither zum Kanon gehört. Andere Ereignisse oder Kirks verflossene Liebe gingen wie fast Alles aus den Romanen nicht in den Kanon ein und wurden bis auf wenigen Ausnahmen auch von anderen Autoren nicht wieder aufgegriffen, obwohl die Figuren durchaus Potenzial hatten.

    Wer ein spannendes und intelligentes Star Trek Abenteuer sucht ist hier genau richtig. Die Mischung aus Krimi und Science Fiction funktioniert überraschend gut.


    * Erklärung: Als Mary-Sue-Stories wird in der Fan-Fiction das Sub-Genre bezeichnet, in der ein meist weiblicher Charakter auf die Enterprise kommt, eine Liebesbeziehung mit einer der Star Trek – Figuren eingeht und ein gefährliches Abenteuer besteht.

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