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Stephen King - Das Institut / The Institute

Das Institut

4.4 von 5 Sternen bei 24 Bewertungen

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 768

ISBN: 9783453272378

Termin: September 2019

  • Kurzmeinung

    Ambermoon
    Ein typischer Coming-of-Age von Stephen King - mitreißend und auch ans Herz gehend.
  • Kurzmeinung

    Kapo
    Der beste King seit langem! Eine wunderbare Geschichte!

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  • Produktvorstellung bei amazon.de:


    In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.


    Meine Beurteilung (daselbst):


    Luke ist ein hochintelligenter junger Mann, der im Alter von 12 Jahren bereits Zulassungen zu zwei renommierten Universitäten hat. Eine davon das M.I.T.. Doch in der Nacht, nachdem er diese Zulassungen erhalten hat - und eine Garantie, dass seine Eltern mit ihm umziehen können und vor Ort Wohnung und Arbeit vermittelt bekommen, wird der Junge aus seinem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ganz ungewöhnlichen Umgebung wieder - dem Institut. Und das nur wegen eines eher unterschwelligen telekinetischen Talents.


    Er und die anderen Kinder im Institut werden immer wieder neuen Experimenten und Untersuchungen ausgesetzt, wobei einige der Untersuchungen - und auch die Verhaltensweisen der Wächter und Ärzte - stark an Vorgehensweisen aus dem Dritten Reich und bei verschärften Verhören entsprechen - und mit zwölf Jahren ist Luke eines der älteren Kinder, die dem ausgesetzt sind.


    Es ist so, dass King nach nun beinahe fünf Jahrzehnten des Schreibens beginnt, alte Stoffe noch einmal mit einem anderen Auge zu betrachten. Zu diesem Roman fällt mir als möglicher Vorläufer in erster Linie "Feuerkind" ein, aber auch der "Der Anschlag" kann hier sicherlich mit herangezogen werden. Wobei die Kräfte der Betroffenen hier sicherlich geringer sind - dafür ist das Spektrum der geplanten Anwendungen umso globaler.


    Nicht wirklich leicht zu lesen - was den Kindern passiert ist überaus erschreckend, und auch die desensierten Erwachsenen, die es ihnen antun. Dabei stellt sich - speziell gegen Ende des Romans - die Frage nach der Rechtfertigbarkeit bestimmter Handlungen für ein wesentlich größeres Gut. Die Helden dieses Romans haben eine Antwort darauf. Doch auch sie sind sich, wie wahrscheinlich auch der Autor, der Moralität ihrer Antwort ähnlich unsicher, wie ihre Gegenspieler. Anders als gewisse amerikanische Politiker, gegen die sich King nicht verwehren kann, ein oder zwei Spitzen abzulassen.


    Erzählerisch ein geradezu "klassischer" King, mit einem hohen Reifegrad. Wie ein literarischer Edelkäse.

  • Klappentext:

    Der Spielplatz war von einem mindestens drei Meter hohen Maschendrahtzaun umgeben. An zwei Ecken sah Luke Kameras. Sie waren so verstaubt, dass sie wahrscheinlich lange nicht gereinigt wurden. Hinter dem Zaun war nichts als Wald, meistens Tannen...

    Was immer das Institut darstellte, es stand also inmitten eines alten Waldes, inmitten von nirgendwo. Was den Spielplatz anging, war Lukes erster Gedanke: Wenn es einen Gefängnishof für Kinder im Alter von sechs bis sechzehn gäbe, dann sähe der exakt so aus.

    Das Mädchen – Iris – hüpfte auf dem Trampolin und winkte den beiden zu...“Sha! Wen hast du denn da mitgebracht?“ „Das ist Luke Ellis“, sagte Kalisha. „Heute Morgen frisch eingetroffen.“



    Inhalt:

    Luke ist ein hochintelligenter Junge und wohnt zusammen mit seinen Eltern in einer Minneapolis. Eines Nachts wird er von Fremden entführt, die ihn in ein Institut bringen, das sich ganz abgelegen mitten im Wald in Maine befindet. Dort lernt er andere Kinder kennen mit denen er sich anfreundet: Kalisha, Nicky, George, Iris, Helen und Avery. Er erfährt, dass sie alle paranormale Fähigkeiten besitzen und hier im Vorderbau des Instituts Test an ihnen durchgeführt werden. Jedoch wird jedes Kind irgendwann in den Hinterbau gebracht, und danach hat man diese nie wieder gesehen.



    Meine Meinung:

    Schon nach den ersten Seiten war ich schon ganz gebannt von der Geschichte. Stephen King schafft es einfach (fast) immer mich mit seinen Geschichten von Anfang bis zum Ende zu fesseln. Von vielen Seiten habe ich auch gehört, dass dieses Buch an die Serie „Stranger Things“ erinnert. Ich persönlich empfinde das gar nicht so. Für mich sind das komplett unterschiedliche Produkte. Die einzige Parallele ist, dass es Kinder mit paranormalen Fähigkeiten gibt. Aber diese Fähigkeit hatte das Kind in King's Carrie oder auch Shining genauso.


    Zum Schreibstil muss man glaube ich gar nicht mehr viel sagen. Stephen King ist bekannt dafür, dass er detailliert und ausschweifend erzählt und genau das finde ich toll. Seine Charaktere liegen mir dadurch immer sehr schnell am Herzen und genauso war es bei mir bei Luke. Er ist ein hochintelligenter Junge, der auf eine besondere Schule geht und mit seinen 12 Jahren nun gleich an zwei Universitäten zu studieren. Seine Eltern unterstützen ihn dabei so gut sie können. Mir tat es wirklich in der Seele weh, als er gekidnapped wurde und in dieses Institut gebracht wurde. Mir hat es wirklich gefallen, was Luke für ein Leben gelebt hat.


    Auch die anderen Kinder, die Luke im Institut kennenlernt haben alle verschiedenen Persönlichkeiten. Außerdem leidet man mit ihnen mit, da sie Tests durchlaufen müssen und auch vor Misshandlungen schrecken die Mitarbeiter nicht zurück.


    Ich empfinde dieses Buch als eines von Stephen Kings ruhigeren. Dennoch ist die Atmosphäre spannungsgeladen und auch düster. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, obwohl ich mir am Ende vielleicht doch noch eine kleine Wendung gewünscht hätte oder eventuell einen Epilog, was z. B. 20 Jahre später passiert. Aber trotzdem wieder ein gelungenes Buch, dass komplett fesseln konnte und es kaum aus der Hand legen konnte.


    Was mir auch noch besonders gefallen hat, sind die Andeutungen zu seinen anderen Büchern. Das habe ich bei ihm schon einige Male bemerkt und es zaubert mit jedes Mal ein Lächeln ins Gesicht, wenn ich einen Ort oder einen Person aus einem anderen seiner Werke wiedererkenne.


    Fazit:

    Eine fesselnde Geschichte in einer düsteren Atmosphäre die mich total begeistern konnte, auch wenn ich mir am Ende noch eine kleine Wendung gewünscht hätte. Jedenfalls hat Stephen King es wieder geschafft tolle Charaktere zu schaffen, sowohl Gute als auch Böse, v. a. die Kinder schließt man schnell ins Herz und leidet mit ihnen mit. Ich kann diesem Buch einfach nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: geben. Ein Lese-Muss für jeden King-Fan oder diejenigen die gerne einmal etwas von ihm lesen möchten.

    "Es gibt mehr Schätze in Büchern als Piratenbeute auf der Schatzinsel. Und das Beste ist, du kannst diesen Reichtum jeden Tag deines Lebens genießen."
    (Walt Disney)









  • Inhalt:


    "In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery."


    Quelle: Klappentext Randomhouse


    Meine Meinung:


    Nachdem ich die letzten Romane nicht so besonders mochte hat Stephen King mich mit diesem Buch erneut daran erinnert, wofür ich ihn halte: Nämlich für den größten Geschichtenerzähler unserer Zeit.

    Es mag Autoren geben die sprachlich, vielleicht sogar technisch besser sind, aber keiner von denen kann mich so mitreißen oder so mühelos schockieren.


    "Das Institut" ist ein absoluter Pageturner, fast von der ersten Seite an. Bei meinem Lesepensum schaffen es nicht mehr viele Autoren dieses Gefühl zu erzeugen. Kurz vor dem Ende habe ich mich immer wieder dabei ertappt das die Buchstaben verschwimmen, weil ich so neugierig auf das Ende bin das ich es kaum noch schaffe vernünftig zu lesen, weil ich mich zügeln muss, nicht über die Seite zu fliegen.

    Das Beste an King ist das er wirklich lebensechte Figuren erschafft, die reden und handeln wie Menschen.

    Gerade bei den Kindern ist das immer ein Problem, da schlechtere Autoren kleine Erwachsene erschaffen, die sie so agieren lassen wie Erwachsene es sich eben vorstellen, dass Kinder handeln. Stephen King lässt seine Kids natürlich wirken und vor allem auch nicht nervig oder altklug. Und die Beziehungen die sie untereinander pflegen, aber auch zu Erwachsenen, sind durch die Bank weg gelungen.

    Es ist einfach eine Freude das zu lesen!

    Außerdem versteht King es ganz wunderbar einem die unmöglichsten Dinge so plausibel zu verkaufen, dass sie im Kontext des Romanes vollkommen glaubwürdig sind.


    Bis zum letzten Drittel des Buches habe ich die ganze Zeit zwar ein ungutes Gefühl gehabt, aber noch gedacht, er verzichtet hier weitgehend auf Horror Elemente.

    Bis er dann auf einmal die Hölle öffnet und uns einen kurzen Blick ins Herz der Finsternis gewährt. Hier lässt er uns erneut spüren das die schlimmsten Monster eben nicht in dunklen Ecken lauern oder nur unsere Phantasie bevölkern. Das war mal wieder sehr schwer zu verdauen und an einigen Stellen auch kaum zu ertragen.

    Am meisten fasziniert mich auch immer, mit welch unprätentiösen Schreibstil der Autor seine Geschichten erzählt, dass wirkt auf mich immer so mühelos. Aber gerade deswegen ist es beeindruckend.

    Der Witz ist auch das ich den Plot in Großteilen schon voraussehen konnte und dennoch stellte sich nie ein Gefühl der Langeweile ein.

    Das geht mir oft bei anderen Autoren so wenn ich sie durchschaut habe und sie den Vorhang lüften. Bei King ist der Weg das Ziel und er schafft es trotzdem das Niveau zu halten und auch noch ein schönes Ende zu gestalten, mit dem ich zufrieden bin. Das ist auch eine Kunst, die viele Autoren nicht beherrschen.


    Fazit:


    Fünf Sterne, King in absoluter Höchstform.

    Mehr braucht man dazu eigentlich nicht zu sagen. Hoffentlich bleibt er uns noch sehr lange erhalten!



  • Fast 30 Jahre bin ich nun schon ein großer Stephen-King-Fan. Ich will nicht von Enttäuschung sprechen, aber in den vergangenen 10 Jahren hat sich für mich ein wenig Ernüchterung eingestellt wenn ein neuer King erschienen ist. Meistens waren die Bücher schon ziemlich gut, auch seine Mystery-Krimi-Trilogie, aber an die Großartigkeiten aus den 80ern und 90ern reichte es nicht mehr wirklich ran. Mit "Das Institut" ist ihm meiner Meinung nach nochmal ein toller Clou gelungen. Gerade die Mischung aus den sehr schlimmen Sachen und Quälereien, die hier Kindern angetan werden und dann trotzdem Kings behutsame, sanfte Vorgehensweise und die tollen entstandenen Freundschaften ließen mich an viele seiner alten Werke wie "Es" denken und auch der momentan herrschende Hype um "Stranger Things" & Co. scheint ihn inspiriert zu haben. Der Roman hätte durchaus in den 80er Jahren spielen können. Auch beim wieder sehr langen Showdown war King dieses Mal besser als zuletzt. Das fand ich manchmal zu wirr und erinnert schon fast an einen Heist-Movie. Hier war es relativ klar, actionreich und spannend.

    Fazit: Ein rundum gelungenes Werk, das beweist, dass es der Meister des Horrors definitiv noch drauf hat.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte

    :study: 2019 gelesen: 45 :study: SUB: 337

  • In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen... (Klappentext)


    ♜♜♜♜♜


    ">>Was im Hinterbau läuft, weiß ich nicht, und ich will es auch nicht wissen. Ich weiß bloß, dass es da wie im Bermuda-Dreieck ist - man kommt zwar rein, aber nicht wieder raus. Jedenfalls kommt man nicht hierher zurück.<<"
    (S. 102)


    Stellt Euch vor es existiert eine Institution, welche Experimente an Menschen durchführt, genauer gesagt an Kindern. Experimente, welche denen aus dem 2. WK unter Ärzten wie Mengele oder Gebhardt nicht unähnlich sind. In genau so eine Einrichtung wird der 12-jährige Luke Ellis gesteckt, nachdem seine Eltern ermordet und er entführt wurde.

    Das Institut steht in Main, umgeben von dichtem Wald, von der Außenwelt abgeschirmt und erinnert an ein Hochsicherheitsgefängnis. Die Insassen sind Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren und alle besitzen paranormale Fähigkeiten. Sie kommen rein, aber niemals wieder raus. Während ihres Aufenthaltes müssen sie einiges über sich ergehen lassen, bevor sie in den Hinterbau verlegt werden - Endstation.

    Luke und seine neu gewonnenen Freunde wissen nicht zu welchem Zweck man das alles mit ihnen macht und wieso man gerade sie ausgewählt hat. Sie wissen nur eines - sie wollen nicht in den Hinterbau. Dafür müssen sie sich zusammentun, damit zumindest einer von ihnen fliehen kann. Doch was sollen Kinder gegen Erwachsene ausrichten, welche mit Schockstöcken und Spritzen bewaffnet sind?


    Diese Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei die von Luke im Vordergrund steht. Man erhält aber auch Einblick in die Sicht von Mitarbeitern und anderen Kindern und auch in die von Tim, einem ehemaligen Cop, den es in die Pampa verschlagen hat.

    Man ist also immer mittendrin, statt nur dabei und vor allem Lukes Perspektive geht einem ziemlich an die Nieren und ans Herz. Die Kinder müssen nämlich wirklich Fürchterliches mitmachen und auf jeder Seite spürt man die Angst, die Verzweiflung, die Tränen und die Hoffnungslosigkeit. Man fiebert mit Luke und den Kindern mit, während man sie Seiten verschlingt.


    "ICH HABE EINEN KRAMPFANFALL, WOLLT IHR MICH ETWA UMBRINGEN?
    Das versuchte er zu sagen, aus seinem Mund kam jedoch nur ein klägliches kleines Gurgeln. Dann waren die Punkte verschwunden, er stürzte aus dem Sessel, stürzte in die Dunkelheit, und das war eine Erleichterung. O Gott, was für eine Erleichterung."
    (S. 230)


    Zudem weiß man nie, was sich auf der nächsten Seite verbirgt, denn es kommt mehrmals zu überraschenden Wendungen, die einem plötzlich in eine völlig andere Richtung treiben, als noch kurz zuvor gedacht.

    Die Figuren sind durchwegs gut gezeichnet und wie die meisten King-Romane, lebt auch dieser von seinen Figuren und dieser ganz bestimmten Atmosphäre, wie sie nur King zu erschaffen weiß.

    Man bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Angst und Beklemmung und nicht zu vergessen dem Entsetzen.


    ">>Diese Spritzen, die sie uns geben...<<, sagte Iris.
    >> Manche tun weh, andere nicht. Nach einer hab ich hohes Fieber gekriegt und brutales Kopfweh. Ich dachte schon, dass ich mich bei Sha mit Windpocken angesteckt hätte, aber nach einem Tag war es vorüber. Jedenfalls geben sie dir Spritzen, bis du die Blitze siehst und das Summen hörst.<<"
    (S. 129)


    Diejenigen, welche sich einen King-Horror erwarten, werden jedoch enttäuscht sein. Das einzig Gruselige daran ist die Institution mit ihren Ärzten und Pflegern, die völlig skrupellos agieren, die Experimente und der Gedanke, dass die Existenz solcher Einrichtungen eventuell nicht völlig aus der Luft gegriffen sein könnte. Bei Stephen King werden tief verborgene Ängste wahr.

    Hier handelt es sich also um einen typischen Coming-of-Age-Roman in feinster King Manier, welcher mehr Tiefsinnigkeit bereithält, als auf den ersten Blick erkennbar, der einem trotzdem mitreißt und am Ende nachdenklich zurücklässt.


    Die Verarbeitung und das Äußere des Buches sind übrigens auch nicht zu verachten.


    Fazit:

    Kein Horror, kein Grusel, keine abartigen und grässlichen Kreaturen (abgesehen von den Institutsmitarbeitern) und trotzdem spannend und mitreißend.

    Ich liebe Kings Coming-of-Age-Romane, da diese immer eine ganz eigene Atmosphäre mit sich bringen und mich auf ihre ganz eigene Art von sich einnehmen. So auch dieser hier, welcher zwar an die alten King-Romane nicht heranreicht, auch hin und wieder die ein oder andere Länge beinhaltet, mich aber trotzdem am Buch kleben ließ. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    © Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack)

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