Edyta Zaborowska - Das Bildnis der Domina

Das Bildnis der Domina

4.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 6 der

Verlag: Books on Demand

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 240

ISBN: 9783743176263

Termin: März 2017

  • Ich bin zu 90% mit dem Roman durch und werde morgen eine Rezension verfassen. Aber die Idee, eine Handlung der Gegenwart mit einem zweiten, im Jahre 1840 spielenden Handlungsfaden zunächst parallel laufen zu lassen und dann zu verbinden, halte ich für genial, zumal es sich hier um einen Erotikroman handelt. Tolle Idee, spannende Story und eine echt durchdachte Geschichte.

    So etwas ist kaum nochmal zu finden in diesem Genre.


    Klappentext:

    Als Dr. Thomas Abbott eine Anstellung als Haussklave bei Baronesse Hanna auf ihrem Herrensitz Black Swan Manor erhält, hatte er eigentlich einen kurzfristigen Aufenthalt im Sinn, um seine masochistischen Fantasien zu erfüllen. Doch als die Domina den femininen Kern in dem introvertierten Intellektuellen erkennt, unterbreitet sie ihm einen folgenschweren Vorschlag. Schrittweise soll er zu einer transsexuellen Liebhaberin für Hanna und ihre Freundin Aimée umgewandelt werden. Der angehende Professor ziert sich zunächst, erliegt aber schließlich dem verlockenden Diktat aus Reitgerte, anregender Latexwäsche, lustvollem Schmerz und verführerisch ausgeübter Dominanz.

    Hanna hat jedoch einen weiteren Grund, Abbott an sich zu binden. Sie hofft mit seiner Hilfe mehr über Countess Lucy zu erfahren, die vor fast zweihundert Jahren auf dem Anwesen gelebt hat und wegen ihrer sexuellen Ausschweifungen berüchtigt war. Ein Schlüssel, um Licht ins Dunkel der sadistischen Vorfahrin zu bringen, vermutet sie in einem Gemälde, auf dem Lucy mit einem Schwarzen Schwan abgebildet ist: das symbolhafte Wesen, das auch für Hannas Lebensart auf Black Swan Manor steht.

    Je weiter Abbotts Transformation zu einem erotischen Zwitterwesen voranschreitet, desto mehr erfährt er über die wahren Hintergründe der Entstehung dieses Bildes. Vergangenheit und Gegenwart scheinen plötzlich weitaus enger miteinander verknüpft zu sein, als allen Beteiligten lieb ist.

    Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.



    H.H.