Ella Dove - Fünf Wörter für Glück / Five Steps to Happy

Fünf Wörter für Glück

4.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783499000799

Termin: September 2019

Anzeige

  • „Was ist, wenn ich scheitere?“ – „Dann versuchst du es eben noch einmal.“


    Inhalt:

    „Heidi hat zwei Wünsche: sich in London als Schauspielerin zu etablieren – und endlich ihr Singledasein zu beenden, beides bislang erfolglos. Dann verändert ein schwerer Unfall von einem Tag auf den anderen alles. Ihr Leben liegt in Scherben. In der Rehaklinik trifft sie die 80-jährige Maud, deren Lebensfreude, Weisheit und Optimismus ansteckend sind. Maud hat einen Enkel, Jack, der Heidi immer wieder aus der Reserve zu locken versucht. Denn er hat eine Idee, wie sie wieder ins Leben zurückfinden kann: ein Fünf-Punkte-Plan zum Glück. Doch kann Heidi das wagen, wenn sie sich am liebsten für immer verstecken würde? Und traut sie sich, Jack zu sagen, dass er schon längst mehr für sie ist als ein Freund?“

    Quelle: Buchrücken „Fünf Wörter für Glück“ von Ella Dove


    Heidi ist nach einem tragischen Unfall am Boden zerstört. Sie ist verletzt, deprimiert und überaus frustriert und weiß nicht, wie ihr Leben weitergehen soll.

    Die 80-jährige Maud, die ihre Zimmernachbarin in der Rehaklinik ist, schafft es, mit Hilfe ihres Enkels Jack, Heidi wieder aufzupäppeln und ihr etwas von ihrer Zuversicht und Lebenslust abzugeben.

    Jack tut zunächst zwar so, als könne er Heidi nicht leiden. Auf den ersten Blick hinterlässt er keinen guten Eindruck bei mir, aber er hat eigene Probleme. Seinen Job hat er verloren und nun hat er Angst, es seinem sehr bekannten Vater zu beichten. Allerdings sind das wohl kaum zwei Probleme, die man miteinander vergleichen kann.


    Die Geschichte erzählt in drei Teilen, wie der Mensch verarbeiten kann, wenn sich etwas in seinem Leben drastisch verändert. Zum Beispiel, durch eine Behinderung oder eine neu diagnostizierte Krankheit. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Ereignis selbst, der zweite mit der Genesung und im dritten Teil wird über das Zurechtkommen in der weiten Welt nach Rehabilitationsabschluss berichtet.


    „Fünf Wörter für Glück“ ist eine überaus emotionale Geschichte, die sehr gut geschrieben ist und mit der man einen wunderbaren Einblick in das Leben betroffener Menschen bekommt. Heidi muss sich mit vielen verschiedenen Problemen und Gedanken auseinandersetzen, z.B. mit ihren eigenen Gefühlen und denen ihrer Familie und Freunde. Aber auch, wie sie ihr weiteres Leben irgendwie meistern kann und auch, was man für einen Einfluss auf seine Umwelt hat und umgekehrt.

    Da die Autorin dasselbe Schicksal wie die Protagonistin Heidi teilt, handelt es sich um eine sehr realistisch erzählte Geschichte mit einer ebenso authentischen Protagonistin. Man konnte sich sehr gut in Heidis Gefühlswelt und ihr Leben hineinfinden und mit ihr in ihr neues Leben hineinwachsen.


    Auf jeden Fall kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der ähnliche Schicksalsschläge miterlebt oder selbst durchgemacht hat. Zwischendrin gab es viele Szenen, die für einige Menschen ein Wachruf sein sollten. Und ich hoffe, dass diese Geschichte einigen Menschen mehr Respekt beibringt und wiederum anderen Hoffnung gibt, dass ihr Leben in schlimmen Momenten nicht direkt vorbei ist, sondern dass es immer weitergeht. Bleibt stark! =)

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Ella Dove - Fünf Wörter für Glück“ zu „Ella Dove - Fünf Wörter für Glück / Five Steps to Happy“ geändert.
  • Klappentext:

    Heidi hat zwei Wünsche: sich in London als Schauspielerin zu etablieren – und endlich ihr Singledasein zu beenden, beides bislang erfolglos. Dann verändert ein schwerer Unfall von einem Tag auf den anderen alles. Ihr Leben liegt in Scherben. In der Rehaklinik trifft sie die 80-jährige Maud, deren Lebensfreude, Weisheit und Optimismus ansteckend sind. Maud hat einen Enkel, Jack, der Heidi immer wieder aus der Reserve zu locken versucht. Denn er hat eine Idee, wie sie wieder ins Leben zurückfinden kann: ein Fünf-Punkte-Plan zum Glück. Doch kann Heidi das wagen, wenn sie sich am liebsten für immer verstecken würde? Und traut sie sich, Jack zu sagen, dass er schon längst mehr für sie ist als ein Freund?



    Inhalt:

    Die 32-jährige Heidi führt ein ganz normales Leben in London. Sie jobbt in einer Bar, wohnt mit ihrem besten Freund zusammen, geht feiern und versucht sich als Schauspielerin. Eines Tages stürzt sie jedoch beim Joggen und dieser Unfall verändert ihr ganzes Leben. In der Rehaklinik lernt sie die 80-jährige Maud kennen, die ihr dabei hilft, das Leben weiterhin positiv zu sehen und nach vorne zu blicken. Außerdem begegnet sie auch dem Enkel von Maud, Jack. Dieser wird schon bald zu einem guten Freund und möchte ihr auch helfen wieder Freude am Leben zu haben. Doch schon bald merkt sie, dass Jack langsam mehr ist, als nur ein Freund.



    Meine Meinung:

    Ich hatte eine nette Liebesgeschichte erwartet, aber doch etwas anderes bekommen und das war auch gut so. Es geht in dem Roman um Heidi, die nach einem schweren Unfall wieder zu sich selbst finden muss und auch die Freude am Leben wiederfinden muss. Außerdem geht es um die Bewältigung eines Traumas, sowohl des Leidtragenden als auch den nahestehenden Personen von diesem.


    Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil wird der Unfall von Heidi beschrieben und die Zeit im Krankenhaus. Ich habe mit Heidi richtig mitgefühlt und sie tat mir so leid. Es ist wirklich traurig zu sehen, was ein vermeintlich „kleiner Unfall“ für Konsequenzen nach sich ziehen kann. Die Beschreibung der Gefühle und der Umgebung waren sehr realitätsnah und ich habe mich gefühlt, als würde ich dort liegen.


    Der zweite Teil dreht sich um die Genesung in der Rehaklinik. Man erfährt auch von anderen Patienten, welche Schicksale sie erlitten haben. Die Gefühle und der langsame Genesungsprozess von Heidi waren wirklich wunderbar beschrieben. Auch die anderen Figuren waren sympathisch und haben mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht.


    Im dritten Teil geht es darum, dass Heidi sich im Alltag bewähren muss. Sie muss jeden Handgriff, der früher so gewöhnlich war überdenken. Doch auch in diesem Prozess stehen ihr ihre Familie und Freunde zu Seite. Die Autorin baut hier auch wunderbar ein, dass viele Orte einfach immer noch nicht behindertengerecht ausgebaut wurden und wie wenig Verständnis viele Leute für solche Menschen aufbringen.


    Es geht auch nicht nur um Heidi, sondern es wird auch beschrieben, wie sich das Leben der Familie und Freunde durch so einen schweren Schicksalsschlag verändern kann und dass jeder anders damit umgeht.


    Ich habe diese Geschichte wirklich gerne gelesen, auch wenn das Thema wirklich tragisch ist. Da die Autorin das gleiche Schicksal erlitten hat, wie Heidi, ist es kein Wunder, dass sie die Emotionen so bildhaft rüberbringen konnte. Die Handlungsweise von Heidi war stetig nachvollziehbar.



    Fazit:

    Ein wundervolles Buch, dass mich sehr berührt hat. Die Protagonistin Heidi ist sehr authentisch, da sie auch immer wieder Höhen und Tiefen während ihres Genesungsprozesses hat. Die Liebesgeschichte steht mehr im Hintergrund, was ich gut fand, da es einzig allein auch um Heidi geht und wie sich ihr Leben nach dem Unfall entwickelt und wie sie sich selbst auch verändert hat. Ich habe die Geschichte sehr genossen, der Schreibstil war wunderbar und die Autorin hat es geschafft die Emotionen auf den Leser zu übertragen, sodass ich nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: vergeben kann.

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Nur ein kleiner falscher Schritt beim Joggen kann soo große Auswirkungen haben. Heidi verdreht ihr Bein beim Ausrutschen leider derart unglücklich, dass die Blutzufuhr abgeschnürt ist und der Unterschenkel schließlich amputiert werden muss. Genau dasselbe ist übrigens auch der Autorin passiert, wie sie im Interview am Ende des Buches erzählt.


    Weite Teile des Romans sind also ihre eigenen Erlebnisse. Andere Dinge (wie die Nebenfiguren) hat sie verändert bzw. hinzugedichtet. Leider erwähnt sie in dem Interview nicht, ob sie auch einen 'Jack' kennengelernt hat. Zu wünschen wäre es ihr, denn für Heidi wird Jack eine wichtige Unterstützung auf ihrem Weg zurück in ein neues Leben, dass sie so selbständig wie nur möglich führen möchte. Dass das mit harter Arbeit und auch vielen Schmerzen verbunden ist, macht Ella Dove eindrucksvoll deutlich.


    Ich fand es toll, auch mal so eine Geschichte zu lesen, das hat man ja nicht so oft (obwohl ich zufälligerweise erst vor ein paar Wochen mit "Wir von der anderen Seite" ein Roman gelesen habe, in dem die Autorin ebenfalls ihre Rekonvaleszenz nach einer plötzlichen heftigen Erkrankung verarbeitet hat).

    Trotz des ernsten Themas und der Ehrlichkeit, mit der sie von all den Schwierigkeiten berichtet, erschuf die Autorin hier einen Roman, den man wirklich gerne liest.

Anzeige