Bücherwichteln im BücherTreff

Suche Bücher über Misanthropie

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  • Hallo Allerseits! :winken:


    Es ist mal wieder Zeit für mich, nach dem BT-Schwarmwissen zu fragen. :)

    Wie im Titel schon beschrieben, suche ich Bücher (Romane und/oder Sachbücher) über Misanthropie, oder Menschen, die sich bewusst von anderen Menschen zurückgezogen haben.


    :!: Ganz wichtig wäre mir dabei allerdings, dass sich die Thematik nicht nebenher um etwas religiöses oder esoterisches dreht, denn damit kann ich überhaupt gar nichts anfangen. :!:


    Es soll einfach nur von Personen handeln, die sich ganz bewusst und gewollt (warum auch immer, aber bitte nicht aus religiösen Gründen) in die Einsamkeit zurückgezogen haben oder die der Menschheit generell ziemlich negativ gegenüberstehen.


    Ein ganz gutes Beispiel für die Richtung, in die ich denke, wäre z.B. "Winter in Maine" :


    Julius Winsome hat den Schuss gehört. Zumindest glaubt er das, denn in den Wäldern von Maine ist kurz vor Winteranbruch Jagdsaison – es hätte also auch jeder andere Schuss gewesen sein können. Sein geliebter Pitbullterrier Hobbes jedenfalls schafft es gerade noch, sich 500 Meter zu ihm hin zu schleppen, bevor er an der aus nächster Nähe kaltblütig in seinen Rücken gefeuerten Schrotflintenladung zugrunde geht. Kurzerhand nimmt Winsome, der in der Einsamkeit mit seinen geerbten Büchern und den antiquierten Worten Shakespeares lebt, sein ebenfalls geerbtes Scharfschützengewehr und macht seinerseits Jagd auf die Jäger. Drei von ihnen erlegt er sofort – auch wenn keiner von ihnen mehr sagen kann, ob er tatsächlich Hobbes’ Mörder war.


    Ich bedanke mich im Vorfeld schon mal für Eure Tipps und wünsche noch einen schönen Rest-Sonntag. :friends:

    1. (Ø)

      Verlag: Luchterhand Literaturverlag


  • Hiyanha

    Hat den Titel des Themas von „Suche Bücher über Misanthrophie“ zu „Suche Bücher über Misanthropie“ geändert.
  • Dieses hier kommt mir da in den Sinn. Die Geschichte von Christopher Knight, der mehr als ein Vierteljahrhundert (von 1986 bis 2013!) in der Stille und Einsamkeit der Wälder Maines lebte - am engsten fühlte er sich noch mit einem Baumpilz verbunden, der nahe seines Lagers wuchs - hat mich fasziniert. Daß er 27 Jahre lang die als extrem kalt bekannten Winter in Maine überstand, ist fast unglaublich.

    Viele Grüße, Tajan


    "We all have our time machines, don't we. Those that take us back are memories...and those that carry us forward are dreams."
    - H.G. Wells

  • Daß er 27 Jahre lang die als extrem kalt bekannten Winter in Maine überstand, ist fast unglaublich.

    Das klingt wirklich interessant. Beruht das Buch auf wahren Begebenheiten?

    Ich werde mir das auf jeden Fall mal näher ansehen.

    Vielen Dank für den Tipp. :thumleft:

  • Etwas älter ist dieses Buch über den v.a. in den Staaten bekannten jugendlichen Künstler Everett Ruess, dessen Sehnsucht nach der einsamen und ursprünglichen Schönheit der Natur ihn ab 1930 Jahr für Jahr durch die damals abgelegensten und unerschlossenen Gebiete der USA wie die Canyonlands trieb, und der sich im Laufe der Zeit immer stärker von den Menschen und der Gesellschaft entfernte. In seinen Briefen und Tagebüchern dokumentierte er sein rastloses Einsiedlerdasein: "Mein Problem ist, daß ich zu keiner Art von Menschen passe..." In der Zeit, die er in San Franscisco und Los Angeles verbrachte, gelang es ihm nicht, in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Von seiner letzten Reise 1934 kehrte der damals Zwanzigjährige nie zurück, wurde zu einem Mythos, der bis heute anhält und zu einem Idol für junge Abenteurer, die auf seinen Spuren wandeln.


    Auch dir einen schönen Wochenends-Ausklang. :winken:

    Viele Grüße, Tajan


    "We all have our time machines, don't we. Those that take us back are memories...and those that carry us forward are dreams."
    - H.G. Wells

  • Beruht das Buch auf wahren Begebenheiten?

    Ja, der Journalist, der das Buch geschrieben hat, hat Christopher Knight mehrfach getroffen und seinen Fall, der 2013 durch dir US-Presse ging, über lange Zeit verfolgt.

    Viele Grüße, Tajan


    "We all have our time machines, don't we. Those that take us back are memories...and those that carry us forward are dreams."
    - H.G. Wells

  • Der Autor hat drei Bücher geschrieben, die verschiedentlich als "Misanthropie-Trilogie" bezeichnet werden. Ich habe sie nicht gelesen, konnte mich nur dunkel an den Titel erinnern.


    Band 2 heißt "Macht und Rebell", Band 3 "Unfun".

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • Möchtest du in dem Zusammenhang auch Klassiker lesen? In diesem Fall fällt mir der russischer Autor Dostojewskij ein, der so oder so Wert ist, gelesen zu werden. Aber in dem Fall vielleicht "Die Dämonen" , wenn mich meine Erinnerungen nicht täuschen

    1. (Ø)

      Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform


    2019: Bücher: 153/Seiten: 62 457
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mit der Online-Omi
    Poznanski, Ursula - Fünf

  • Wäre vielleicht dieses Buch interessant für dich: Ich fand es mittelmäßig, aber ich gehöre mit meiner Meinung zur Minderheit :winken:

    2019: Bücher: 153/Seiten: 62 457
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mit der Online-Omi
    Poznanski, Ursula - Fünf

  • ... zuerst unfreiwillig ...


    Chase Andrews stirbt, und die Bewohner der ruhigen Küstenstadt Barkley Cove sind sich einig: Schuld ist das Marschmädchen. Kya Clark lebt isoliert im Marschland mit seinen Salzwiesen und Sandbänken. Sie kennt jeden Stein und Seevogel, jede Muschel und Pflanze. Als zwei junge Männer auf die wilde Schöne aufmerksam werden, öffnet Kya sich einem neuen Leben – mit dramatischen Folgen. Delia Owens erzählt intensiv und atmosphärisch davon, dass wir für immer die Kinder bleiben, die wir einmal waren. Und den Geheimnissen und der Gewalt der Natur nichts entgegensetzen können.

  • Wenn ich mich richtig erinnere, war Dein erstes Treffen mit Sibylle Berg nicht von Erfolg gekrönt? :-k Ihre Bücher haben aber durchweg einen misanthropischen Unterton ...

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • Seit Monaten schon lebt Arnold Steins zurückgezogen in den Bergen. Doch so einsam und abgeschieden ist das Leben nicht in dieser verwitterten Almhütte mit all ihren Geheimnissen: In einem kurzen Moment der Abwesenheit zerstört ein Fremder die letzten Dinge, die ihm wichtig sind, und als auch noch „Hund“, sein treuer Gefährte, verletzt wird, weiß Arnold, was ihm bevorsteht – ein Ka

    1. (Ø)

      Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch


  • dann gibt es hier im Treff noch eine Suche hier die vielleicht im entferntsten deiner Suche entspricht

    2019: Bücher: 153/Seiten: 62 457
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mit der Online-Omi
    Poznanski, Ursula - Fünf

  • Matuschek ist vierzig, als seine Mutter stirbt, mit der er das Haus teilte. Ohne ihre Fürsorge weiß er nicht, wie es weitergehen soll. Eine Frau hat er nicht und von dort, wo er wohnt, geht man weg, wenn man kann. Aber Matuschek ist einer, der bleibt, Bewohner des Hinterlands, einer längst von allen aufgegebenen Welt. Zum Glück gibt es Nachbarn. Igor, der Russe, wird zum Freund. Den alten Witt kennt er seit seiner Jugend. Und dann sind da die Tauben, die Matuschek als Junge bekam und seitdem züchtet. Brieftauben haben einen inneren Kompass und kehren stets nach Hause zurück. Das kann schon reichen fürs Leben. Als Matuschek Irina kennenlernt, winkt das Glück. Aber dann geht etwas schief und er beginnt von neuem. »Nach Onkalo« zeigt eine Welt am Rand, in der sich die großen Fragen nicht weniger deutlich stellen: was einen zusammenhält und wie man glücklich wird. Matuschek stellt sich diese Fragen nicht, er will nur seinen Alltag meistern. Doch vielleicht befähigt ihn genau das zur Erkenntnis »ob das Leben die Mühe lohnt«.

  • Als Jugendliche eint sie die Sehnsucht nach einem freien Leben in den riesigen Wäldern des amerikanischen Nordwestens, als Erwachsene trennen sie unterschiedliche Lebensentwürfe. Während Neil den amerikanischen Traum von Haus, Familie, Job lebt, kehrt John William der Gesellschaft den Rücken und sucht ein freies Leben in der Wildnis. Dabei zieht er Neil, auf dessen Unterstützung er angewiesen ist, in ein Gespinst aus Lügen und Geheimnissen.

    Seattle 1972: Bei einem 800-Meter-Lauf treffen sich Neil und John William zum ersten Mal, zwei Teenager aus ganz unterschiedlichen Familien, und es beginnt eine außerordentliche Freundschaft. Während Neil eine Universitätskarriere anstrebt, schlägt der sensible und hochintelligente John radikale Wege ein: Er geht in die Wälder und bricht alle Kontakte ab - für ihn der einzige Weg, ein authentisches Leben zu führen. Aber er braucht Neil, um seinen Traum zu leben, der bald schon zum Alptraum wird - für beide Freunde.

    1. (Ø)

      Verlag: HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH


  • hier bin ich nicht ganz bei der Meinung, dass es so stimmt, aber das Buch wird zu dem Thema immer wieder genannt. Allerdings möchte ich dir so am Rande sagen, dass es ein großartiger Roman ist, der Spuren hinterlässt. Große Klasse! :applause:

    2019: Bücher: 153/Seiten: 62 457
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mit der Online-Omi
    Poznanski, Ursula - Fünf

  • Ein Mann steht auf und geht. Einen Augenblick zögert Thomas, dann verlässt er das Haus, seine Frau und seine Kinder. Mit einem erstaunten Lächeln geht er einfach weiter und verschwindet. Astrid, seine Frau, fragt sich zunächst, wohin er gegangen ist, dann, wann er wiederkommt, schließlich, ob er noch lebt.

    Jeder kennt ihn: den Wunsch zu fliehen, den Gedanken, das alte Leben abzulegen, ein anderer sein zu können, vielleicht man selbst. Peter Stamm ist ein Meister im Erzählen jener Träume, die zugleich locken und erschrecken, die zugleich die schönste Möglichkeit und den furchtbarsten Verlust bedeuten.

  • Olive Kitteridge ist die wandelnde Misanthropie, aber sie braucht dazu Publikum.


    In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Doch sieht man genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Und Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin, sieht sehr genau hin. Sie kann stur und boshaft sein, dann wieder witzig, manchmal sogar eine Seele von Mensch. Auf jeden Fall kommt in Crosby keiner an ihr vorbei ... Mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches fügt die amerikanische Bestsellerautorin die Geschichten um Olive und Crosby zu einem unvergesslichen Roman.

    1. (Ø)

      Verlag: Luchterhand Literaturverlag


  • Nörgeln mit 90


    Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: »Wir schaffen das.« Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...

    Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.

  • Bestürzt über den Selbstmord des Arztes Aldo Manfredini folgt Carlo Zampieri Mitte der Achtzigerjahre den letzten Spuren seines Freundes ins Leogratal. In Contrada Brunelli, einer winzigen Ansiedlung zu Füßen der venezianischen Voralpen, entdeckt er Aufzeichnungen von ihm. Abgeschnitten von der Außenwelt - fernab von Fernseh- oder Radioempfang - kommen Carlo erste Zweifel an der Selbstmordtheorie. Denn Aldos Tod ist nicht der einzige, der Fragen aufwirft. Haben die kauzigen Dorfbewohner etwas zu verbergen? Und was haben die unheimlichen Reime zimbrischen Ursprungs in Aldos Tagebuch zu bedeuten? Auf eigene Gefahr beschließt Carlo, dem Rätsel auf den Grund zu gehen …

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